Zwischenmeldung

Nein, ich hab kein Thema, also nicht wirklich … wollte nur mal wieder was schreiben.

Meine Zeit ist gerade stressig, mein nächster freier Tag der zwanzigste Dezember – ich denke da viel zu häufig dran, ich zähle die Tage, das erzeugt Druck, und davon habe ich eigentlich genug. Irgendwie habe ich ein bisschen meine Ruhe verloren, werde die aber mit Sicherheit auch bis dahin nicht wiederfinden … und langsam aber sicher habe ich nur noch Müdigkeit, die so tut, als wäre sie Ruhe.

Nach gewissen Turbulenzen und viel schleppender Action funktioniert unser Weihnachtsstück so langsam aber sicher wieder. Einer der Kranken war gestern endlich wieder da, der andere ist immerhin aus dem Krankenhaus zurück, und wird dann wohl nächste Woche wieder zu uns stoßen. Die Müdigkeit der Premiere ist abgeschüttelt und inzwischen haben wir auch wieder den richtigen Zulauf – kurz, wir waren gestern wieder vollständig ausverkauft. Dennoch bleibt das Stück eine Tretmühle, immer, wenn man glaubt, das eine Problem in den Griff zu kriegen, kommt an einer anderen Stelle eine weitere Widrigkeit hinzu. Das es immer noch Leute gibt, die eventuelle Zurechtweisungen persönlich nehmen und ein gewisser Teil des Ensembles immer mal wieder bocken muss, nicht, weil es bessere Argumente gäbe, sondern weil das Bocken nun mal persönliche Lieblingsbeschäftigung ist, nun, das ist einfach anstrengend – ich mein, ich bin nun wirklich niemand, der sich nicht von Argumenten überzeugen ließe, aber manchmal weiß ich es nun mal besser und es macht einfach keinen Sinn, dagegen zu maulen – ich weiß ja, wie das Stück aussehen muss, und da ich die Verantwortung habe, gilt mein Wort. Ich bin nicht besonders autoritär, aber im Moment meinen viele, dass sie austesten müssen, was sie machen können. Und vor jeder Vorstellung muss ich Kraft aufbieten, Leute in ihre Schranken weisen – ob mir das Spaß macht? Nein, keineswegs.

Und dann zieht das halbe Ensemble los nach der Vorstellung, und ich werde nicht mehr gefragt, ob ich mitkommen will – das hat man wohl davon …

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Über Hollarius

Ich bin in den Siebzigern geboren, halte mich voll Hybris für einen Künstler und meine auch noch, alle müssten lesen, was ich so meine ...

Veröffentlicht am Dezember 7, 2008 in Theater und mit , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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