Ich will einfach nicht die Klappe halten!

TL,DR: Ich fühle mich bedroht, ich brauche Hilfe!

Ich lebe in einer seltsamen und oft extremen Situation. Ich bin Theaterpädagoge, und habe in den letzten gut vier Monaten erlebt, wie mir das Leben auf Eis gelegt wurde. Eine Anzeige, ein Ermittlungsverfahren, ein Vorwurf, der einem das Leben zerstört. Missbrauch einer Anvertrauten. Und man ist nun mal auch Direktkandidat bei der Landtagswahl ist, stolzer Pirat – und umso leichteres Opfer für irgendwen, der es lustig fand, eine Woche vor der Landtagswahl die Informationen an die Zeitung weiterzugeben. Also Zeitung, allgemeine Verbreitung, und das, wozu das führt: Panikattacken, Nervenzusammenbrüche, Tränen, egal ob der Moment passt oder nicht.

Man versucht, geistig gesund zu bleiben, auch wenn die Wartezeit immer mehr an den Nerven zehrt. Ja, ich bin unerschütterlicher Optimist, ich bin überzeugt, dass die Sache irgendwann zu Ende ist, und ich nicht vorbestraft bin, dass nichts zurückbleibt, außer einem in Grund und Boden getretenen Ruf. Wäre ich kein Optimist, dann wäre ich tot. Und das schreibe ich nicht nur so hin, oft genug darüber nachdenken, das macht man in einer solchen Situation.

Ein Grund für eine einigermaßen noch vorhandene geistige Gesundheit, neben der Kunst, in der ich verarbeite, neben den Freunden,  unter denen ich ein bisschen sortieren konnte – es stellt sich halt doch heraus, was Freundschaft ist, und was nicht -, ist die Partei. Bei den Piraten gab es ein sehr einhelliges Meinungsbild, nämlich, dass die Unschuldsvermutung gilt. Das bedeutete für mich, dass ich mich nicht nur von vielen Piraten gut aufgefangen fühlte, sondern auch, dass ich mich einigermaßen kraftvoll in die Parteiarbeit geworfen habe, soweit die psychische Kraft reichte – leider funktioniere ich halt im Moment nicht so gut, wie ich das gerne würde.

Zwar habe ich vermieden, nach außen in Erscheinung zu treten, und meinen koordinierenden Verpflichtungen in zwei AKs gehe ich auch sicher nicht in dem Sinne nach, dass die Koordinatoren ja gerne auch als Zitatgeber in Pressemitteilungen erscheinen. So lange ich von dem Verfahren nicht befreit bin, bin ich in der dritten Reihe, und das ist sogar eher angenehm. Die erste Reihe brauche ich nicht, ich bin auch so üblicherweise mit mir zufrieden.

Das änderte aber nichts daran, dass ich mich auch außerhalb meiner AKs in Diskussionen geworfen habe, und dass ich natürlich auch mal Leuten auf die Füße getreten bin. Mit sachlichen Diskussionen, manchmal auch mit unsachlichen Diskussionen komme ich klar, aber inzwischen geht mir alles ein bisschen zu weit. Vor ein paar Wochen habe ich darüber gebloggt, dass mein Antrag im Bundes-Liquid-Feedback zum Waffenrecht deutlich angenommen wurde. Für ein paar Tage war das auch in Ordnung, dann, ja dann wurde die Waffenlobby aktiv. Man verbreitete in den einschlägigen Foren aber nicht nur den Link zu dem Eintrag, sondern auch zu dem, in dem ich zwei Tage vor der Landtagswahl über meine Situation berichtet hatte. Wenn an einem normalen Tag über fünfzig Klicks auf meinem Blog sind, an dem Tag, als es richtig los ging waren es 627. Davon kein kleiner Teil auf dem alten Eintrag.

