Mit ‘Film’ verschlagwortete Einträge

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Idee – Eine Bootsfahrt …

Oktober 11, 2009

Irgendwie habe ich gerade Lust, Ideen aufzuschreiben, einfach so – natürlich nur welche, die ich nicht selbst verwirklichen könnte, sonst würde ich die eher für mich behalten.
Nicht nur, weil ich in München durch die originale Röhre gelaufen bin, bin ich ein Fan des Films „Das Boot“ – sicherlich einer der besten Filme, die auf deutschem Boden gedreht wurden, ein Film der alles hat.
Meine Idee ist jetzt eine Theaterhalle, wahrscheinlich am besten in eine alte Werkshalle eingebaut, in der man „Das Boot“ als Theaterstück aufführt. Zwei Tribünen schmiegen sich an eine Röhre, die natürlich nur fragmental da sein darf. In der Röhre spielt fast das gesamte Stück – nur die Feier am Anfang und der Besuch in der deutschen Botschaft, der hier etwa in der Mitte sein sollte, spielen außerhalb, und zwar dann, wenn das Publikum vor dem Stück oder in der Pause im Foyer ist. Dort gibt es eine weitere Bühne, gerne auch quasi mitten im Publikum, wo diese Szenen spielen.
Über der Röhre, die natürlich auch ein Dach hat, auf das die Schauspieler gehen können, wenn das Boot aufgetaucht ist, gibt es eine riesige Leinwand, auf der Sachen gezeigt werden können, wie Schiffe, die man angreift, oder das, was man aus dem Sehrohr sieht – hier könnte man auf einige Minuten CGI zurückgreifen, wäre vermutlich recht spannend. Könnte man gar mit Wettereffekten arbeiten? – nun, das Publikum würde auch nass, aber reizvoll wäre es.
Und man dürfte natürlich nicht die Musik vergessen – bei allem Spaß, ohne die Doldinger-Musik wäre eine solche Verarbeitung des Bootes nur zwei Drittel so schön. Die Musik, neu abgemischt oder aufgenommen, sollte aus sehr vielen Lautsprechern die im Publikum verteilt sind, kommen, ein heftiges akustisches Erlebnis.
Naja, ein Theatererlebnis der besonderen Art wäre damit sicherlich zu erreichen. Allerdings wäre die Investition schon mächtig, so mächtig, dass sie heute wahrscheinlich niemand mehr für eine Bühnenshow machen will. Das funktioniert ja auch nicht mit Perfektion, wie es die Musicals schaffen, hier müssten sich jeden Abend Schauspieler die Seele aus dem Leib spielen, körperlich und seelisch anstrengende Vorstellungen über die Röhre bringen. Aber mal ehrlich, ich würde das verdammt gerne sehen …

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Gimme more Basterds

August 25, 2009

Meine Herren, wird einem da eine Geschichte in die Fresse gehauen – ohne große Tarantino-Erfahrung hab ich mir die Inglourious Basterds angeschaut, und war eigentlich von Anfang an hin und weg. Sehr viel Coolness, sehr comichafte Gewalt, die oft dementsprechend ins Komische abdriftet, und ein paar schauspielerische Glanzleistungen. „Das ist ein Bingo!!“

Herrlich, die Zitate des Italo-Westerns, schräg die musikalische Verarbeitung, radikal: der Umgang mit Hitler und Konsorten. Darf man Hitler als Mensch zeigen? Ja, denn er war ja kein Elefant oder Kaninchen. Darf man Hitler als kindische Knallcharge zeigen? Ja, bitte, ja, in die Fresse aller heutigen und doch so gestrigen Verehrer!

Tarantino bringt nicht nur Til Schweiger sondern sogar auch Diane Kruger das Schauspielen bei, und Christoph Waltz ist plötzlich nicht mehr der nette Österreicher, der mit Fernsehserien sein Geld verdient, sondern ein verdienter Oscaranwärter – very nice. Melanie Laurent ist annähernd genauso großartig – und damit die nächste Anwärterin, großartig.

Man braucht Humor, einen so unhistorischen Film genießen zu können – und nach dem Besuch meinten einige, dass halb Amerika glauben wird, das Hitler so zu Tode gekommen ist … aber wenigstens wissen sie jetzt, dass er tot ist. Aber der Film fängt nicht umsonst mit „Es war einmal…“ an, natürlich ist das ein Märchen, und auch noch ganz in Grimm’scher Tradition, mit viel Blut und Horror!

