Mit ‘Kultur’ verschlagwortete Einträge

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Neue Studiobühne Siegen – „wir schlafen nicht“

November 20, 2009

Jetzt habe ich fünf Minuten lang überlegt, ob ich ein Wortspiel mit dem Titel des Theaterstücks von Kathrin Röggla bastel, aber irgendwie ist das eher kontraproduktiv. Nun ja, da hat sich eine neue Theatergruppe an der Uni Siegen gebildet und sich für „wir schlafen nicht“ entschieden. Ich hab mir das angeschaut, weil ein Schauspieler aus meinem Ensemble dabei war und nächste Woche noch ist, und, na ja, da muss man ja auch was zu sagen.

Ein weißer, seltsamerweise etwas unheimlicher menschengroßer Duracell-Hase eröffnet das Spiel. Zuschauer strömen herein, Neon leuchtet kalt und unangenehm ins Publikum. Und nun beginnen die Sprachkaskaden, immer drei Darsteller spielen eine Figur, was man anfangs erst erschließen muss, sie reden von Praktika, von Medien-Vergangenheit, von Menschen freisetzen und allem möglichen weiteren Wirtschaftsquark. Dabei mutieren sie nach der Pause zu Zombies, der Hase bringt die IT-ler um, es gibt also ein bisschen was zu sehen, und noch viel mehr zu hören …

Und es ist langweilig. Hey, es gibt gute Momente, und keine Frage, der Star meines Ensembles ist es auch in diesem – also hat sich für mich das Anschauen gelohnt – aber es ist einfach langweilig. Diese vielen Wiederholungen, diese unsinnige Wortkolonne ohne Gefühle, da passiert einfach nichts. Und sämtliche Bösartigkeiten, sämtliche Widersinnigkeiten der Wirtschaftselite bleiben Fakten, die man registriert, über die man nachdenken kann, die aber niemanden bewegt, die nichts wirklich klar stellt. Das ist einfach nur Geschwafel. Und der hoch erhobene Zeigefinger ist auch nur nervig – meine Güte, wie kann man so plakativ politisches Theater machen, das ist so aufgesetzt. Da fühlt sich niemand wirklich in die Typen ein, die nicht mehr schlafen, die Drogen nehmen, um wach zu bleiben, das hätte man doch auch spielen können – gut, es ist eine Amateurgruppe, man gibt sich studentisch intellektuell, aber da kann man doch was rausholen, gut, manche waren von Textmenge und –geschwindigkeit auch einfach überfordert, und so funktionierte das Spiel mit den drei Darstellern, die eine Rolle spielen auch nicht wirklich. Leute, Kunst ist nicht intellektuell sondern sinnlich. So wird das nichts. Nette Ansätze und ein gruseliger Plüschhase reichen einfach nicht für einen guten Theaterabend.

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Über Pornografie

Oktober 25, 2009

Ja, ich mach mir über sinnvolle und weniger sinnvolle Sachen Gedanken, ich weiß, und Pornografie ist nach landläufiger Ansicht wenig sinnvoll. Nun ja, ich bin ledig und habe Hormone, also muss ich gewisse angestaute Energien auch schon mal abbauen, und selten, früher war das häufiger, nutze ich dafür auch mal Pornografie.

Irgendwann in dieser Woche gab es einen Bericht über den Niedergang der Pornobranche, über immer weniger Filme, die verkauft würden – inzwischen ist dieser Markt fast vollständig im Internet zu Hause, man kann schon mit wenig Aufwand dort Geld verdienen, wenn man keine Scham hat und diese aber zeigt.

Naja, so spannend fand ich den Bericht jetzt nicht, aber es war eine Spielszene aus einem Amateurporno zu sehen, und die hat mich zum Denken gebracht. Natürlich war sie schlecht gespielt, dass ist ja eigentlich Tradition in der Pornografie, aber gar nicht außergewöhnlich schlecht gespielt, nur normal schlecht – ich hätte innerhalb von fünf Minuten den Dialog besser schreiben können und ihn auch mit den Darstellern so einproben, dass es echt gewirkt hätte – und in der Sendung klang das so, als ob das am Amateurstatus der Darsteller gelegen hätte …

Hm, also erst mal verdienten die Leute da Geld mit dem was sie taten, also sind sie keine Amateure, die das nur zum Spaß machen und weil sie die Kunstform so lieben, das sind Profis. Nun, ich habe keine sehr große Pornoerfahrung, aber ich habe auch keinen noch so professionellen Porno gesehen, in dem große Schauspielkunst geliefert wurde, nur wenige waren besser als die Laiendarsteller (auch nicht Amateure, denn das hat mit Liebhaberei ja so gar nichts zu tun) in diesen schrecklichen Billigserien K11 oder Niedrig & Kuhnt (ja, niedrig kommt ganz gut hin).