Unter dem neuen wurde kommentiert, was ich auch in Ordnung fand. Ich löschte von Anfang an auch die Kommentare, die ich einfach als beleidigend oder trollend empfand, diskutierte mit ein paar Leuten erst mal, allerdings nur so lange, bis ich das Gefühl hatte, jetzt kommt nur eine Beleidigung nach der anderen, da hörte ich auf. Es kostete mich zu viel Nerven und Zeit. Irgendwann, als dann das, ich habe nicht gezählt, gefühlt zehnte Mal eine Anspielung auf mein Verfahren kam, und darauf, dass es sicher richtig sei, dass ich keine Waffe tragen dürfte, aber andere Leute ja anders gestrickt sind, da veröffentlichte ich noch einen Kommentar, kommentierte den selbst, und verbreitete diesen Kommentar dann per Twitter. Ich sagte, ich bin fertig, ich habe keine Lust mehr, ich werde den Antrag nicht auf dem BPT vorstellen, ich kann diesen Druck nicht ab.

Das änderte natürlich nicht viel. Ich war unter Beobachtung, wurde als Memme beschimpft, das übliche halt. Als ich über das Thema „Schuld und Strafe“ podcastete, meiner Meinung nach einem sauwichtigen Thema, und wir überein kamen, dass unser heutiges Strafrecht keine philosophische Deckung hat, und nur eine institutionalisierte Rache ist, bekam ich einen Kommentar runter, dass man sich schon vorstellen könne, warum gerade ich so denken würde.

Ich habe kein dickes Fell, aber ich rege mich üblicherweise nicht lange auf und ich weiß ja, dass diese Giftspritzer nicht wichtig genug sind, um michwirklich treffen zu können. Ich laste das übrigens bei weitem nicht der AG Waffenrecht als solcher an, da gibt es durchaus auch andere Töne, die mich erreichen, welche, die alle persönlichen Angriffe verurteilen. Ich geh auch nicht davon aus, dass die meisten Deppen, die da kommentieren, Piraten sind, besser, ich will es nicht glauben.

Ich schreib das ja auch nicht, um mich zu beklagen, ich wollte nur ausholen. Vorgestern telefonierte ich mit dem Organisator eines kleinen Vortrags, den ich nächste Woche in Düren halten soll, ein Vortrag über Bildungspolitik, über das, was wir mit dem AK Bildungspolitik in NRW vorhaben – und das ist ja eine Menge. Und er erzählte mir, dass um ein paar Ecken irgendwer angekündigt hat, zu dem Vortrag zu kommen und mich wegen meines Verfahrens zu befragen. Ich habe nun keine Ahnung, wer das geäußert hat, ich habe keine Ahnung, ob das eine leere Drohung ist, aber ich kann problemlos vorhersagen, dass ich keinen guten Vortrag halten kann, wenn irgendwelche Idioten in dieser Hinsicht herumtrollen. Seit dem Telefonat habe ich Angst vor diesem Vortrag, und natürlich eigentlich keine Lust, nach Düren zu fahren.

In meinem Kopf verknüpft sich natürlich die Verfolgung durch die Waffenlobby (wie gesagt, das muss nicht gleich AG Waffenrecht sein, ich hoffe, dass ist auch kein „gleich“) mit den Drohungen im Zusammenhang mit dem Vortrag. Das kann auch ganz anders sein, das kann auch gar nichts miteinander zu tun haben, aber ich weiß es halt nicht besser.

Ich wünsche mir, dass alle, die in Düren dabei sind, zusammenhalten und mich vor persönlichen Angriffen schützen, ich habe keine Ahnung, ob das so sein wird. Ich schreibe das, um mich überhaupt in den Zug nach Düren setzen zu können. Ich bin eh schon so kurz davor, um einen Ersatz zu bitten, aber ich hoffe einfach, dass es hilft, wenn ich mit dem Thema offensiv umgehe. Ich hoffe einfach, dass mir ein paar Leute beispringen. Ich habe einfach keine Lust, mich weg zu ducken, und Arschlöchern, die meine Situation politisch nutzen wollen, das Feld zu überlassen. Wir wollten das nicht machen, das mit dem Mobben, das mit den Sachen unter der Gürtellinie, aber es wird auch in unsere Partei reingetragen. Ich rechne damit, als Weichei, Memme oder sonst was beschimpft zu werden, ich rechne damit, dass nicht viel einfacher wird, aber ich habe auf keinen Fall Bock, darunter einfach einzuknicken. Deswegen muss ich es thematisieren.

Advertisements

Über Hollarius

Ich bin in den Siebzigern geboren, halte mich voll Hybris für einen Künstler und meine auch noch, alle müssten lesen, was ich so meine ...