Noch mal schauen? Ja, heute Abend!! Wann kriegt man sonst Gewaltorgien mit so viel Spannung gepaart? Wann Schauspielkunst mit Maschinengewehrgeknatter? Und wo war so eine wunderbare Apokalypse das letzte Mal zu sehen? Gimme more Basterds …

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Ein Zug durch die Sterne

Mai 10, 2009

Uh, ich bin immer noch müde, der gestrige Kinobesuch war zur Spätvorstellung … und wer fährt nach dem Kino schon sofort nach Hause.

Also, Star Trek, dieses Mal ohne Nummer dahinter, einfach Star Trek, und wir fangen vor der großen alten Fernsehserie ganz von vorne an. Allerdings fängt der Film in ganz erschreckender Weise an: Kirks Vater geht so was von heroisch unter, jeder einzelne verdammte Satz ist so vorhersehbar, wenn es so weiter gegangen wäre, hätte ich mich wohl leider in die Nachbarreihe übergeben. Bitte einfach die ersten fünf Minuten einfach die Logikabteilung im Kopf abschalten, danach wird es wirklich besser.

Aber dann geht es los, und das Spiel mit den altgeliebten Klischees des Star Trek-Universums beginnt. Die Figuren, egal ob Kirk, Pille oder Spock werden wunderbar eingeführt, und plötzlich gibt es auch wirklich nicht vorhersehbare Momente, sehr schöne Gags und eine Menge Augenfutter, das man bei der oft etwas konservativen Serie gar nicht unbedingt erwartet hätte. Die Anspielung auf Area 51 – eines der von den dortigen Sagen bekannten Aliens gehört zu der Besatzung von Kirks Vater – oder auch der niedliche kleine Alien vom Eiswüstenplaneten aus dem System von Vulkan – fast wirkt dieser Star Trek wie ein neuer Star Wars Film, nur ohne Jar Jar Binks.

Ja, dieser Star Trek Film macht wirklich viel Spaß, und das Leonard Nimoy als knapp 130jähriger Spock auftaucht, und wie er auftaucht, ist wirklich wunderbar, was für ein Charakterkopf, was für eine Ausstrahlung – der ist ja allein das Eintrittsgeld wert. So kann es ruhig weiter gehen, vielleicht wird dann ja irgendwann sogar ein Trekkie aus mir …

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Ein Typ aus den Slums will also Millionär werden … schön …

April 15, 2009

Meine Fresse, acht Oscars? Geht es auch eine kleine Ecke kleiner?

Man merkt vielleicht, ich habe inzwischen Slumdog Millionaire geschaut … hey, versteht mich nicht falsch, ist ja kein schlechter Film, aber acht Oscars? Nein, eher mal keinen, also von mir aus, nee, keinen. Vielleicht liegt mir der ganz Film nicht, vielleicht war mir am Anfang alles zu laut und zu bunt, und die Geschichte kratzte einfach zu sehr den wirklich interessanten Punkten vorbei.

Dabei ist die Idee natürlich mehr als hübsch, die Verknüpfung einer trivialen Rateshow mit einem untrivialen Schicksal. Aber einige Sachen funktionieren einfach handwerklich nicht so richtig. Da gibt es Szenen, die voller Effekte, aber nicht effektiv sind, wie der kleine Jamal, der aus der Scheiße kam – kein echter Lacher, ein bisschen eklig, und sehr unglaubwürdig. Da wird die Frage gestellt, und es gibt gar keine so klare Verbindung zu der folgenden Szene aus dem Leben, es gibt keinen Moment, wegen dem Jamal sich etwas einprägen sollte. Aber das schlimmste, dieser Film packt einen nie irgendwo anders, als im Hirn – netter intellektueller Spaß, auch ein paar Rätsel um hinterher zu überlegen, was dieses oder jenes Detail wohl sollte, aber mitfühlen, sich mitreißen lassen, mitleiden? Nee, echt nicht.

Das liegt wohl einerseits an den schwachen Schauspielern im Zeitbereich „Erwachsen“ – die Kinder sind nicht nur niedlich sondern auch recht gut – vor allem der erwachsene Jamal ist einfach nicht gut. Immer nur blass und unbeteiligt daneben sitzen, ist irgendwie ein bisschen wenig. Aber auch seine Lathika ist eigentlich nur langweilig, und durchaus sehr hübsch, aber eben niemand, der einen umhaut.