Pornografie ist voll von schlechtem Schauspiel, man sieht so viel Sex wie schlechtes Schauspiel – genau deswegen bediene ich mich eher ungern dieses Mittels, ich komm mit der Ästhetik einfach nicht klar.

Und dann habe ich mich gefragt, warum das so ist, warum in Pornografie so schlecht gespielt wird – wenn doch kurz auf das Spiel folgend etwas wirklich gemacht wird, was Schauspieler dann doch vermeiden und faken. Dustin Hoffman hat vor Rainman monatelang mit Autisten zusammen gelebt, um das möglichst echt zu spielen – Pornodarsteller haben dieses Problem nicht, sie vögeln wirklich. Eigentlich eine gute Vorraussetzung, um auch sonst gut zu spielen. Jetzt könnte man natürlich glauben, es  läge daran, dass alle, die Pornos machen, automatisch schlechte Schauspieler sind – da glaube ich aus Prinzip nicht dran, habe ich doch schon große Mengen schlechter Schauspieler gesehen, die richtig eingesetzt, gute Leistungen erbracht haben, und außerdem schlummern in viel mehr Leuten schauspielerische Talente, als man das landläufig so meint.

Man könnte auch meinen, na ja, das liegt halt daran, dass sich in Pornos niemand Mühe gibt – sorry, aber auch das ist Blödsinn, es gibt doch diese alten Hochglanzpornos, vor allem aus den USA, die viel technisches Know-How und edelstes Ambiente zeigten … und sauschlechtes Schauspiel – meistens besser als in Gerichtsshows und bei K11 aber immer noch ziemlich barbarisch. Mühe gab man sich da schon, aber es half nichts.

Ich denke, es gibt zwei Gründe, auf der einen Seite den Inhalt, und auf der anderen Seite die Notwendigkeit, sich bei der Schauspielerei zu öffnen. Inhaltlich ist das ganz einfach, es gibt einfach keinen relevanten Inhalt bei einem Porno, der ist ja dafür gemacht, möglichst wenig Inhalt zu haben, dafür aber viele primäre und sekundäre Geschlechtsmerkmale und alles mögliche, was man mit denen machen kann. Natürlich beißt es sich auch, so lange Pornografie von den meisten Menschen als widerlich und unsinnig verstanden wird, eine bloße Befriedigung für die Massen, ähnlich verwerflich wie illegale Drogen oder ein Besuch im Puff. So lange können Pornos mit Inhalt nicht weit kommen, weil naturgemäß der (Schleim-)Hautanteil zu gering ist.

Alle Versuche, Inhalt in die Pornos zu bringen, war aber auch in so weit zum Scheitern verurteilt, wie man dann ja in Richtung Spielfilm geht, aber der Spielfilm ist der Roman unter den Filmen, das ist gleich so viel Inhalt, dass einfach keine Zeit mehr fürs Poppen bleibt – natürlich gibt es ein paar Kunstfilme die eigentlich Pornos sind, das heißt, maximale Hautquote zeigen, aber die firmieren eben wieder nicht als Pornos – ich hab ja Antichrist nicht gesehen, aber nach allem, was man davon hörte … ich schweife ab.

Würde man Pornofilme und –filmchen – denn im Internet sind keine neunzig Minuten gefragt – als eine Kunstform sehen, dann müsste man ihr Ziel sehen und verfolgen. Das Ziel von Pornografie dürfte dann allerdings auch nicht die schnelle Triebbefriedigung sein, sondern die Erregung von Erregung. Davon, dass man irgendwelche gynäkologisch interessanten Großaufnahmen sieht, wird doch niemand ernsthaft leidenschaftlich – alles, was diese Aufnahmen können, kann man auch durch Viagra erreichen oder eine liebevolle Hand. Aber was wäre, wenn da Leute wirklich – gut gespielt – über einander her fielen, sich die Seele aus dem Leib vögelten – wäre das nicht auch für ein breiteres Publikum interessanter – oder würde man davor schockiert zurückweichen, weil man so viel Sex nicht verträgt, weil so viel Leidenschaft nur Eifersucht erregt, und nicht Erregung?

Auf jeden Fall scheint mir mehr Inhalt, als der einer Kurzgeschichte, in einem Pornofilm nicht transportierbar – aber so viel Inhalt wäre sicher machbar, kleine Filme die in Echtzeit spielen, und in denen Leute Sex haben, das könnte durchaus interessant sein, wenn die Darsteller nicht den langweiligsten Sex ihres Lebens spielen – wobei der vermutlich schon wieder enorm viel Humorpotential haben dürfte.

