PR und Gegenöffentlichkeit – PiratenPR 2.0

Noch mal ein kleiner Text, der eigentlich für ein anderes Projekt entstanden ist. Das meiste habe ich hier schon mal irgendwann geschrieben. Das hier soll so ein bisschen die Essenz sein.

Wir machen als Piraten vieles anders. Da wundert es nicht, dass wir auch im Bereich der PR anders vorgehen müssen. Vieles, was wir wollen und meinen, weicht massiv vom Mainstream ab. Da ist es auch kein Wunder, dass die Mainstreammedien uns nicht so besonders wohl gesinnt sind. Wenn man dann auch noch weiß, dass wir zum Beispiel entschieden gegen das Leistungsschutzrecht für Verlage sind, dann braucht man auch nicht mehr lange überlegen, wie optimistisch wir sein müssten, wenn wir mir Pressemitteilungen groß was zu reißen versuchten.

Aber wir können PR 2.0, und das ist etwas tolles. Wir können zum Beispiel bloggen. Also kürzere oder längere Posts verfassen, die gerne auch ein bisschen Subjektivität in sich tragen dürfen. Wir schreiben auch darüber, wie wir Politik machen, welche Erfahrungen wir machen. Wir kennen auch noch weitere Formate, podcasten und vodcasten, wir reden also direkt mit den Menschen, die wir dann natürlich auch genauso direkt im Internet erreichen. Wir können auch neue Formate erfinden, Mashups machen, Präsentationen aufnehmen, Fotos und Grafiken verbreiten sich auf Twitter und Facebook so schnell, dass man gar nicht gucken kann – wozu brauchen wir da die Medien 1.0 noch?

Ja, wir brauchen sie noch, ja, es ist durchaus auch nicht unspannend, was über uns gesagt und geschrieben wird. Wir brauchen sie auch, um noch mehr Menschen zu erreichen. Das ist auch alles in Ordnung. Wir müssen nur in dieser Hinsicht kritisch sein und uns klar machen, dass die Medien 1.0 nicht auf unserer Seite sind. Gehen wir also mit der gebotenen Vorsicht mit denen um, dann klappt das schon.

Aber wir sind stärker, wenn wir PR 2.0 machen, und das interessante daran ist, wir sind auch dann stark dort, wenn wir einen gewissen Dilettantismus pflegen. Das gestylte, das perfekte, dass können die etablierten Parteien machen. Die beauftragen dafür ja auch PR-Unternehmen mit viel Geld, dass wir nicht haben. Wir machen unsere Podcasts nicht mit professionellem Equipment, wir nutzen dafür Mumble und Skype, bearbeiten das, was wir mit unseren Headsets aufnehmen mit freien Programmen wie Audacity – ja ,das klingt alles ein bisschen wie altes Radio, aber entscheidend ist ja, was transportiert wird. Und vor allem, es klingt echt. Es klingt nach richtigen Menschen, die noch selbst denken und arbeiten, um Politik machen. Wir sollten diese Qualität nie verlieren. Bitte, lasst uns nicht langweilig und professionell werden.

Über Hollarius

Ich bin in den Siebzigern geboren, halte mich voll Hybris für einen Künstler und meine auch noch, alle müssten lesen, was ich so meine ...

Veröffentlicht am Januar 6, 2013 in Piraten, Politik und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

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