Archiv für den Monat Oktober 2013

La Familia

Ich habe ja mal ein Buch geschrieben, so mit politischen Inhalten und so. Und weil es gerade kleinere Diskussionen um Familienbilder gibt, dachte ich mir, ich zitier hier mal aus meinem E-Book, das übrigens immer noch käuflich zu erwerben ist. Macht aber eh keiner, also kann ich das auch mal im Blog machen …

Nein, das ist jetzt ausdrücklich kein Kernthema. Für Familienpolitik sind wir bisher noch nicht bekannt. Es gibt allerdings ein paar gute Ideen und ich habe mir auch ein paar eigene Gedanken gemacht, weil ich da auch ein bisschen radikaler bin, als andere – vermute ich zumindest.

Das Wort „Familie“ ist stark patriarchalisch besetzt, aber wenn man sagt, es geht um eine Gemeinschaft, die zusammen gehört, dann finde ich da durchaus etwas, was sich lohnt und was man fördern sollte. Ich möchte allerdings die Definition von Familie gründlich verschieben.

Wie es ja immer so schön heißt, Familie kann man sich nicht aussuchen. Wenn ich solch einen Satz höre, dann denke ich mir: Warum eigentlich nicht? Ich sehe das auch nicht so wirklich ein. Familie ist ein so engstirniger Begriff, weil er ja quasi nur über Abstammung oder Ehe erzeugt werden kann. Solche engen, ja atavistischen Definitionen mögen mal Sinn gehabt haben, aber wir leben im 21. Jahrhundert, oder?

Vielleicht erwartet Ihr jetzt, liebe Leser, dass ich jetzt sage, und warum also können nur Mann und Frau heiraten? Warum ist Adoption so kompliziert. Also Sachen, wie sie auch in anderen Parteien gesagt werden, die zumindest nicht völlig in uralten Bildern verhaftet sind.

Ja, dass auch Homosexuelle heiraten dürfen, wie sie wollen, gerne auch Kinder adoptieren dürfen, ach, komm, das ist doch eh klar. Wenn ich das ablehnen würde, wäre ich kein denkender Mensch.

Aber können wir nicht von diesen Definitionen weg? Müssen es immer Menschen sein, die miteinander ins Bett gehen, die sich zu einer Familie zusammenschließen? Könnten wir uns nicht einfach mal darauf einigen, dass man vögeln kann, ohne verheiratet zu sein, und verheiratet, ohne zu vögeln? Dass das keine so dringende Kohärenz haben muss? Und wer hat eigentlich beschlossen, dass nur heterosexuelle Paare eine Familie gründen müssen? Also jetzt nicht nur die Betonung auf heterosexuell, dass das Quatsch ist, ist klar, setzen wir mal die Betonung auf „Paar“. Hey, haben wir das irgendwo festgeschrieben? Steht das irgendwo in Marmor gehauen? Wenn ja, ein Vorschlaghammer und ein paar Sprayer können vielleicht Abhilfe schaffen.

Ich möchte die Familie neu definieren: Zusammenschluss von beliebig vielen Menschen, die freiwillig einen Bund schließen, der alle Rechte und Pflichten einer klassischen Familie beinhaltet. Man kann einen Familienbund beim Standesamt eintragen lassen, man kann ihn dort auch wieder verlassen, wenn man merkt, dass es nicht klappt. So lange der Bund gilt, werden Angehörige dieses Bundes in allen Rechten und Pflichten als Familienangehörige betrachtet, und wie Ehepartner ist diese Beziehung gegenüber Blutsverwandtschaft zu priorisieren.

Ich glaube einfach an Freundschaft, ich glaube auch daran, dass man Menschen alle Möglichkeiten geben sollte, ihr Leben so zu gestalten, wie es ihnen gefällt – natürlich mit der Einschränkung, die Freiheit immer hat.