Aber es gibt da ja noch ein anderes Problem. Die Schauspielerei selbst. Die nämlich erfordert, dass man nicht in Wirklichkeit sondern übertragen die Hosen runterlässt – und das muss in einer Situation, in der man nichts an hat und im Scheinwerferlicht an andere Menschen geschlechtlich angedockt ist, schwieriger sein, als wenn man normalerweise auf einer Bühne oder vor einer Kamera steht. Seine echte Leidenschaft vor dem Publikum ausbreiten und nicht das, was die Pornowelt üblicherweise dafür hält? Das ist nicht einfach. Ohne diese ganzen lasziven Manierismen, die Frauen üblicherweise zu dummen und willigen Gummipuppen stilisiert, oder die bräsigen Machosprüche, die aus Männern Hornochsen machen – ja, das Horn ist Fakt, der Ochse aber auch. Aber ohne dieses Programm einen Porno machen? Erst Hupen drücken, dann Frau dockt oral an, in manchen Fällen sind wir ja sogar so emanzipiert, dass der Mann dann den Wühler macht, und dann wird in drei Positionen gevögelt, die Frau simuliert einen kleinen Höhepunkt – üblicherweise nicht zu wild – und am Ende zieht der Mann raus, um zu zeigen, dass er wirklich was verspritzen kann – Herzlichen Glückwunsch! -, aber das können fast alle Männer … I am not impressed!

(Ich bin mir nicht sicher, ob das Programm sich inzwischen nicht etwas geändert hat, die letzten ausgeliehenen DVDs sind schon ein bisschen her – aber es waren schon DVDs.)

Also Porno ohne die Manierismen, ohne ein zu erfüllendes Programm, ohne Stellungen, die so gewählt werden, dass man möglichst viel sieht, und deswegen, weil alles andere weg ist, muss dann auch das Spiel gut sein, echt sein – dann könnte Pornografie sogar eine echt nette Sache sein.

Übrigens, wo ich gerade darüber nachdenke, komme ich irgendwie darauf, dass die Pornografie die letzte dramatische Kunst ist, in der noch solche Manierismen vorherrschen, wir sind da noch genauso in der Steinzeit wie die Comedia dell’Arte oder die chinesische Oper – sogar das Musical hat ein paar herrliche Abweichungen von seinen Manierismen geschafft.

Würde eine solche neue Pornografie etwas ändern – ich glaube ja, ich glaube, dass eine Pornografie, die nicht in billigen Klischees festsitzt und mit Kreativität vögelt, die ganze Branche normalisieren würde. Auf der einen Seite ist ja eine große Demokratisierung durch die Pornografie gegangen, und die sogenannte „Amateur“-Richtung hat die ganze Branche völlig durcheinandergewürfelt, das Internet hat die Wege völlig verändert – und dennoch keineswegs den Umsatz geschmälert, nur in andere Kassen gespült. Aber letztlich bleibt es eine verschrieene Sache, von der man sich fernhält, wenn man einen gewissen Bildungshorizont hat – oder von der man sich zumindest offiziell fernhält. Ich glaube, dass trotz dieser Schwemme von Pornografie, „gute“ – also gut gespielte und mit ein wenig Inhalt versehene – Pornografie sogar immer noch Sprengkraft hätte.

Konsequenzen? Nein, keine, natürlich nicht, ist nicht meine Richtung. Und ich werde nicht so von meiner Hose regiert, dass ich einen Traum davon hätte, ausgerechnet Pornoregisseur zu werden …

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Idee – Wellenwreiter

Oktober 15, 2009

Nachdem ich mir gestern die sehr lange Präsentation von Google Wave angeschaut habe und zwischendurch wirklich erstaunt war, wirklich fasziniert – denn hier gibt es erstaunliche Möglichkeiten zur Zusammenarbeit -, kam mir gleich eine Idee, wie man das neue Werkzeug, wenn man es denn hat, nutzen kann:

Ich jetzt so persönlich schreibe hier und da Theaterstücke und wenn es mich überkommt auch mal andere Sachen – letztere eher nicht so häufig. Ich meine auch, einigermaßen kreativ mit Sprache umgehen zu können, manchmal ganz humorig zu sein, wenn ich auch weiß, dass es zum Schriftsteller nie so richtig reichen wird.

Mit Google Wave wird man auf eine Weise zusammenarbeiten können, die es bisher noch nicht gibt – man schreibt gemeinsam in einem Dokument, kommentiert hier, zeigt den anderen mal eben ein Youtube-Video da – so meine ich das, können wir eine ähnliche Stimmung erreichen? – und es entsteht ein gemeinsames Produkt, dass, wenn alle, die da zusammen arbeiten, schön aufeinander eingegroovt sind, besser wird, als alles, was man allein hätte schaffen können. Man schreibt quasi, wie man auf einer Bühne zusammen improvisiert, man macht sprachliche Jamsessions – für mich klingt das ziemlich spannend.

