Na, wo ist das Schnitzel? Also der Cache?

Ja, die Überschrift ist ein bisschen dämlich, aber irgendwie sagen ja alle, dass Geocachen die moderne Version der Schnitzeljagd ist, naja, dann kommt halt sowas zustande … eigentlich wollte ich das schon viel früher geschrieben haben, denn mein erstes Cachen war vor inzwischen schon zwei Wochen. Nun kann ich vielleicht, und hoffentlich, mit dem richtigen Abstand ein paar Worte darüber verlieren.

Bevor ich mit Freunden loszog, musste ich mich erst mal von jüngeren Freunden verspotten lassen – schließlich sei Cachen ja was für Spießer, für Menschen, zu denen ich eigentlich ja anerkanntermaßen nicht gehöre. Ich ertrug es mit Fassung, war ja selbst auch noch nicht mal so sehr interessiert, mir ging es eher darum, mit Leuten was zu tun, mit denen ich ja eigentlich befreundet bin, die ich aber trotzdem nur allzu selten sehe – die sind allerdings begeisterte Proficacher, und so hatte ich zumindest gute Lehrer.

Also ging es zuerst zu einer großen Cacherveranstaltung, wo sich sohl über hundert Schatzsucher einfanden, nicht nur, um einen Eventcache zu loggen – ja, Fremdsprache, gebe ich zu -, sondern auch, um gleich noch Müll zu sammeln – Cache in, log out. So viel gute Taten wären mir natürlich zu viel gewesen, wir schrieben den Cache, und fuhren gleich weiter, um uns an einem sehr schönen Multicache zu versuchen, den wir dann allerdings nicht geschafft haben. Zehn Stationen waren zu bewältigen, die fünfte fanden wir leider nicht – aber bis dahin hatte ich schon ein bisschen Cacherluft schnuppern können. Es ging per Koordinaten von Ort zu Ort, man löste kleine Rätsel, aufwendig gemacht und wirklich spaßig. Bei großartigem Wetter, einem wunderbaren Waldgebiet im nun mal eh wunderschönen Oberbergischen, da war das Wandern sehr angenehm, und selbst das Scheitern war nicht wirklich schlimm – allerdings hätten wir den ersten Fund des entsprechenden Caches verbuchen können, wenn wir nur die Augen aufbekommen hätten.

Wir haben danach noch ein paar Caches gefunden, manche mit viel Spaß, manche waren eher unspannend – die direkt am Heimatdorf fast enttäuschend. Aber prinzipiell hat der Tag richtig Spaß gemacht. Ich habe inzwischen einen weiteren Cache zwischendurch mal gemacht, einen weiteren habe ich auch versucht, wurde aber davon ausgebremst, dass die Koordinaten völlig im Off, also weit weg lagen, wie ich hinterher in den Logs gesehen habe. (Lieber Leser, liebe Leserin, wenn Ihr das Gefühl habt, ich spreche Fachchinesisch, dann wird das wohl so sein, habe auch irgendwie keine Lust, alles zu erklären)

Mag sein, dass das Cachen etwas spießig wirken mag – aber darum geht es nicht, es ist einfach eine spaßig Sache, man kann sogar kreativ werden, wenn man Caches legt – was ich mir prinzipiell schon mal vorgenommen habe. Ich werde sicherlich noch die eine oder andere Koordinate suchen.


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Über Hollarius

Ich bin in den Siebzigern geboren, halte mich voll Hybris für einen Künstler und meine auch noch, alle müssten lesen, was ich so meine ...

Veröffentlicht am Oktober 24, 2010 in Allgemein und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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