Archiv für den Monat August 2009

Quick – Blogwar II

Hier ( http://thtben.wordpress.com/2009/08/25/blogwar/ ) hat der Ben mir den Krieg erklärt, und zwar wegen meines pragmatischen Wahlaufrufs … eine wirkliche Erwiderung muss da natürlich noch kommen …
Also:
Ja, ich impliziere, dass alles andere als SchwarzGelb besser für uns ist. Am besten wäre es, wenn Frau Merkel nicht mehr unsere Kanzlerin wäre, aber selbst die Stillstandregierung, wie wir sie jetzt haben, ist besser als SchwarzGelb.
Natürlich wäre es von Vorteil, wenn plötzlich mal Vordenker da wären, die mit neuen Ideen regieren würden, und du hast Recht, die wird man in den Parteien kaum finden – egal in welchen.
Aber so unpraktisch und durchaus auch korrupt – siehe Ackermanns Geburtstagsparty, aber auch sonst alles mögliche an Lobbyismus – unsere Demokratie ist, sie ist immer noch die beste, die wir haben. Ich bezweifel, dass Anarchismus schöner wär … von Diktatur ganz zu schweigen.
Ich verweise auch noch mal auf das schöne Wörtchen „pragmatisch“ – mir geht es nicht um ein langfristiges Ziel, mir geht es nur darum, dass SchwarzGelb verhindert wird – nicht weil andere es viel besser machen, sondern weil die es viel schlechter machen werden.
Nach dem Crash der Wirtschaft kommt es mir einfach nicht in den Sinn, warum die FDP, die sich für alles eingesetzt hat, was diese Krise verursacht hat, dafür noch mit brauchbaren Umfragen belohnt wird – warum lernt man nicht?
Es gibt eine Menge Gründe, die SPD nicht zu wählen – einer der wichtigsten sind all die Sachen, die sie der CDU ermöglicht haben, Zensursula und die rollende Zeitbombe nur als zwei Beispiele. Aber dennoch würde ich eher zur Wahl der SPD raten, als dazu, nicht zur Wahl zu gehen – denn das hilft nur SchwarzGelb, die traditioneller Weise immer ihre Wahlschafe an die Urne getrieben kriegen.
Aber wenn du Westerwelle als Außenminister willst, wenn du auf Merkel abfährst, bitte …

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Gimme more Basterds

Meine Herren, wird einem da eine Geschichte in die Fresse gehauen – ohne große Tarantino-Erfahrung hab ich mir die Inglourious Basterds angeschaut, und war eigentlich von Anfang an hin und weg. Sehr viel Coolness, sehr comichafte Gewalt, die oft dementsprechend ins Komische abdriftet, und ein paar schauspielerische Glanzleistungen. „Das ist ein Bingo!!“

Herrlich, die Zitate des Italo-Westerns, schräg die musikalische Verarbeitung, radikal: der Umgang mit Hitler und Konsorten. Darf man Hitler als Mensch zeigen? Ja, denn er war ja kein Elefant oder Kaninchen. Darf man Hitler als kindische Knallcharge zeigen? Ja, bitte, ja, in die Fresse aller heutigen und doch so gestrigen Verehrer!

Tarantino bringt nicht nur Til Schweiger sondern sogar auch Diane Kruger das Schauspielen bei, und Christoph Waltz ist plötzlich nicht mehr der nette Österreicher, der mit Fernsehserien sein Geld verdient, sondern ein verdienter Oscaranwärter – very nice. Melanie Laurent ist annähernd genauso großartig – und damit die nächste Anwärterin, großartig.

Man braucht Humor, einen so unhistorischen Film genießen zu können – und nach dem Besuch meinten einige, dass halb Amerika glauben wird, das Hitler so zu Tode gekommen ist … aber wenigstens wissen sie jetzt, dass er tot ist. Aber der Film fängt nicht umsonst mit „Es war einmal…“ an, natürlich ist das ein Märchen, und auch noch ganz in Grimm’scher Tradition, mit viel Blut und Horror!

Noch mal schauen? Ja, heute Abend!! Wann kriegt man sonst Gewaltorgien mit so viel Spannung gepaart? Wann Schauspielkunst mit Maschinengewehrgeknatter? Und wo war so eine wunderbare Apokalypse das letzte Mal zu sehen? Gimme more Basterds …

Pragmatischer Wahlaufruf

Eigentlich bin ich gegen Pragmatismus, aber irgendwie ist ja die K.. schon so ein bisschen am Dampfen, wenn es so weitergeht, werden wir bald von Schwarz-Gelb regiert, also einem Konglomerat aus CDU, CSU und FDP. Das kann nicht in unserem Interesse sein. Freie Fahrt für Zensursula und Wolfgang „Ich mag das Grundgesetz einfach nicht“ Schäuble, in Sachen Atomstrom Volldampf voraus – und eine strahlende Zukunft mit Abfällen, die auf viele Generationen hin ein Risiko darstellen -, und ganz einfach die Leute an der Regierung, die den gutsituierten Geldvernichtern aus Banken und Börsen rückratlos zur Seite stehen – das kann doch keiner ernsthaft wollen, also zumindest von den Leuten, die noch denken können. Ich weiß nicht, ob eine solche Zukunft noch zu verhindern ist, aber mit dem Wissen, dass Rot, Rot und Grün jetzt auch nicht total vertrauenswürdig sind, oder gar Heilsbringer, muss man doch klar zum kleineren Übel raten, und das ist eben alles andere als Schwarz-Gelb.

Also habe ich mal versucht, diese langen Gedanken in eine kurze Form zu bringen, wie der Titel schon sagt, in einen pragmatischen Wahlaufruf:

 

Wählt gegen SchwarzGelb!

Denn SchwarzGelb heißt Atom ohne Ausstieg!

Denn SchwarzGelb heißt freie Fahrt für freie Börsen!

Denn SchwarzGelb heißt Grundgesetz darf ausgehebelt werden!

Wer nicht wählt, wählt SchwarzGelb, also wählt!

Wer Piraten wählt, wählt SchwarzGelb – die Zeit ist noch nicht da!

 Wählt das kleinere Übel, wählt gegen SchwarzGelb!

  (Sollte dieses kleine Textchen jemandem gefallen, darf er gerne Copy & Paste machen – und es im einem Kommentar verlinken, das wäre nett. Hat jemand eine Idee, es noch kürzer zu machen, find ich das auch gut … einfach mal melden …)

Quick – Twitter – Quicker

Jo, ich twitter jetzt, also unter Hollarius, wer mal schauen will, mit mir reden will … aber ich hab noch nicht so ganz verstanden, worum es da wirklich geht …

Aufgeschnappt und weitergeplärrt IV:

„Es ist die Aufgabe des Autors, das Stück interessant zu machen. Es ist die Aufgabe des Schauspielers, die Darstellung wahrhaftig zu machen.“
Aus „Richtig und Falsch“ von David Mamet