Die leicht seltsame Überschrift könnte da für eine Marke stehen – Die Wellenwreiter – ein Verbund von Autoren und Hobby-Autoren, die gerne gemeinsam arbeiten wollen – man könnte da eine Datenbank aufmachen, jeder schreibt möglichst selbstbewusst und selbstkritisch rein, was er besonders gut kann oder wo seine Schwächen liegen, und dann fängt man zu einer festgelegten Zeit an, damit man eine gemeinsame Basis hat, und dann arbeiten alle an dem Projekt weiter – dabei kann ja ruhig jemand die Federführung übernehmen, damit die Sprache am Ende wie aus einem Guss ist, eine künstlerische Leitung ist sicherlich nicht von Nachteil. Ich glaub, besonders im Bereich von Drehbüchern und anderer dramatischer Schreibkunst wäre das Prinzip sehr vielversprechend, aber auch in anderen Bereichen, die Kreativität wird hier sicherlich nicht viele Grenzen finden.

Damit alle noch mal schauen können, verlinke ich auch noch mal das Video:

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Quick – Opernstreit in Köln

April 22, 2009

Ha, es gibt im hochheiligen Köln einen kleinen Skandal um die Oper, genauer um die baldige Premiere von Samson et Dalila. Zwei Solisten und ungefähr zwanzig SängerInnen des Opernchores haben sich krank gemeldet. Ganz doll krank gemeldet mit Attest und so. Regisseur Tilman Knabe, auf dessen Engagement die Kölner Operdirektion laut Homepage sehr stolz ist, verlegt den Streit des Volkes Israel mit den Philistern in den heutigen Gazastreifen, kombiniert das, wie man so hört, miit Erschießungen und Massenvergewaltigungen. Nein, die werden natürlich nicht vom Opernchor gespielt, sondern von Schauspielern, die hier natürlich nur Statisten sind. Wir sind schließlich in der Oper, wer nicht singt, ist da nur Statist. Das Problem besteht also nicht in der Ausführung solcher Szenen, nein, der Opernchor muss es sich aus nächster Nähe ansehen … also aus der Nähe, aus der man sehen kann, dass natürlich alles nur Fake ist, die Illusion ist aus solcher Nähe immer sehr brüchig.
Man könnte vermuten, dass die Adresse des Arztes, der so flächenmäßige psychische Überanstrengungen beim Ensemble festgestellt hat, ein heißer Tipp war – woher sonst kommen die vielen Atteste. Aber das ist nur eine böse Vermutung am Rande.
Ich muss zugeben, ich zweifel ein bisschen an der Professionalität der krankgeschriebenen Sänger. Sicher, es mag den einen oder anderen geben, der wirklich zart besaitet ist, okay, aber zwanzig? Da wird einem Regisseur, der vielleicht allen neu ist, dessen Ideen vielleicht ein bisschen extremer sind, alles an Vorurteilen entgegen geworfen, und auch gleich möglichst viel Sand ins Getriebe geschüttet – und das, anstatt sich mit den Ideen konstruktruktiv und engagiert auseinanderzusetzen. Da werden eigene Befindlichkeiten über das Stück gesetzt – und das ist natürlich gegen jede Theaterregel.
Man kann auch dem Regisseur etwas vorwerfen, nämlich mit Sicherheit eine gestörte Kommunikation mit dem Ensemble – aber das ist ja wahrscheinlich auch nicht so einfach, wenn man als Gastregisseur an ein Haus kommt. Er hätte nicht vorraussetzen dürfen, dass das Ensemble begeistert seine Ideen aufgreift, sondern mit Schwierigkeiten rechnen sollen.
Ich möchte mit diesem kleinen Artikel übrigens nicht sagen, dass ich die Ideen von Herrn Kanbe gut finde, ich bin eher selten durch Aktualisierungen zu begeistern, und ich finde Massenvergewaltigungen und Erschießungen nur dann auf einer Bühne sinnvoll, wenn sie dem Stück dienen. Aber dennoch ist eine Blockadehaltung, wie das in Köln passiert, Bühnenmenschen unwürdig.
Ich suche jetzt noch jemanden, der mit mir in die Oper will, das Spektakel will ich mir ungern entgehen lassen.

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Ein Typ aus den Slums will also Millionär werden … schön …

April 15, 2009

Meine Fresse, acht Oscars? Geht es auch eine kleine Ecke kleiner?

Man merkt vielleicht, ich habe inzwischen Slumdog Millionaire geschaut … hey, versteht mich nicht falsch, ist ja kein schlechter Film, aber acht Oscars? Nein, eher mal keinen, also von mir aus, nee, keinen. Vielleicht liegt mir der ganz Film nicht, vielleicht war mir am Anfang alles zu laut und zu bunt, und die Geschichte kratzte einfach zu sehr den wirklich interessanten Punkten vorbei.

