Getaggte Beiträge ‘World of Warcraft’

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Kriegshymnenschlacht – Auf der Suche nach der besten Strategie

August 3, 2008

Ich weiß nicht, wieviele Blogs mit: Ich habe jetzt mit WoW angefangen, endgültig zu Ende sind, meiner sollte es nicht sein, deswegen habe ich endlich mal wieder was geschrieben, natürlich zu WoW, aber ich habe was geschrieben!!

Die Kriegshymnenschlacht bei WoW ist ein klassisches „Capture the Flag“, also versucht man die Flagge des Gegners zu rauben, die eigene zu behalten und die feindliche zur eigenen zu bringen. Klingt leicht, ist es aber nicht immer. Prinzipiell muss es möglich sein, dieses Schlachtfeld auch mit einer unterlegenen Mannschaft zu gewinnen, wenn man taktisch klug vorgeht.

Das häufigste Vorgehen, vor allem in den unteren Leveln, ist immer wieder witzig anzuschauen: Das Spiel beginnt, alle laufen aus der Behausung heraus, draußen rennen sie weiter oder setzen sich in höheren Levelstufen auf ihre Reittierchen, um irgendwo in der Mitte auf die abgesandten der Horde zu treffen und sich zum größeren Teil in Reibereien hinzuschlachten, während hoffentlich ein Teil auch bis zur Flagge durchkommt, was nicht besonders viel bringt, da die Gegenseite auch durchkommt und dann eine Pattsituation entsteht. Speziell die Prügeleien im Mittelfeld wirken immer ziemlich sinnlos und vor allem ziellos – es sei denn, das Hauptziel ist es, im Schadensoutput ganz oben zu sein, oder ähnliches. Das Hauptziel sollte allerdings das Gewinnen sein.

Analog zum Fußball halte ich es für angebracht, eine 2-1-4-3 Aufstellung am Anfang der Schlacht festzulegen. Da die einzelnen Gruppen jeweils fünf Mitglieder haben, ist das ein bisschen unpraktisch, aber hoffentlich und vielleicht gewinnbringend.

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Hier handelt es sich um die beiden „Deffer“, die Grundsicherung, die die Flagge verteidigen. Es bieten sich Schamanen, Magier und Jäger an, die ihre Feinde verlangsamen, auch mit CC arbeiten können, aber hier sind fast alle Klassen einsetzbar – auch fearende Hexer dürften spektakuläre Rundläufe verursachen können. Schutzgeskillte Paladine, Krieger und Druiden können die Angreifer sehr lange unter Druck setzen, Nachtelfenmannschaften können die Gegner in Sicherheit wiegen und aus dem nichts angreifen, genauso wie natürlich Schurken und Druiden. Jäger haben nebenbei den Vorteil, sehr früh von einem Angriff zu erfahren, da sie in ihrer Minimap Humanoide und auch Unsichtbare, recht früh sehen können.

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Der Libero, der Mann vor der Abwehr, am liebsten natürlich ein Schurke, der die Tunnel durchstreift und hereinkommende Gegner aufhalten kann. Wohlgemerkt aufhalten, nicht bekämpfen. Es reicht, wenn er hier und da stunnt und sich dann wieder zurückzieht, und wenn es ernst wird, sollte er die Deffer unterstützen. Neben Schurken sind hier auch alle anderen Nahkämpfer eine Alternative, zumindest, wenn sie ihre Gegner aufhalten können.

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Das Mittelfeld, die Freiluftkämpfer. Diese Vier sollten sich grundsätzlich beisammen halten, denn gemeinsam ist man bekanntlich stark. Hier dürfen gerne alle hin, die sonst nicht gebraucht werden, eine Nahkämpfer-Heiler-Kombi ist gut, mit einer Verstärkung durch zwei Fernkampfklassen gibt es hier mächtigen Schadensoutput mit Heilung. Hier ist es auch wichtig, dass alle vier Mitspieler in einer Gruppe sind, damit der Heiler immer im Auge behalten kann, wer gerade auf dem Korn der lieben Hordis ist. Wenn hier der Libero mit in der Gruppe ist, was ja auch die einzig naheliegende Aufteilung ist, kann man auch an dessen Gesundheitsanzeige sehen, ob man ganz flexibel mal zuhause zu viert vorbeischaut und ein paar durchgeschlüpfte Hordler verhaut.