Andererseits sind die schnellen Schnitte, die ungeduldige Erzählweise auch daran schuld, dass der Film zumindest für mich nicht funktioniert. Es muss auch mal einen Moment geben, in dem sich ein Gefühl in den Zuschauer einbrennen kann. Das schafft weder die Liebe der beiden, noch das Leid, noch irgendwas anderes. Da bleibt alles zu kalt.

Nein, ein schlechter Film ist es auch nicht, besser als das Kinogeld für die Ludolfs auszugeben, aber acht Oscars? Verstehe den Hype nicht …

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Magst du mir was vorlesen?

März 13, 2009

Ja ja, blöder Titel für einen Blogeintrag über „Der Vorleser“, aber wenn man gerade mal nicht kreativ ist … nun also hat der Vorleser nicht nur das Zentralabitur sondern auch das Kino erobert, und Kate Winslet hat sogar einen Oscar dafür bekommen.

Ich habe mich immer ein bisschen gefragt, warum ein netter, ziemlich konventioneller Roman mit Dramaturgieproblemen sogar als Abiturstoff behandelt werden muss oder kann – keine Frage, kein schlechtes Buch, aber auch kein Erlebnis, keine Literatur, die wirklich berührt.

Und nun ist ein Film draus geworden, der uns die Geschichte erzählt, uns zeigt wie Kate Winslet obenrum ausschaut und, ja, was und?

Die Regie hat gute Bilder gefunden, nur an wenigen Stellen hätte man ein bisschen auf die Bremse treten können. Die Schauspieler machen ihre Sache gut bis sehr gut, und David Kross könnte ein großer werden, denn er gibt eigentlich immer das Bild ab, das am besten in einem Moment passt, Kate Winslet ist auch gut, aber nicht unbedingt Oscar-gut, hier gibt es wahrscheinlich wieder mal einen kleinen „3. Reich-Film“-Bonus. Und Ralph Fiennes? Der geht total unter, verhakt sich im steinernen Aus-der-Wäsche-Gucken, hat nur eine kleine brauchbare Szene mit der jüdischen Frau, die er in Amerika besucht – der Rest wirkt regelrecht unbeholfen und irgendwie aufgesetzt. Dafür sieht man einige sehr gute deutsche Schauspieler, was ja auch mal nett ist. Bruno Ganz als älterer Jura-Professor macht seine Sache natürlich auch gut, führt aber auch zu unfreiwilliger Komik, denn warum spricht dieser Professor wie Hitler? – Ich werde Bruno Ganz vermutlich nie wieder hören können, ohne an „Der Untergang“ zu denken …

Beim Vorleser hat man versucht, ein bisschen Rahmenhandlung einzubauen, damit die dramaturgischen Schwächen der Vorlage abgefedert werden, aber diese Rahmenhandlung bleibt gegenüber der eigentlichen Handlung so schwach, dass das auch nicht so wirklich funktioniert. Und so holpert es hier und da in diesem Film, der sogar ein bisschen trocken wird, als es in den Gerichtssaal geht – übrigens eine Parallele zum Buch.

Was diesem Film völlig abgeht, ist auch nur die kleinste Prise Humor. Trotz der vor Leben strotzenden Bilder erdrückt der bleierne Ernst den Film und wenn dann die schwermütige Musik während des Abspanns läuft, steht man kurz vorm Suizid. Hier hat man einfach alles und vor allem sich selbst so ernst genommen, dass dem Film letztlich ein wenig das Leben fehlt.

Kein herausgeworfenes Kinogeld, und sicherlich ein Film, dessen Bilder nachwirken, aber so richtig funktioniert er nicht …

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Das Wrack will es noch mal wissen …

März 10, 2009

Ja, gilt die Überschrift jetzt Mickey Rourke oder seiner Figur Randy the Ram? Bei beiden stimmt es ja irgendwie – aber darüber ist schon viel gesprochen und geschrieben worden, also versuche ich mich lieber daran, was über den Film selbst zu schreiben.