Veröffentlicht am September 14, 2012 in Piraten und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 12 Kommentare.

  1. Hallo Hollarius,

    es ist ja schonmal ein Anfang, dass du inzwischen offenbar zwischen AG Waffenrecht und „Waffenlobby“ (ich nenne sie mal einfach so wie du, obwohl das natürlich irgendwelche Privatleute sind) unterscheidest.

    Ich hatte dir auch bereits auf Twitter geschrieben, dass natürlich – übrigens genau wie bei Tauss damals – die Unschuldsvermutung gilt. Das sehen soweit ich das überblicken kann auch alle aktiven Mitglieder der AG Waffenrecht so. Ich kann ein laufendes Verfahren nicht beurteilen und ehrlich gesagt interessiert mich das auch nicht sonderlich. Das soll das Verfahren klären.

    Was ich aber durchaus kritisieren möchte: Du versetzt dich sehr stark in eine Opferrolle. Das macht dich angreifbar gegenüber solchen „Drohungen“, dass da jemand vorbeikommen will und dich befragen will. Von uns (AG WaffR) kommt das übrigens NICHT!
    Also jedenfalls denke ich mir oft, wenn ich deinen letzten Beitrag da zur LQFB Ini oder auch den hier lese *mimimimi* – und das meine ich jetzt wirklich nicht anklagend, oder verletztend, sondern konstruktiv und aufmunternd.

    Du hast mit der LQFB Ini den Groll von Leuten auf dich gezogen, die in der Vergangenheit mehrfach ungerecht behandelt wurden, bzw. sich so fühlten. Ich finde nicht gut, wie da teilweise reagiert wird, aber nachvolltziehbar ist es. Schließlich ist das was in der LQFB Ini forderst in den Augen derer, die sich mit den Waffengesetzen auskennen und was jetzt neuerdings auch das BKA bestätigt, im Grunde nur grüne Symbolpolitik. Populismus.
    Zumindest sehen wir das so – über das Thema möchte ich aber auch nicht weiter mit dir Diskussion, unsere Positionen sind unterschiedlich, belassen wir es dabei. Aber zurück zum Thema.

    Sich jetzt hinzustellen und *mimimi* zu machen, kommt jedenfalls sehr komisch rüber. Ich weiß nicht, ob du eine derart heftige Reaktion erwartet hast, aber du hättest sie eigentlich erwarten müssen – oder du hättest uns vielleicht vorher einfach mal fragen können, anstatt in Eigeninitiative eine Initiative eine LQFB Antrag zu stellen, der durch den Shitstorm befeuert eben ein Ergebnis gebracht hat, wie es nun mal so festgetackert ist.

    Ich will damit sagen: Das hast du dir selbst eingebrockt. Wenn du nicht das Rückgrat hast, sowas durchzuziehen, dann lass es nächstes Mal, oder such dir entsprechende Unterstützung bei den AGs. Es wäre ja durchaus legitim eine „AG Waffen verbieten“ zu gründen. Das wäre zumindest der piratige Weg.

    Ich kenne deine Situation ja. Ich weiß nicht, ob du es verfolgt hast, aber ich war ja auch schon Ziel eines Shitstorms und die Kommentare, die ich so bekommen habe – das glaube mir – die wahren durchaus noch ein wenig heftiger. Schön, was man da so von Waffenverbotspazifisten so an die Birne geschmissen bekommt.

    Letztendlich: Auch wenn ich kurz davor war der Partei den Rücken zu kehren – es mich im nachhinein noch bestärkt mehr für piratige Ziele einzustehen und (mehr oder minder 😉 ) sachliche Kritik an den Dingen zu üben die ich für No-Go halte. Mimimi führt zu nichts. Denn: Wer Wind sät, wird Sturm ernten. Da brauchst du ein dickes Fell.

    Und ich würde dir empfehlen vielleicht nochmal bei mir im Blog ein paar aktuelle Artikel zu lesen. Es könnte dir zumindest zu mehr Einsicht verhelfen.