Die vier Mittelfeldler sind immer auf Achse, agieren auch eher defensiv. Das heißt, kämpft man gegen eine Überzahl, so muss das immer ein Rückzugsgefecht sein, man lässt eine größere Gruppe auch gerne mal an sich vorbei, um sie dann von hinten anzugreifen. Kommen die Gegner in kleinen Gruppen oder gar alleine, so sollten sie im nächsten Augenblick tot sein, auch das sollte klar sein. In den Mount-Leveln sollte das Mittelfeld eigentlich immer beritten sein, wenn es gerade nicht kämpft, Flexibilität ist hier angesagt. Speziell, wenn die eigene Fahne unterwegs ist, eilt die Gruppe dorthin, wo der gemeine Dieb erscheinen wird, um ihn dingfest zu machen, haben die eigenen Flaggenholer Erfolg und die rote Flagge ist unterwegs, dann muss es auch hier eine eindeutige Bewegung geben, alle scharen sich um den Flaggenträger und begleiten ihn nach Hause. In diesem Fall ist es auch möglich, dass die Gruppe sich aufspalten muss, denn einzelne Gegner müssen davon abgehalten werden, an den Flaggenträger heranzukommen, man verwickelt sie in Einzelkämpfe und wenn man stirbt, dann freut man sich, für einen guten Zweck gestorben zu sein.

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Der Angriff, die Flaggenholerbrigade. Hier geht es um die scheinbar wichtigste Aufgabe, die Eroberung der Flagge. Letztlich sind aber alle Aufgaben gleich wichtig, auch wenn sie wahrscheinlich verschieden viel Ehre bekommen. Vorhergeschickt: Je mehr Gnome, desto besser, die schlüpfen am einfachsten durch die Reihen, außerdem können sie sich mit ihrer Volksfertigkeit aus blöden Verlangsamungen befreien, sind also prädestinierte Flaggenträger. Andere gute Flaggenträger sind Druiden aufgrund ihrer Geschwindigkeit als Wölfe, und eingeschränkt auch Jäger, die ebenfalls schneller laufen können, aber bei jedem Treffer dann auch erst mal betäubt werden.

Ansonsten ist hier die Aufteilung schwierig. Natürlich können reine Schurkengruppen gut an die Flagge heran, können die gegnerischen Deffer lustig zuschauen lassen, wie sie die Fahne wegtragen, und werden vielleicht die stärkste Möglichkeit sein, aber es ist bei weitem nicht die einzige.

Die ansonsten cleverste Zusammenstellung, die mit bisher eingefallen ist, ist eine Gruppe aus zwei Nahkämpfern und einem Fernkämpfer mit Flächenschaden. Ein Nahkämpfer geht vor, knockt so viele Gegner aus, wie geht, gleichzeitig sorgt der Fernkämpfer mit dem Flächenzauber für allgemeine Unlust auf der Gegenseite. Die Petklassen schicken hier natürlich auch ihre Pets vor, die gegnerische Zauberwirker ein bisschen Nerven dürfen. Erst, wenn schon allgemeines Chaos ausgebrochen ist, wird der zweite Nahkämpfer durchlaufen und die Flagge holen. Der zweite Nahkämpfer bemüht sich, sofort als Leibwache mitzulaufen, der Fernkämpfer folgt mit Abstand, beschäftigt die Deffer noch ein bisschen oder gibt ihnen den Rest. Muss er sich opfern, ist das ein gutes Opfer, denn wenn die Flagge auf der anderen Seite ankommt, ist er meistens schon wieder unter den lebenden und kann mithelfen, die Flagge in eigene Zuhause zu bringen.

 

Das ist meine Grundtaktik. Dazu kommt ein wichtiges Element, und das ist Kommunikation, Makros mit verschiedenen Schlachtfeldwarnungen wären gut, ansonsten sollte jemand mit Übersicht immer ansagen, wo sich das Mittelfeld hinbewegen soll, was sonst gerade passiert. Gut wäre, wenn in beiden Gruppe immer jemand mitverfolgt, wie es den anderen geht, und wenn zum Beispiel die Flaggenholer ausgelöscht wurden, muss sich alles nach hinten sortieren, auf die Wiederbelebung warten und kann dann in einem ziemlichen Rush das Schlachtfeld durchqueren, kommt es zu einem größeren Kampf trennen sich die Holer vom Mittelfeld und kommen so schnell ins Sägewerk.

Wird die Flagge erobert, so muss man sich neu organisieren. Und wenn die Gegner das Gefühl haben, man verschanze sich für eine Minute vollkommen in der eigenen Festung, so wird sie das wahrscheinlich nur auf dumme Ideen bringen. Holer und Mittelfeld brechen dann, wenn alle wiederbelebt sind, wie oben angedeutet, geschlossen zum nächsten Run auf.