Ach, bevor ich es vergesse, ich muss hier eine Spoilerwarnung aussprechen, ich verrate ein bisschen was über den Film …

Wrestling ist eine der ursprünglichsten Unterhaltungsformen, ein archaisches Überbleibsel vielleicht, auf jeden Fall aber eine faszinierende Parallelwelt. In dieser Welt hat Randy the Ram eine ganz große Zeit gehabt, gehörte einst zu den größten aller Stars – doch zwanzig Jahre später ist er nur noch ein verbrauchter Typ, der sich nur mit kräftiger Dopingunterstützung in den Ring schleppen kann. Er liebt eine auch nicht mehr ganz junge Frau, die in einem Stripclub ihr Geld verdient und langsam aber sicher auch nicht mehr in ihrem Business bleiben kann.

Als Legende darf Randy immer noch Matches gewinnen, aber die Hallen, in denen er das tut, sind klein, und er muss alles mögliche an Matches annehmen, schließlich muss er seine Miete und seine Drogen bezahlen. Nach einem unglaublich heftigen Hardcore-Match kollabiert Randy, sein Herz ist nicht mehr gewillt, dieses Anstrengungen mitzumachen. Nun überdenkt er langsam aber sicher sein Leben, auch durch Pam gestützt, die nicht mehr weiß, ob sie in ihm einen Freund oder einen Kunden sehen soll. Randy versucht, den Kontakt zu seiner Tochter zu erneuern, nimmt einen festen Job in einem Supermarkt an, in dem er Delikatessen verkauft.

Eigentlich könnte nun alles gut werden … aber die klassische Dramaturgie hat da natürlich was gegen …

Ja, was Mickey Rourke da zeigt, ist wirklich beeindruckend. Man sieht seinem Randy die Liebe zum Business an, man muss sich in diesen netten Kerl verlieben, der allerdings nur im Ring ein Gewinner sein kann. Er versprüht einen wunderbaren, manchmal auch etwas tollpatschig daherkommenden Charme, ein grober Klotz, der eigentlich nur seinen Job machen will, der einfach süchtig nach dem Publikum ist. Man glaubt diesem Rourke die ganze Zeit zu hundert Prozent den alternden Wrestler, und sicherlich hat es ihm geholfen, dass er zu einem gewissen Teil sein eigenes Leben spielt. Aber das ist schon ein starker Auftritt, mit dem er den Rest des Ensembles auch etwas an die Wand spielt.

Natürlich ist der Verlauf ein bisschen vorhersehbar, Randy ist nun mal leider außerhalb des Rings ein Looser und muss scheitern – wenn man das Ende denn als Scheitern sehen will. Ansonsten gibt es für mich nur eines an diesem Film auszusetzen: es gibt viel Handkameragezappel, das geht mir immer etwas auf den Keks, habe den stilistischen Sinn davon auch noch nicht verstanden.

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Wie viele Leben nochmal?

Januar 12, 2009

Ich war am Freitag mal wieder im Kino, und ausnahmsweise – ich hab das in letzter Zeit nicht so häufig gemacht, wollte ich auch mal wieder was dazu hier rein schreiben. „Sieben Leben“ war der Film, der mir ausgesucht wurde, und ich verbrachte einen großen Teil dieses Films mit diversen Fragezeichen auf der Stirn. Manche Leute mögen das ja, wenn sie einen Film enträtseln müssen, ich mag andere Konzepte mehr. Aber nun gut, ich rätselte also – und ließ mich dann auch gefangen nehmen. Und ich habe mich zwischendurch gefragt, ob Will Smith zwischendurch beim Spielen Herzprobleme hatte, die müsste meiner Meinung nach jeder Mann bekommen, der von Rosario Dawson so angeschaut wird …

Aber letztlich – ohne dass ich hier zu viel verraten will – hat mich der Film, im Besonderen das Ende, nicht wirklich überzeugt. Das war mir dann doch zu dick aufgetragen, zu traurig, zu kitschig … warum gab es da keinen Bruch mehr, kein Aufbäumen? Nein, ich weiß auch nicht, wie man es hätte besser machen können, aber überzeugt hat es mich auch nicht, dieses Ende. Aber immerhin habe ich jetzt mal wieder eine Schauspielerin entdeckt, von der ich mehr Filme sehen möchte …

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Ein Filmtag

Dezember 17, 2008

Immer wenn es weihnachtet, dann verzichte ich darauf, Schauspielunterricht zu geben und mach es mir bequem. Da wir in unserem kleinen Theater einen Beamer und eine Dolby-fähige Lautsprecheranlage haben, kann man es quasi in ein kleines Kino verwandeln. Und dann schaut man mit allen drei Kursen Filme … insgesamt sogar vier, weil die Großen zu zwei Filmen zu begeistern waren.