Dabei ist die Idee natürlich mehr als hübsch, die Verknüpfung einer trivialen Rateshow mit einem untrivialen Schicksal. Aber einige Sachen funktionieren einfach handwerklich nicht so richtig. Da gibt es Szenen, die voller Effekte, aber nicht effektiv sind, wie der kleine Jamal, der aus der Scheiße kam – kein echter Lacher, ein bisschen eklig, und sehr unglaubwürdig. Da wird die Frage gestellt, und es gibt gar keine so klare Verbindung zu der folgenden Szene aus dem Leben, es gibt keinen Moment, wegen dem Jamal sich etwas einprägen sollte. Aber das schlimmste, dieser Film packt einen nie irgendwo anders, als im Hirn – netter intellektueller Spaß, auch ein paar Rätsel um hinterher zu überlegen, was dieses oder jenes Detail wohl sollte, aber mitfühlen, sich mitreißen lassen, mitleiden? Nee, echt nicht.

Das liegt wohl einerseits an den schwachen Schauspielern im Zeitbereich „Erwachsen“ – die Kinder sind nicht nur niedlich sondern auch recht gut – vor allem der erwachsene Jamal ist einfach nicht gut. Immer nur blass und unbeteiligt daneben sitzen, ist irgendwie ein bisschen wenig. Aber auch seine Lathika ist eigentlich nur langweilig, und durchaus sehr hübsch, aber eben niemand, der einen umhaut.

Andererseits sind die schnellen Schnitte, die ungeduldige Erzählweise auch daran schuld, dass der Film zumindest für mich nicht funktioniert. Es muss auch mal einen Moment geben, in dem sich ein Gefühl in den Zuschauer einbrennen kann. Das schafft weder die Liebe der beiden, noch das Leid, noch irgendwas anderes. Da bleibt alles zu kalt.

Nein, ein schlechter Film ist es auch nicht, besser als das Kinogeld für die Ludolfs auszugeben, aber acht Oscars? Verstehe den Hype nicht …

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Gegen Hosenrollen

März 29, 2009

Nach einem WoW-Thema wieder mal ein klassisches Theaterthema, und zwar eines, dass im Bereich des Jugend- und Kindertheaters im besonderen, aber auch im ganz normalen Amateurtheater ein Problem ist: Hosenrollen! Der Begriff stammt aus der Opernwelt, in der es in einem gewissen Rahmen normal ist, dass man die Rollen sehr junger Männer – Pagen und so, keine wirklichen Männer – mit Frauen besetzt.

Im Theater ist das irgendwann dazu ausgeartet, so dass man einfach alles mit Frauen und Mädchen besetzt, was sich nicht wehren kann. Manchmal, speziell an professionellen Bühnen, wird das aus guten künstlerischen Gründen gemacht. Ist dann ja auch in Ordnung, auch wenn ich solche Gründe eher selten verstehe, schon gar nicht selber habe. Im Amateurtheater gibt es dann häufig Momente, in denen man einfach Rollen die Männlichkeit nehmen muss, weil man einfach mehr weibliche Darsteller hat, als männliche. Das kann ich auch verstehen.  Was ich nicht verstehen kann, ist eine Rolle, die eindeutig als männlich bezeichnet wird, und dann von einer Frau gespielt wird. Das bringt nämlich immer ein Problem ins Theater, was man sich nicht erlauben kann, oder zumindest sollte. Es stört die Illusion. Spricht eine Darstellerin von sich selbst in einer männlichen Form, kommt sofort eine Künstlichkeit in die Szene, die einfach störend ist.

Macht man das in der anderen Richtung, dann nennt man das klassischerweise Travestie, und das ist ein immerwährender Komikbringer – okay, macht man heute nicht mehr so häufig, aber Charleys Tante war ja mal lustig …

Wenn nun aber Frauen Männer spielen, geht das oft nicht anders, ist den Ensembles geschuldet, in denen es ja immer mehr Frauen als Männer gibt – ich spreche hier von Amateurgruppen, von Kindern und Jugendlichen, immer noch mal angemerkt. Aber es hat immer den gleichen Effekt: es wirkt einfach künstlich und falsch – und was dann oft noch hinzu kommt, es wirkt billig. Wenn dann noch männlich wirkende Kostüme, gemalte Schnurrbärte und tiefer gedrückte Stimme dazu kommen, ist natürlich alles aus, da hilft kein gutes Schauspiel mehr, das ist dann einfach peinlich.

