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Mai 13, 2008Die Eindrücke sind recht frisch, obwohl der Film es eigentlich nicht ist. Aufgrund einer leicht provinzielle Wohnlage meinerseits bin ich ja leider nicht in der Lage, mir alle Filme im Kino anzuschauen, die ich gerne sehen würde. Zum Beispiel ist mir „Across the Universe” im Kino durch die Lappen gegangen, weil unser hiesiges Kinochen es nicht auf die Kette bringt, irgendwas zu zeigen, was auch nur drei Zentimeter neben dem Mainstreamgeschmack zu finden ist.
Als Fan von Musicals, als Fan der Beatles konnte dieser Film natürlich nicht ewig vor mir verborgen bleiben. Natürlich habe ich ihn mir gekauft, keine Frage, Doppel-DVD mit vielen Extras, klar. Und nun habe ich nach einer groben ersten Sichtung gleich ein paar Eindrücke, die mein Blögchen schmücken sollen.
Erstens, boah, was haben die Beatles tolle Musik geschrieben, meine Herren, alter Verwalter sagt der Kalle, das ist ja einfach geil … und es wird kein bisschen schlechter dadurch, dass die Sachen alle ganz anders arrangiert werden, nur ganz selten mal nach Beatles klingen. Vielleicht liegt es daran, dass außer Ausnahmekönnern wie Joe Cocker und Bono vor allem Newcomer in diesem Film zu sehen sind. Leute, die so frisch klingen, so echt, so intensiv, dass einem mehr als einmal der eine oder andere kalte Schauer über den Rücken läuft. Dieser Film zelebriert nicht nur die Musik der Beatles, sondern Musik als solche. Aber dabei wird nichts unangenehm verkitscht, es gibt keine schwammige Swingversion von Yesterday, oder so - Yesterday wird übrigens ganz übergangen, eine etwas mutige, aber vermutlich aber auch völlig richtige Entscheidung. Der Song ist so groß, den haben schon so viele gesungen, dass es wirklich schwierig geworden wäre, dazu noch was zu sagen.
Aber mag diese erste Sichtung auch noch so grob gewesen sein - ich gebe zu, nicht immer auf den Fernseher geblickt zu haben, weil ich gleichzeitig auch den Klapprechner an hatte - so muss ich dem Film eine visuelle Größe bescheinigen, der so selten zu sehen ist. Einerseits wird die Beatlesästhetik zitiert, andererseits auch viele Filme der Siebziger, „Hair” natürlich, und andererseits gibt es einige schräge Effekte, einige große Bilder, die man so eigentlich noch nie gesehen hat. Einige Videotricks sieht man sonst wahrscheinlich nur in Videoinstallationen, einige Blicke sind sehr theatral.
Und die Geschichte …. ja, die Geschichte … ach komm, wen interessiert schon die Geschichte? Herz und Kopf sind mit Bildern und Musik so beschäftigt, dass die Geschichte wirklich in den Hintergrund tritt …