Gibt es eine Pattsituation, werden die Rollen ein bisschen verändert. Mittelfeld und Deffer greifen geschlossen den gegnerischen Flaggenträger an, Libero und Holer bewachen den eigenen.

Ein wichtiger Gedanke sollte immer sein, dass man nicht sterben sollte, und wenn doch, dann muss das einen guten Grund haben, sinnloses Herumsterben im Mittelfeld kostet einen Silber pro Stufe in die Gildenbank …

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Weh oh Weh! Ein Selbstversuch – Teil II

Mai 26, 2008

Nun ist die Probezeit fast abgelaufen, und ja, WoW gehört nun zu meinem normalen Tagesablauf … ein echter Zeitfresser …

Folgendes ist passiert: Zuerst mal habe ich mich wieder an den im ersten Artikel erwähnten Zwergenkrieger gemacht, und mit diesem das Zen-Spielen entdeckt, das WoW wohl auch sein muss. Man muss ja nicht immer nur Questen verfolgen, man kann ja auch einfach so durch Gebiete streifen, in denen man schon mal war. Dort metzelt man alles, was gerade kommt, sammelt Kupfermünzen und -erz an, verhüttet letzteres zu Kupferbarren und schmiedet daraus Rüstungsteile und Waffen. Man darf dabei nicht hetzen, man geht systematisch vor, macht einen Gegner nach dem anderen kalt, weil viele Hunde nun mal des Kriegers Tod sind. Nebenbei hilft es auch, sich zwischendurch auf diversen Internetseiten zum Thema die Orte rauszusuchen, an denen man die eine oder andere Quest lösen kann. Aber eigentlich ist das ja schon Cheating und eigentlich verabscheue ich das …

Nun habe ich den Krieger irgendwann auf Stufe 15 oder 16 gebracht, und habe ihn dann liegen gelassen. Nicht, weil ich ihn total doof gefunden hätte, aber in dem Realm, also quasi auf dem Server, auf dem ich gespielt habe, war immer recht wenig los und ich wollte doch mal was mit anderen zusammen machen. Also bin ich in einen Realm gewechselt, in dem auch Freunde von mir spielen … und ich habe mir … ja, Asche auf mein Haupt … das Spiel bestellt, habe also bald dreißig Tage mit einem normalen Account vor mir, mit dem ich dann weiterschummeln kann … Schummeln? .. ja klar, ich habe doch Freunde, Menschen, die mit den maximalen 70 Stufen durch die Gegend laufen, die in einer Gilde sind … für die sind die paar Silbermünzen, die ich mein Eigen nenne, eher ein Nichts, und es macht ihnen auch nichts aus, wenn sie mir mal kurz eine Waffe schicken oder ein paar Goldstücke … bisher ging das aufgrund des Gastaccounts noch nicht.

Und in die Gilde wollen sie mich auch einladen … ja, das ist nicht uninteressant, weil ich eben auch mal mit Leuten zusammen spielen will, nicht immer nur allein Monster plätten. Inzwischen kann ich auch die eine oder andere Beschwerde über das Spiel zurücknehmen. Inzwischen kann ich Point-and-Click, weil ich das gefunden habe, und die eine oder andere Lauferei kann man sich mit dem Ruhestein ersparen, den man aber nur einmal pro Stunde nutzen kann. Und wenn die Grafik sicherlich auch nicht mehr die allerneueste und beste ist, wenn man mit dem Greifenexpress den Anflug auf die Zwergenfeste macht, ist das schon richtig edel.

Inzwischen bin ich also in einem anderen Realm und spiele dort einen Jäger der Dunkelelfen, was vor allem deswegen Spaß macht, weil man einfacher fortkommt und sich nebenbei auch Tiere zähmen kann, die dann so ein bisschen das Kämpfen übernehmen können, die vor allem bei größeren Gegnermengen gut einzusetzen sind.

Khellandrath - so heißt der Jäger - ist nun auf Stufe 15, hat ordentlich Geld und brauchbare Waffen und wartet trotzdem auf die Post von Remeas, die ihm vermutlich ein paar Sorgen abnehmen wird - aber erst, wenn der Account ein normaler wird …

Fortsetzung folgt …

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Weh oh Weh! Ein Selbstversuch - Erster Teil

Mai 16, 2008

Ja, ist ein Fehler, war mir klar, ja, ich habe die Probierversion von World of Warcraft installiert, und eigentlich habe ich dafür keine Zeit. Okay, heute ist der dritte Tag und ich möchte mal meine bisherigen Eindrücke berichten.

