Ein Filmtag

Immer wenn es weihnachtet, dann verzichte ich darauf, Schauspielunterricht zu geben und mach es mir bequem. Da wir in unserem kleinen Theater einen Beamer und eine Dolby-fähige Lautsprecheranlage haben, kann man es quasi in ein kleines Kino verwandeln. Und dann schaut man mit allen drei Kursen Filme … insgesamt sogar vier, weil die Großen zu zwei Filmen zu begeistern waren.

Die Braut des Prinzen

Die gar nicht so bekannte Filmversion des Kultbuchs „Die Brautprinzessin“ war Film Nummer 1. Der Film für die kleinen Darsteller zwischen 10 und 13 Jahren. Die gruselten sich ganz nett bei den Ratten von außergewöhnlicher Größe. Haben viel gelacht, fanden die Geschichte ziemlich gut – und ich war wieder begeistert von den vielen kleinen guten Witzen, von dem Spiel mit den Ebenen, von der liebevollen Art, wie der Film mit seinen Helden umgeht. Ich mag den Keks, äähh, Film.

Stand By Me – Geheimnis eines Sommers

Hm, das war eine schnelle Entscheidung, die ich der Gruppe eigentlich aufoktroyiert habe, und siehe da, die coolen Jugendlichen schmelzen bei der Geschichte von vier Zwölfjährigen dahin … immer wieder interessant, was passiert, wenn man gute Filme mitbringt, egal ob die cool sind, oder nicht. Und ich bin natürlich wieder begeistert, zum wievielten Mal auch immer. Weil die Dialoge so cool sind, weil so viele Wahrheiten nebenbei gesagt werden, weil natürlich auch immer das Buch in meinem Hinterkopf die Hintergrundgeschichte erzählt – immer wieder ein angenehmer Filmgenuss.

Das Leben des Brian

Der Klassiker von Monty Python, selig sind die Skifahrer, und so weiter. Es sollte halt was lustiges sein, und da bin ich gar nicht so gut ausgerüstet. Der liebe Brian und seine tragische Geschichte ist immer wieder ein Kreischer an manchen Stellen, aber andererseits merkt man auch, dass der Film nun schon dreißig Jahre alt ist. Da wirken manche Gags sehr antiquiert. „Dogma“ ist sehr viel frecher mit der Geschichte eines gewissen Jesus von Nazareth umgegangen, auch wenn „Das Leben des Brian“ natürlich die Entstehung von Religionen so wunderbar karikiert, dass alle freidenkenden Menschen begeistert sein müssen. Und den Purchen, den man zu Poden werfen soll, den kann man natürlich nur lieben.

Rocky Horror Picture Show

Ja, als die Süchtigen noch ihre Drogen inhalierten, warf ich schnellentschlossen den großen Kultfilm nach, der dem Ensemble gar nicht so bekannt war. Ich kann natürlich den größeren Teil des Films auswendig mitsingen und -sprechen. Und habe mich sehr zurückhalten müssen. Und ich habe die Hälfte der Zeit gedacht: Meine Herren, waren die damals frech, waren die damals frei, als sie diesen Film gemacht haben, und dabei so sexy. Ich würde gern Theater machen, das so frei und frech und sexy ist … und so anarchistisch lustig … und die andere Hälfte habe ich einfach nur genossen, dass es so gute Musik und einen so schrägen Film gibt.

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Über Hollarius

Ich bin in den Siebzigern geboren, halte mich voll Hybris für einen Künstler und meine auch noch, alle müssten lesen, was ich so meine ...

Veröffentlicht am Dezember 17, 2008 in Film, Kultur, Musical, stephen king und mit , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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