    Gruß,
    Marc

    • „selbst schuld“, „dickes Fell“ … das sind sher etablierte Ideen, wie man damit fertig werden soll, oder? … nein, ich habe keine Angriffe unter der Gürtellinie erwartet, sondern Anerkennung einer demokratischen Entscheidung … Aber das mit der Demokratie macht man halt nur, so lange es einem gefällt, richtig?

  2. 1. Was hat dein Verfahren mit Bildungspolitik zu tun? (OffTopic)

    2. Warum und vor allem vor wem gedenkst du dich zu rechtfertigen? (Lass es einfach, es gibt Leute die wollen dich einfach immer falsch verstehen!)

    3. Wenn du magst, komme ich mit nach Düren, dann kommt mein Kochlöffel vielleicht endlich mal zum Einsatz. 😉

    LG & halt die Ohren steif, Dülla.

  3. @ Marc:
    Die Idee, dass das Mobbingopfer ein dickeres Fell braucht, wird zwar gern geäußert, sie ist aber erst mal ein Weg, die Täter zu schützen. Stattfindet nämlich eine Bagatellisierung und negative Bewertung der Gegenwehr des Opfers. Hinaus läuft das auf eine Mitschuld wegen besonderer Empfindlichkeit.

    Hollarius, Du kriegst wohl jetzt bitte keine Schuldgefühle, dass Du Dir was hast anmerken lassen!

    Ergebnis der „Dickeres Fell“ ebenso wie der „Kopf-hoch-These“ ist nicht selten ein Runterschlucken und der Verzicht auf weitere Gegenwehr, weil das Opfer ja vielleicht „falsch empfindet“ oder die Dinge um sich herum „falsch deutet“… während es sich immer schlechter fühlen wird.

    Gleichzeitig werden die Shitstormer bestärkt, auf diese Art weiterzumachen.

    Also so bitte nicht!

    Hollarius hat keinen einfachen Weg beschritten – er trägt aber dazu bei, andere zu sensibilisieren, indem er die Vorkommnisse und was sie auslösen, öffentlich macht. Das macht Mut und verdient Respekt! Ich freu mich darauf, dass ich Hollarius zu seinem Vortrag begleiten werde. Da werden auch noch einige andere mitfahren, habe ich gehört.

    Gruß
    Lisa

  4. Hollarius war nicht der einzige, den der üblich gewordene Umgangston nervt. Marina hat gerade die Woche der politischen Arbeit ausgerufen – meinethalben können sich ganz viele ganz lange an der Fortsetzung des Experiments beteiligen. http://www.marinaslied.de/?p=751

  5. Holger, wenn ich die Zeit hätte (wenn… hätte….Blöder Satz, aber du kennst mich, glaub es also) würde ich nach Düren fahren um dir zu zeigen, dass du nicht allein bist! Ich denke an dich und bin sicher, dass du trotz der Belastung für uns gute Arbeit machen wirst! Das zählt und der Mut, hinzufahren!

  6. Lieber Hollarius,

    du erlebst einen Shitstorm u.a. deswegen, weil du als Pirat, die Grundideen der Piraten (sich sachkundig machen, bevor man auf Mainstream-Ideologie aufspringt) nicht beachtet hattest. Du warst sicherlich auch ermuntert worden von einigen Twitter-Meldungen eines BuVo-Mitglieds, der sich ebenfalls dem Mainstream anschloss, ohne nachzufragen sowie durch den Shitstorm auf die AG in der NRW-ML. Du bist da also nicht allein, aber du bist aufgrund deiner Historie und deines Blogs am angreifbarsten. Und wie immer, greift der „Gegner“ das vermeindlich schwächste Glied an.

    Ich habe selbst Piraten-Shitstorm und den deinigen abbekommen. Mir wurde unterstellt, Gelder zur Verfügung zu stellen, obwohl kein einziger Cent geflossen war. Auf mich wurde ein Spiegel-Reporter gesetzt, der nichts finden konnte, da nichts zum Finden da ist und war ausser mein Ehrenamt, die Erfahrungen aus drei Jahren Research zum Thema Waffenrecht vs. Gewaltdelikte zu teilen. Trotzdem hat mich ein Zeit-Blogger verleumdnet, zudem hat ein Piraten-Aussteiger aus Hannover, ein Piraten-Blogger-Pfarrer aus NRW und ein mittlerweile dauerhaft gesperrter Holophober auf mich eingeschlagen und einer davon tut es ab und zu immer noch. Und Marc wurde nahegelegt, Selbstmord zu machen und er hat einen Pareiaustritt in Erwägung gezogen.