Die Braut des Prinzen

Die gar nicht so bekannte Filmversion des Kultbuchs „Die Brautprinzessin“ war Film Nummer 1. Der Film für die kleinen Darsteller zwischen 10 und 13 Jahren. Die gruselten sich ganz nett bei den Ratten von außergewöhnlicher Größe. Haben viel gelacht, fanden die Geschichte ziemlich gut – und ich war wieder begeistert von den vielen kleinen guten Witzen, von dem Spiel mit den Ebenen, von der liebevollen Art, wie der Film mit seinen Helden umgeht. Ich mag den Keks, äähh, Film.

Stand By Me – Geheimnis eines Sommers

Hm, das war eine schnelle Entscheidung, die ich der Gruppe eigentlich aufoktroyiert habe, und siehe da, die coolen Jugendlichen schmelzen bei der Geschichte von vier Zwölfjährigen dahin … immer wieder interessant, was passiert, wenn man gute Filme mitbringt, egal ob die cool sind, oder nicht. Und ich bin natürlich wieder begeistert, zum wievielten Mal auch immer. Weil die Dialoge so cool sind, weil so viele Wahrheiten nebenbei gesagt werden, weil natürlich auch immer das Buch in meinem Hinterkopf die Hintergrundgeschichte erzählt – immer wieder ein angenehmer Filmgenuss.

Das Leben des Brian

Der Klassiker von Monty Python, selig sind die Skifahrer, und so weiter. Es sollte halt was lustiges sein, und da bin ich gar nicht so gut ausgerüstet. Der liebe Brian und seine tragische Geschichte ist immer wieder ein Kreischer an manchen Stellen, aber andererseits merkt man auch, dass der Film nun schon dreißig Jahre alt ist. Da wirken manche Gags sehr antiquiert. „Dogma“ ist sehr viel frecher mit der Geschichte eines gewissen Jesus von Nazareth umgegangen, auch wenn „Das Leben des Brian“ natürlich die Entstehung von Religionen so wunderbar karikiert, dass alle freidenkenden Menschen begeistert sein müssen. Und den Purchen, den man zu Poden werfen soll, den kann man natürlich nur lieben.

Rocky Horror Picture Show

Ja, als die Süchtigen noch ihre Drogen inhalierten, warf ich schnellentschlossen den großen Kultfilm nach, der dem Ensemble gar nicht so bekannt war. Ich kann natürlich den größeren Teil des Films auswendig mitsingen und -sprechen. Und habe mich sehr zurückhalten müssen. Und ich habe die Hälfte der Zeit gedacht: Meine Herren, waren die damals frech, waren die damals frei, als sie diesen Film gemacht haben, und dabei so sexy. Ich würde gern Theater machen, das so frei und frech und sexy ist … und so anarchistisch lustig … und die andere Hälfte habe ich einfach nur genossen, dass es so gute Musik und einen so schrägen Film gibt.

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Zwischenruf: Alte Männer mit Peitschen

Mai 23, 2008

Was klingt, wie ein ganz schmuddeliges Video, dreht sich natürlich um Indiana Jones, der vierte Teil. Den habe ich nämlich gestern gesehen, also gestern Abend in Köln und auf Englisch – dummer Fehler, mein Englisch ist nur mittelmäßig und wie soll man da all die genuschelten Gags verstehen … dumme Sache, wenn andere MitinsKinoGeher Leute anschleppen, die nur mitkommen wollen, wenn der Film im Originalton gezeigt wird. Ich find es gut, dass bei uns Filme synchronisiert werden! Auf Deutsch kann man sie nämlich besser verstehen. (Übrigens schaue ich mir recht häufig Sachen auf Englisch an, allerdings erst, wenn ich sie auf Deutsch schon kenne.)