Am ehesten funktioniert es, wenn Rollen wirklich verweiblicht werden, in Jugendstücken ist das auch meistens kein Problem. Aber auch sonst, macht man hier mal aus einem Schaffner eine Schaffnerin, stört das nicht weiter, weil da ja dann der Beruf die Rolle ist. Mit Nebenrollen geht das also. Bei wichtigen Rollen spielt das Geschlecht oft eine Rolle, und wenn offenkundig Frauen – hey, ich bin männlich, ich bemerke weibliche Formen quasi in Sekundenbruchteilen – Männer spielen, fehlt dann entweder eine Komponente, oder es gibt eine zu viel, auf jeden Fall werden die Ideen, die hinter dem Stück stehen, schlicht nicht geachtet.

Natürlich erscheint da das Problem, dass Stücke ja fast immer sehr männerbeladen sind, dass man kaum mal was findet, wo nicht eine deutliche Mehrheit männlich sein muss. Nun, meine Lösung für dieses Problem ist üblicherweise, dass ich Stücke für meine Gruppen selbst schreibe. Zwischendurch habe ich aber auch mal Hamlet gemacht, und alle Rollen exakt im Geschlecht getauscht habe. Ob das wirklich eine gute Idee war, keine Ahnung, so richtig hat es damals nicht funktioniert, aber trotzdem finde ich die Herangehensweise besser, als unbeholfene Umsetzungen von mehr oder weniger klassischen Theaterstoffen, in denen wichtige eigentlich männliche Rollen weiblich besetzt werden.

Und dabei bin ich keineswegs antiemanzipatorisch drauf oder ähnliches, aber ich bin dem Theater verpflichtet, der Illusion und dem Publikum. Letztlich ist es doch auch ein diskriminierender Akt, Frauen nur dann wichtige Rollen zu geben, wenn sie Männer spielen. Dann soll doch lieber die Schreibkunst angestrengt werden und neue Stücke geschrieben. Hosenrollen sind eine Pest und sie lassen Stücke immer billig aussehen.

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Ein kleiner Tod

März 16, 2009

Nun, hier wäre ein kleines Vorwort nötig. Irgendwie stelle ich es immer wieder an, mir das Vertrauen von Menschen zu „erschleichen“, und die erzählen mir dann die Geschichten, die ich eigentlich nicht unbedingt hören will … für diese Menschen bin ich hoffentlich eine kleine Hilfe, mir gefällt es nämlich, hier und da eine Hilfe zu sein. Aber ich muss die Geschichten auch immer wieder loswerden, und da man so viele Problemstücke fürs Theater nicht schreiben kann … Egal, die folgende Geschichte hat sich mal irgendwann ganz ähnlich zugetragen, ich habe sie nur in Worte gefasst:

 

Ganz leise wollte sie sein, und dunkel musste es sein. Wieder betätigte sie einen Knopf ihres Handys, der ihr eine weitere Minute Vampirgeschichte ermöglichte. Klar schlafe ich, dachte sie, und folgte weiterhin den Gedanken der jungen Heldin ihres Buches. Irgendwo auf dem Flur knarrte etwas. Vielleicht war jemand auf dem Weg zum Klo, oder so. Sie zog die Decke noch ein bisschen höher, damit der Schein nicht verraten würde, dass sie noch las – morgen war Schule und Toja hätte schon vor einer Stunde aufhören müssen.

Toja, sie dachte immer noch an sich mit diesem Spitznamen, den sie sich selbst ganz früh gegeben hatte, als Victoria einfach zu lang war. Dass die anderen in der Klasse Vickie sagten, war eher nervig. Toja war ganz versunken. Fast hätte sie nicht gehört, das plötzlich Schritte näher kamen. Im letzten Moment erst, ließ sie das Buch verschwinden, das Handy auch und stellte sich aber so was von schlafend – sie ließ sogar eine Hand über die Bettkante ragen, einfach damit Mama oder Papa etwas hätten, was sie wieder reinstopfen könnten – wenn man so was machte, passten die Eltern nicht so genau auf, ob man wirklich schläft, hatte sie herausgefunden. Dann hatten sie ja was zu tun.

Sie hörte am Atem, dass ihr Vater hereingekommen war. Er stand neben ihrem Bett. Irgendwie war er sehr leise, sie hörte eigentlich nur seinen Atem. Er kratzte sich. Wie lange würde er noch warten? Irgendwas war falsch. Das Kratzen, das Gehen, es klang anders.

 Er stand neben dem Bett seiner Tochter, nur ein Handtuch über der Schulter, ihn fröstelte. Wie schön sie war, so leise und sanft im Schlaf. Ihre Hand war irgendwie aus dem Bett gefallen, eine kleine weiße Hand. Bilder schossen ihm durch den Kopf, während er langsam das Händchen nahm. Vorsichtig, um sie nicht zu wecken, hob er sie an, und langsam schob er seinen Unterkörper näher. Mit ihrer Hand strich er über seine halbe Erektion, einmal, zweimal.