Mit einer solchen Möglichkeit der Familie können Menschen zusammen kommen, die allein sind, können Alters-WGs genauso Familie sein, wie ein Freundeskreis, der sich über lange Zeit einfach nahe ist. Natürlich kann es auch lustige Dreier- oder Viererbeziehungen geben, die sich nicht nur zum Sex treffen, sondern auch die tiefere Verbindung eingehen wollen. Wichtig an dieser Frage ist folgendes: Wenn wir politisch denken, dann geht es darum, was wir politisch ändern können. Was der Staat ermöglichen und regeln soll und kann. Die Frage nach Familie ist da durchaus nicht so abseitig, wie es scheinen mag. Ich glaube einfach nicht, dass der Staat sich darein mischen soll, mit wem ich eine Bindung eingehe, und auch nicht, mit wie vielen Menschen.

Nebenbei: Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir Herdentiere sind, und vielen von uns würden größere Familien einfach gut tun. Und in Sachen Aufziehen von Nachwuchs – die alte Großfamilie hatte da echt Vorteile, Kinder sollten mehr Ansprechpartner haben, als das im Moment üblich ist. Das wäre auch aus pädagogischer Sicht zu begrüßen.

Ich weiß es doch auch nicht!

Ja, ich sehe den Fakt, Frauen sind in der Piratenpartei unterrepräsentiert. Kann man nicht beschönigen, ist so. Und es ist wünschenswert, das zu ändern. Es sind übrigens auch Menschen, deren Herkunft nicht über mehrere Generationen eher deutsch ist, unterrepräsentiert. Es ist wünschenswert, das zu ändern. Es sind People of Colour unterrepräsentiert, es sind Homosexuelle unterrepräsentiert … die Liste ist lang. Ich kenne noch nicht mal irgendeine Sinta in unserer Partei und auch keinen Sinto.
Okay, es ist für uns ein Ziel, alle Minderheiten zu berücksichtigen, und wir kriegen das bei manchen besser hin als bei anderen. Zum Beispiel die Minderheit der eher voluminösen Menschen ist recht gut vertreten, auch wenn wir natürlich – die Sache mit der Diskriminierung klappt auch in unseren Reihen recht gut – die Dicken Piraten lieber witzig finden, als wählen. Aber ich schweife ab. Und nur weil ich selbst adipös bin werde ich keine Adipösenquote fordern. Ich schweife ja immer noch ab.
Nun gut, jetzt sind Frauen ja eigentlich gar keine Minderheit, also gesellschaftlich, in unseren Reihen aber schon und das ist natürlich nicht gut, nur hilft uns leider eine Quote auch nicht. Erstens schaffen wir damit ein bürokratisches Mittel, dass total gegen unser Selbstverständnis verstößt. Wir wollten doch die einfacheren Lösungen, die ohne Aufwand und ohne Zwänge, oder? Wir glauben doch nicht daran, dass mehr Verordnungen besser sind, oder? Wir halten gar nicht mal fest, welchem Geschlecht ein Pirat angehört, weder welchem biologisch, noch tatsächlich oder frei gewählt. Das müssten wir sofort beginnen, wenn wir auf eine Quote setzen. Wir fallen damit schon mal drei Schritte zurück.
Dann gibt es noch die Weltfremdheit der Quote, die unserer politischen Arbeit schlicht konträr gegenübersteht. Bei der Kommunalwahl in NRW kann in vielen Flächenkreisen kaum ein Stadtrat angepeilt werden, wir haben viel zu wenige Aktive. Kreistage sind schon schwer genug zu besetzen. In manchem Kreis sind da aktive Frauen und die werden auch antreten, aber wir reden hier von Kreisen, in denen eine aktive Frau acht bis zehn aktiven Männern gegenübersteht. Das ist die momentane Realität. Mit einer strikten Frauenquote können diese Kreise einfach gar nicht antreten. Es geht einfach nicht. Und da ist jetzt einfach die Frage, was ist denn wichtiger? Die Frauenquote oder piratige Politik? Ich habe da meine Präferenz.
Bei Diskussionen auf Twitter – ich weiß, ein Oxymoron – kam dann die Antwort, dass das ja nicht schlecht wäre, quasi eine Lektion für die nicht antretenden Kreise: Ihr habt nicht genug Frauen herangeschafft, ihr seid raus! Und da konnte ich dann nicht mehr angemessen reagieren, weil Twitter dafür einfach zu kurz ist. Also, ich bin Pädagoge, und ich weiß einfach, dass strafende Regeln ein pädagogisch mehr als fragwürdiges Instrument sind. Ich weiß auch, dass wir als Piraten eigentlich nicht auf diese alttestamentarliche Art stehen. Wir greifen völlig zu Recht IM Friedrich und diese ganze Law-and-Order-Typen an, um dann selbst uns gegenseitig Lektionen zu erteilen? Geht es denn noch?
Um zum Titel des Posts zurückzukommen. Ich weiß es doch auch nicht, ich weiß nicht, wie wir mehr Frauen in die Partei bekommen, ich wünsche mir das durchaus auch. Ich weiß aber, dass wir ganz viele liberal-denkende Männer und Frauen und Eichhörnchen aus der Partei ekeln, wenn wir mit solchen unsinnig-strikten Reglementierungen weiter anfangen. Jeder weitere Antrag zu einer verbindlichen Quote wirft mehr Gräben auf. Jede weitere Diskussion lässt mehr genervt und kopfschüttelnd zurück. Und ganznebenbei: Bisher habe ich noch nie erlebt, dass Frauen in dieser Partei absichtlich schlechter behandelt wurden. Das soll auch so bleiben. Und Gräben aufwerfen, finde ich da total kontraproduktiv.
Ich möchte einfach nicht, dass mehr Piraten ihre Geschlechtszugehörigkeit in den Mittelpunkt ihrer Politik stellen, ich möchte Unterschiede einfach nicht beachten und nicht beachtet sehen.