Also zum Film: Jepp, Indy-Feeling pur. Der trockene Humor, einige wunderbar unrealistische Szenen, grandiose Verbeugungen vor anderen Filmen des Abenteuer-Genres, abgedrehte optische Gags, nette Ekeleffekte, ein wirklich guter Sidekick zum alten Mann, eine Frau an Indys Seite, die ihm erst kräftig einheizt und sich dann von einem eher dämlichen Spruch zu einem verliebten Teenager wandeln lassen darf. Hach, da gibt es einfach viel zu lachen, man kann sich unterhalten lassen, wie man außer von Stephen Spielberg nur selten von jemandem unterhalten werden kann. Nebenbei spielt Harrison Ford auch wirklich gut, es gibt hübsche Momente, die man so gar nicht erwartet hätte …

Irgendwie machte mich der Film fast sentimental. Ich habe die ersten Teile natürlich nicht im Kino gesehen, so alt bin ich ja nun auch nicht, aber als ich – was eine dieser doofen Geschichten ist, die sich mit den Jahren so ansammeln – bei der Bundeswehr war, hatten wir da einen Flipper, einen Pinball, den man mit einer Pistole startete. Dieser Indiana Jones-Flipper war eine der wenigen kleinen Freuden, die man bei dieser starken Truppe – *kicher* – hatte. Das Ding war damals schon nicht mehr der neueste Schrei, und dieses unselige Geschehen – also meine Anwesenheit bei den Flecktarnäffchen – liegt nunmehr mehr als ein Jahrzehnt zurück. Da ist das erste Anspielen des Indy-Motivs schon irgendwie ein schräger Moment.

Achso, klar, ich muss ins Kino, ganz bald, möglichst noch heute … Indy 4 schauen … auf Deutsch!

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Bilder — — Musik — — Musikbilder

Mai 13, 2008

Die Eindrücke sind recht frisch, obwohl der Film es eigentlich nicht ist. Aufgrund einer leicht provinzielle Wohnlage meinerseits bin ich ja leider nicht in der Lage, mir alle Filme im Kino anzuschauen, die ich gerne sehen würde. Zum Beispiel ist mir „Across the Universe“ im Kino durch die Lappen gegangen, weil unser hiesiges Kinochen es nicht auf die Kette bringt, irgendwas zu zeigen, was auch nur drei Zentimeter neben dem Mainstreamgeschmack zu finden ist.

Als Fan von Musicals, als Fan der Beatles konnte dieser Film natürlich nicht ewig vor mir verborgen bleiben. Natürlich habe ich ihn mir gekauft, keine Frage, Doppel-DVD mit vielen Extras, klar. Und nun habe ich nach einer groben ersten Sichtung gleich ein paar Eindrücke, die mein Blögchen schmücken sollen.

Erstens, boah, was haben die Beatles tolle Musik geschrieben, meine Herren, alter Verwalter sagt der Kalle, das ist ja einfach geil … und es wird kein bisschen schlechter dadurch, dass die Sachen alle ganz anders arrangiert werden, nur ganz selten mal nach Beatles klingen. Vielleicht liegt es daran, dass außer Ausnahmekönnern wie Joe Cocker und Bono vor allem Newcomer in diesem Film zu sehen sind. Leute, die so frisch klingen, so echt, so intensiv, dass einem mehr als einmal der eine oder andere kalte Schauer über den Rücken läuft. Dieser Film zelebriert nicht nur die Musik der Beatles, sondern Musik als solche. Aber dabei wird nichts unangenehm verkitscht, es gibt keine schwammige Swingversion von Yesterday, oder so – Yesterday wird übrigens ganz übergangen, eine etwas mutige, aber vermutlich aber auch völlig richtige Entscheidung. Der Song ist so groß, den haben schon so viele gesungen, dass es wirklich schwierig geworden wäre, dazu noch was zu sagen.

Aber mag diese erste Sichtung auch noch so grob gewesen sein – ich gebe zu, nicht immer auf den Fernseher geblickt zu haben, weil ich gleichzeitig auch den Klapprechner an hatte – so muss ich dem Film eine visuelle Größe bescheinigen, der so selten zu sehen ist. Einerseits wird die Beatlesästhetik zitiert, andererseits auch viele Filme der Siebziger, „Hair“ natürlich, und andererseits gibt es einige schräge Effekte, einige große Bilder, die man so eigentlich noch nie gesehen hat. Einige Videotricks sieht man sonst wahrscheinlich nur in Videoinstallationen, einige Blicke sind sehr theatral.

Und die Geschichte …. ja, die Geschichte … ach komm, wen interessiert schon die Geschichte? Herz und Kopf sind mit Bildern und Musik so beschäftigt, dass die Geschichte wirklich in den Hintergrund tritt …