 Sie hatte Angst, alles war falsch, so unglaublich falsch. Aber was würde er tun, wenn sie jetzt einfach ihre Hand zurückziehen würde? Aufkeimende Panik schoss ihr in den Magen. Und dann hörte sie eine Stimme in ihrem Kopf sagen: Noch glaubt er, dass du schläfst. Was macht er, wenn du aufwachst? Als würde sie sich im Schlaf drehen wollen, schob Toja ihre linke Schulter vor, ihre Hand entzog sich seiner. Sie hörte ihren Vater zischend einatmen. Sie drehte sich weiter, machte ein Geräusch, murmelte etwas. Er ging weg, einfach raus und ins Badezimmer. Eine Träne lief ihr übers Gesicht, dann folgten weitere, bis sie sich krümmte. Tief durchatmen, noch mal, tief durchatmen. Langsam wischte sie sich die Tränen weg und merkte, wie es in ihr kämpfte. Vielleicht müsste sie sich sehr bald übergeben, ganz sicher aber würde sie bald ins Bett machen, wenn sie nicht bald das Klo besuchen würde.

Im Bad duschte ihr Vater. Schnell und auf nackten Füßen rannte sie zum Gästeklo. Sie würgte trocken. Dann stand sie auch schon vor dem Klo und war einen Moment unschlüssig. Das Würgen kam nicht noch mal und sie drehte sich um, setzte sich, ließ laufen … aber es änderte nichts an dem Knoten in ihrem Bauch. Sie roch an ihrer linken Hand. Und würgte wieder. Sie musste sich die Hände wachen, sich ihre linke Hand waschen.

 War Toja wach? Als er aus der Dusche kam, hörte er Wasser im Gästeklo rauschen. Und als er sich abgetrocknet hatte, rauschte es immer noch. Er zog sich etwas an und ging langsam zum Rauschen. Toja hatte die Tür aufstehen lassen, er schaute auf seine Tochter herunter. Sie wusch sich die Hände.

 „Meine Hand riecht so seltsam … was sollte das …?!“ Toja funkelte ihn an, Tränen liefen über ihr Gesicht. „Schätzchen…“ hörte sie, spürte eine Hand, die ihr über das Haar strich. Sie riss sich los, lief in ihr Zimmer, kauerte sich in eine Ecke. Sie sprach nicht, sah durch ihn durch, wimmerte manchmal leise, aber egal, was ihr Vater sagte und tat, er bekam keine Reaktion. Und als er sie ins Bett trug und zudeckte, wirkte sie wie ein atmendes Stück Holz in seinen Armen. Sie hatte ihre Augen offen, aber sie sah nicht.

 Erst, als er schon seit einiger Zeit schlief, krabbelte Toja noch mal aus dem Bett. Sie suchte sich einen pinken Block, einen Filzschreiber und schrieb einige Minuten ganz konzentriert, bis die oberste Seite voll war. Dann ging sie wieder ins Bett, mit trockenen Augen.

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Das Wrack will es noch mal wissen …

März 10, 2009

Ja, gilt die Überschrift jetzt Mickey Rourke oder seiner Figur Randy the Ram? Bei beiden stimmt es ja irgendwie – aber darüber ist schon viel gesprochen und geschrieben worden, also versuche ich mich lieber daran, was über den Film selbst zu schreiben.

Ach, bevor ich es vergesse, ich muss hier eine Spoilerwarnung aussprechen, ich verrate ein bisschen was über den Film …

Wrestling ist eine der ursprünglichsten Unterhaltungsformen, ein archaisches Überbleibsel vielleicht, auf jeden Fall aber eine faszinierende Parallelwelt. In dieser Welt hat Randy the Ram eine ganz große Zeit gehabt, gehörte einst zu den größten aller Stars – doch zwanzig Jahre später ist er nur noch ein verbrauchter Typ, der sich nur mit kräftiger Dopingunterstützung in den Ring schleppen kann. Er liebt eine auch nicht mehr ganz junge Frau, die in einem Stripclub ihr Geld verdient und langsam aber sicher auch nicht mehr in ihrem Business bleiben kann.

Als Legende darf Randy immer noch Matches gewinnen, aber die Hallen, in denen er das tut, sind klein, und er muss alles mögliche an Matches annehmen, schließlich muss er seine Miete und seine Drogen bezahlen. Nach einem unglaublich heftigen Hardcore-Match kollabiert Randy, sein Herz ist nicht mehr gewillt, dieses Anstrengungen mitzumachen. Nun überdenkt er langsam aber sicher sein Leben, auch durch Pam gestützt, die nicht mehr weiß, ob sie in ihm einen Freund oder einen Kunden sehen soll. Randy versucht, den Kontakt zu seiner Tochter zu erneuern, nimmt einen festen Job in einem Supermarkt an, in dem er Delikatessen verkauft.