    So what!
    Du bist hier nicht das einzige Opfer! Also kannst du genauso durchhalten wie wir auch.
    Und wenn du das nicht kannst, solltest du nicht mehr bloggen und auch keine Reden halten.

    Solltest du wirklich Interesse an Bildung und der Verhinderung von Amokläufen haben, lege ich dir das kleine Buch von H. Scheithauer und R. Bondü von 2012 ans Herz (Amoklauf und Shool Shooting). Wenn du es durchgelesen hast, magst du mal die Studien und Bücher anschauen, die ich neben diesem Buch bzgl. der AG Waffenrecht ausgewertet habe. DieseThesen sind sicherlich harter Tobak für Waffengegner, da die deutschen Medien diese in keinster Weise so darstellen würden. Aber alle Thesen haben wissenschaftliche Hintergründe, und zwar von Menschen, die – nicht unbedingt durch die Medien – aufgrund ihrer Arbeit von Kollegen hoch geachtet werden. Eine Beschreibung der Quellen findest du auf der letzten Seite. http://legalwaffenbesitzer.wordpress.com/2012/09/01/konnen-waffenverbote-und-waffenkontrollen-gewalt-verhindern/

    Ich würde mich freuen, wenn du diesen Kommentar freistellst.

    • Ist das die einzige Reaktion? „Wir sind auch Opfer?“

      Katja, mir ist klar, dass es manchmal auf Mailinglisten zu scharfen Worten kommt, und man schießt auch manchmal am Ziel vorbei, aber da gibt es Unterschiede! Ich wüsste übrigens nicht, wo ich an einem Shitstorm mitgewirkt habe, allenfalls habe ich bemängelt, dass es keine Transparenz gab, was die Rolle der Waffenlobby prolegal in der AG Waffenrecht angeht. Jede Verquickung mit persönlichem geht einfach nicht – und das gilt natürlich genauso für die bescheuerten Trollangriffe auf Marc – die habe ich mitbekommen und mich davon distanziert, was deine Person angeht, habe ich das nicht mitbekommen. Und es ist eben nicht in Ordnung und ich sehe eben nicht ein, wieso ich keine Politik machen darf, wenn ich es nicht aushalte, von Arschlöchern gemobbt zu werden. Denn das sagst du doch, du sagst doch: verpiss dich, wenn du das nicht aushältst.
      Und danke, den Vorwurf, ich wäre kein richtiger Pirat, weil ich es nicht gut finde, wenn zwei Millionen Menschen in Deutschland bewaffnet sind, den brauche ich auch nicht. Was eine piratige Position ist, entscheidet nicht die AG Waffenrecht, auch nicht prolegal und Katja Triebel, das entscheidet die Basis. Demokratie ftw.
      Demokratie halte ich aus, wenn ich meine Partei von etwas nicht überzeugen kann, dann halte ich das aus – oder suche mir im allergrößten Notfall einen Stift um meinen Austritt zu erklären. Aber antidemokratische Angriffe, Verleumdungen und Beleidigungen, die halte ich nicht aus, die will ich auch nicht aushalten, und ich will auch nicht, dass irgendwer anders die aushalten muss.

      • Holger, was du einfach nicht kapieren willst ist, dass auf Gefühlsbasis keine Politik zu machen ist. Wer Politik wegen seiner eigenen privaten Emotionen macht, der ist keinen deut besser als CDU, SPD, GRÜNE und LINKE. Deswegen haben wir Piraten damals gesagt, dass wir das nicht so machen wollen und statt dessen lieber auf Fakten setzen. So auch bei Zensursula, Videoüberwachung, Körperscannern, Fingerabdrucklesen, biometrischen Merkmalen, Urheberrecht, etc pp… weil das was die Altparteien da machen nicht anderes als _Brainfuck_ ist.

        Und GENAU DAS machst du nun beim Thema Waffenrecht, anstatt dich objektiv über die dir bereits mehrfach zugänglich gemachten Quellen zu informieren, lässt du dich von deinen subjektiven Gefühlen leiten, weil „du es nicht gut findest, wenn zwei Millionen Menschen in Deutschland bewaffnet sind“.