Nachdem ich einige Stunden gebraucht habe, um alle Patches aufzusaugen und das Spiel starten kann, ist das erst mal recht nett, hübsche Filmchen, alles sehr stimmungsvoll und dann gilt es, sich seinen Charakter zu basteln, das ist ja einfach, vielleicht ein bisschen zu einfach? Nun gut. Ein Zwergenkämpfer soll es werden, er trägt einen langen hellen Bart, eine lustige Frisur, das gefällt mir. Bald bin ich in einem winterlichen Wald unterwegs und meuchel Wölfe. Aber das klingt einfacher als es ist … hey, ich kenn mich nicht aus, ich will das so spiele, wie ich Rollenspiel gewohnt bin, aber ich kann klicken wie ich will, der Zwerg bewegt sich keinen Zentimeter … kein Point und Klick-Verfahren? … so ein Sch … man muss mit den Pfeiltasten oder „wasd” laufen. Das ist ja wie Rollenspiel vor mehr als zehn Jahren - wenn auch mit schönerer Grafik. Okay, dann kann man Gegner anvisieren, läuft dann hin und der Rest funktioniert mehr oder weniger von alleine, also gut, man kann zwischendurch mal was tasten, damit ein Spezialangriff durchgeführt wird … okay, ist ja nicht schwer zu erlernen, wer will schon selber kämpfen … und so läuft man also durchs Gelände und meuchelt, nö, das ist nicht besonders interessant … dann schon eher das, was man so findet - äh, was machte der Wolf, den ich gerade erschlagen habe mit einem Kettengürtel? Aber gerade das bringt ja diesen netten Diablo-Gedanken ins Spiel. Sachen finden, ausrüsten oder verkaufen, weitersuchen. Hm, aber musste man bei Diablo auch so weit laufen? Boah, diese Rennerei geht einem ja so schnell auf den Keks … und ich bin kein Orientierungswunder, zumindest nicht am Bildschirm, das sieht zwar hübsch aus, aber irgendwie auch alles gleich … verdammt, wo war jetzt wieder dieser seltsame Waldbewohner, dem ich Post bringen sollte? … na ja, und wenn man dann ein bisschen was geschafft hat, dann wird man in eine Höhle geschickt, cool, Höhlen find ich supi, Trolle plätten find ich auch supi … aber was ist das, da ist man einmal durch, will nur noch mit dem erforderlichen Tagebuch zurück und die Trolle sind alle wieder da .. wofür plätte ich die denn? Und warum kann ich nicht weglaufen? Fünf Trolle sind des Zwerges Tod und dann … nein, nicht schon wieder laufen … hey, ich bin jetzt ein Geist, Geister können FLIEGEN!!!

Inzwischen ist der Zwerg auf Stufe 7 und genauso auf Eis wie der Trolljäger auf gleicher Stufe … warum? Weil mir die Rennerei zu viel wird? Weil ich andere Charaktere ausprobieren will? Weil ich nicht die vielen neuen Rüstungsteile und Waffen bekomme, die ich gern hätte … und überhaupt, warum kämpfen Trolle und Zwerge immer nur mit Beilen und Äxten, Menschen aber mit Schwertern? Warum können nur Jäger einen Bogen benutzen und nur Schurken eine Wurfwaffe? Warum stehen da prollige Belagerungsmaschinen rum und man kann sie sich nur von außen ansehen …? Auf jeden Fall weiß ich nun, warum alle WoW-Spieler die vierzigste Stufe erklimmen wollen, um endlich ein Reittier zu bekommen, gut … aber in den meisten Gegenden wird das auch nicht so viel bringen, weil überall Monster lauern, die den Charakter garantiert in Kämpfe verwickeln. Dadurch, dass Monster binnen ein bis zwei Minuten wieder da sind, wo sie vorher waren, machen die Kämpfe auch nicht wirklich Spaß, sie werden lästig …

Aber andererseits … hey, die nächste Stufe lockt schon, und vielleicht finde ich da ja auch etwas schickeres anzuziehen und eine bessere Waffe … und vielleicht will auch mal jemand was mit mir zusammen machen, das wäre doch mal eine nette Abwechslung …

Nein, ich bin zwar noch nicht verjagt, aber bisher hat das Spiel viel dafür getan, um mich zu verjagen … momentan habe ich noch nicht das Gefühl, dass man aus dieser Linearität rauskommen kann, irgendwelche Sachen machen oder nicht machen, um anders als andere Charaktere zu sein … ab welcher Stufe kommt das? …

Fortsetzung folgt …