Eigentlich könnte nun alles gut werden … aber die klassische Dramaturgie hat da natürlich was gegen …

Ja, was Mickey Rourke da zeigt, ist wirklich beeindruckend. Man sieht seinem Randy die Liebe zum Business an, man muss sich in diesen netten Kerl verlieben, der allerdings nur im Ring ein Gewinner sein kann. Er versprüht einen wunderbaren, manchmal auch etwas tollpatschig daherkommenden Charme, ein grober Klotz, der eigentlich nur seinen Job machen will, der einfach süchtig nach dem Publikum ist. Man glaubt diesem Rourke die ganze Zeit zu hundert Prozent den alternden Wrestler, und sicherlich hat es ihm geholfen, dass er zu einem gewissen Teil sein eigenes Leben spielt. Aber das ist schon ein starker Auftritt, mit dem er den Rest des Ensembles auch etwas an die Wand spielt.

Natürlich ist der Verlauf ein bisschen vorhersehbar, Randy ist nun mal leider außerhalb des Rings ein Looser und muss scheitern – wenn man das Ende denn als Scheitern sehen will. Ansonsten gibt es für mich nur eines an diesem Film auszusetzen: es gibt viel Handkameragezappel, das geht mir immer etwas auf den Keks, habe den stilistischen Sinn davon auch noch nicht verstanden.

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Maia im Fieber – Premiere

März 1, 2009

Also: „Maia im Fieber“ ist ein Theaterstück, dass ich geschrieben habe und das am Freitag Premiere hatte. Sechs junge Damen und ein junger Herr haben ihr Bestes gegeben, das umzusetzen, was sich mein „krankes Hirn“ (Zitat vom Chef) so ausgedacht hat. Tja, und was soll ich sagen, bisher waren alle voll des Lobes … versteh ich gar nicht …

Ich hab wohl so literarisch gearbeitet, wie noch nie, also sehr viele Hinterbedeutungen eingebaut, viele Anspielungen, sogar Insider, die bisher nicht funktioniert haben, weil die Freunde, die diese Insider kennen, bisher noch keinen Grund gesehen haben, auch mal ins Theater zu kommen.

Dazu haben einige der jungen Herrschaften auch noch richtig gut gespielt, das Bühnenbild ist genauso effektvoll, wie ich mir das vorgestellt hab – „sehr effektiv“ meinte der Chef … wenn jetzt noch mehr als zwanzig Zuschauer pro Vorstellung kämen, könnte man direkt zufrieden sein.

Gestern wurde es dann noch schöner, weil eine zweite Vorstellung seltsamerweise mal besser war, als die Premiere, auch wenn hier und da ein bisschen gehetzt wurde – man, das Stück ist doch eh recht kurz. Und gestern war auch noch eine Schreiberin der Lokalzeitung da – juhuuuu, wir werden nicht ignoriert – was aber dem Stück nicht mehr helfen wird, weil wir ja nur noch heute Nachmittag spielen. Immerhin sind wir angefragt worden, ob wir das Stück auch vor Schülern spielen würden … wenn das technisch möglich ist, werden wir uns da dran machen, ist doch klar …

Schade ist wie immer nur, dass man ein Stück schreibt, ein halbes Jahr daran herumprobt, und nach einem Wochenende wieder alles vorbei ist … andererseits habe ich vor wenigen Wochen noch ganz anders gesprochen, da klang es eher nach: Gut, wenn das endlich vorbei ist. Aber so ist das mit Darstellern im Alter zwischen 14 und 16 Jahren, die nehmen das immer erst in der letzten Woche ernst … schade eigentlich, man hätte noch eine Menge mehr rausholen können.

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Quick – Unsouverän

Februar 17, 2009

Eine Kollegin bei Media-Mania.de ist von einer Autorin auf deren Homepage angegriffen worden – ich schreib jetzt hier nicht hin, wer diese Autorin ist, die Frau hat offenkundig keine Publicity verdient. Nun hat also diese Autorin quasi die Rezension rezensiert … und dazu fiel mir folgendes ein:
Hm, irgendwie klingt das seltsam, wenn ein Autor seine Rezension rezensiert. Wovon handelt sowas? eigentlich immer von verletzter Eitelkeit, von Besserwisserei … und ist auf jeden Fall sowas von unsouverän, dass es dringend ungewollter Komik verdächtig wird. Wenn ein Künstler sich der Kritik nicht stellt, sondern seinerseits die Kritik kritisiert, dann ist er noch nicht reif, ein Künstler genannt zu werden …