        Und DAS Holger, das bezeichne ich als „unpiratig“. Ich spreche dir nicht das Pirat-Sein ab, aber in diesem Punkt hast du dich verrannt.

      • das stimmt einfach nicht, das ist DEINE Arroganz, natürlich habe ich mich informiert, ich schließe nur anders daraus. Sowas passiert in einer Demokratie, tut mir ja leid … ihr habt nie auf meine Argumente geantwortet, ihr habt immer nur gesagt, dass es keine sind – tut mir leid, wieviele Verbrechen mit Legalwaffen passieren, ist dann eben auch kein Argument, eines ist zu viel. Die Frage der Risikoabwägung? interessiert euch nicht! dass viele legale Waffen eine Goldgrube für Leute sind, die illegale brauchen? Interessiert euch nicht!
        Du machst keine Gefühlspolitik? Sorry, dafür hast du aber verdammt viel Gefühl in deine Posts gelegt. Schließlich geht es um DEIN geliebtes Hobby, dass sich nicht verändern darf. (Wohlgemerkt, verändern, niemand hat davon gesprochen, dass es verboten wird. Was für ein Problem hast du als jemand, der auf weite Entfernungen schießt, eigentlich damit, dass du eventuell jeden Schuss einzeln nachladen musst? Mein Antrag geht nicht weiter als das!)

        Und ein letztes, der Post oben hat mit den inhaltlichen Sachen ja gar nichts zu tun, er hat auch nicht mit meinem Verhalten zu tun. Selbst wenn alles stimmen würde, was du da schreibst, ist das jetzt eine Rechtfertigung? Ist es deswegen in Ordnung, auf mich persönlich einzuprügeln? Ist Diskriminierung und Mobbing erlaubt, wenn jemand einen Antrag erst in der Diskussion vernünftig formuliert? Haut ruhig drauf, er hat sich da verrannt, und er wird ganz viel daraus lernen, wenn ihr ihn noch ein bisschen beleidigt und ihn klein haltet? Macht ihm einfach genug Angst, dann traut er sich nicht mehr, irgendwas öffentlich zu machen?

      • „Die Frage der Risikoabwägung? interessiert euch nicht!“

        Doch hat uns brennend interessiert. Du akzeptierst aber nicht, dass das Risiko verschwindend gering ist.

        „[…] dass viele legale Waffen eine Goldgrube für Leute sind, die illegale brauchen? Interessiert euch nicht!“

        Wieviele legale Waffen genau? Das ist mal wieder eine Behauptung von dir, die im übrigen nicht wahr ist. Niemand wird eine legale registrierte Waffe illegal verkaufen, denn der Verkauf wäre später nachvollziehbar. Wenn jemand eine Waffe verkauft, dann eine, die nicht registriert ist. Und solche Waffen haben Sportschützen, Jäger und Sammler nicht. Die haben nur die wahren Schurken.

        „Macht ihm einfach genug Angst, dann traut er sich nicht mehr, irgendwas öffentlich zu machen?“

        Ich mache das nicht und das weißt du. Und auch die AG Waffenrecht macht bei so einer Scheiße auch nicht mit. Das weißt du auch. Warum sprichst du das also mir gegenüber an? Weil ich versucht habe dir nahe zu legen, dass man das auch einfach mal ignorieren könnte, anstatt sich hier mehr und und mehr in eine Opferrolle zu begeben?

        Vertrau doch einfach darauf, dass getroffene Hunde bellen, aber garantiert nicht beißen. Und so wird das auch sein. Und ansonsten sind genug andere Piraten in deinem Umfeld, die dich vor solchen Spinnern schützen und unterstützen.

        Hätte ich persönlichen Kontakt zu dir, würde ich das übrigens auch tun.

      • „Warum sprichst du das also mir gegenüber an?“

        Weil es hier genau darum geht, um nichts anderes. Wenn es nicht darum geht, dann postest du unter dem falschen Blogpost … ich hoffe, übrigens dass du Recht hast, und ja, ich habe Unterstützung, und ich bin dafür auch sehr dankbar.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: