Ich will nach Pandora!!

Zum ersten Mal 3-D, und ich muss schon sagen, ich bin beeindruckt. Spannende Effekte, vor dem Bild schwebende Untertitel, entgegenkommende Bilder … schon nett … aber letztlich nur eine Unterstützung. Aber alle schönen Effekte können natürlich einem Film keine Qualität geben. Was also ist mit Avatar?

Ein Soldat wird zu Eingeborenen geschickt, soll sie auskundschaften und wird stattdessen von einer schönen Häuptlingstochter in deren Kultur eingeweiht … und verfällt dieser Kultur. Ja, die Geschichte ist nicht so sehr originell, da hat sich jemand mal nen Wolf getanzt, dem ging es nicht besonders viel anders. Also ein blöder Film? Nein, keineswegs. Weil Avatar funktioniert – zumindest, wenn man Indianer mag. Denn die Kultur, in die Jake Sully da besucht, ist harmonisch, wild und weltverbunden – wer kann das heute mögen, wo doch viele schwarz-gelb gewählt haben, also in der gegensätzlichen Richtung unterwegs sind. Hat man dennoch ein bisschen Sensibilität, dann wird man von Pandora genauso aufgesogen, wie das mit Sully passiert. Und James Cameron zeigt sich wirklich als ein großartiger Erzähler der bekannten Geschichte – er lässt sie eben nicht in den großartigen und oft unglaublichen Bildern ertrinken, sondern achtet auf die vielen kleinen Details – alles kommt, wie es logischerweise kommen muss, aber wird dennoch nie auch nur annähernd langweilig. Da ist ein Meister seines Fachs am Werk.

Und wie war das mit den Bildern, der Musik? Die Bilder sind Wahnsinn, eine überbordende Fantasie, ein Trip durch den Hippiehimmel, in den ein paar verdammte Republikaner mit den größten Caterpillars der Galaxis einbrechen – vor denen ist man ja auch nie so wirklich sicher. Die Musik ist stimmig, esoterisch angehaucht und klingt immer richtig, alles verschwimmt zu diesem ziehenden Gefühl, diesem Wunsch, in dieser Welt weitere Geschichten zu erleben, durch die nächtlich luminiszierenden Wälder zu laufen – ein Gefühl, was gute Phantastik manchmal schafft, nicht oft – herzlichen Glückwunsch, Mr. Cameron.

Übrigens: Leute, geht ins Kino! Der kann im Fernsehen gar nicht funktionieren, und mit 3-D ist wahrscheinlich auch netter, als ohne …

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Über Hollarius

Ich bin in den Siebzigern geboren, halte mich voll Hybris für einen Künstler und meine auch noch, alle müssten lesen, was ich so meine ...

Veröffentlicht am Dezember 20, 2009 in Film, Kultur und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Neben dem bereits erwähnten Wolf, gab es da auch mal ein Indianergirlie namens Pocahontas…

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