Die Support-Champions in League of Legends II

Nach den klassischen Supportern, diesen Feen und guten Geistern geht es heute um die Supporttanks, und zwar um die, die fast nur auf der Botlane gespielt werden – natürlich kann man auch mit einem Taric junglen, aber die Realität ist meistens eine andere. Die Jungler und Toplaner, die sich manchmal auf die Botlane verirren um als Supports gespielt zu werden, sind jetzt noch nicht dabei, die werden erst im Bereich der Exoten aufgeführt.

Taric

„Edelsteine, Edelsteine …“ Ich fange also mit dem BlingBling-Paladin an. Taric ist ein etwas nerviger Bursche, wenn man nicht gerade ohne Ton spielt, ansonsten aber durchaus ganz brauchbar. Seine Heilung auf dem Q ist eine der schwächeren, nicht nur wegen der überschaubaren Menge an Leben, die da so bei rumkommt, sondern auch weil sie einen Cooldown hat, der nur Spielern, die in geologischen Maßstäben denken, kurz vorkommen kann. Ja, Taric bringt Sustain, aber das ist echt nicht seine größte Stärke.

Auf seinem W liegt dann schon eher eine. Das W hat eine passive und eine aktive Eigenschaft, die passive verstärkt die eigene Rüstung und strahlt auch eine solche Aura aus, die aktive sprengt den hässlichen Mineralienkranz um die Füße und macht im Umkreis Schaden, dafür fehlt nun die passive. Mit ein bisschen Fertigkeitenstärke(AP) kann man daraus recht ordentlichen Burstschaden entwickeln. Das E ist ein Stun, der noch nicht mal gezielt werden muss – und das macht ihn zu einem der einfacher zu spielenden Supporttanks. Der Stun ist Tarics große Stärke, macht ihn zu einem echten Killlaner, verstärkt Ganks unverhältnismäßig.

Tarics Ulti ist wiederum ein kleiner Burstschaden rund um ihn herum, im Prinzip wie das W schon. Dazu kommt aber eine überwältigende Ausstrahlung, die unser charimatischer Klunkerritter plötzlich bekommt, kurz, eine Aura unterstützt alles, was die Teamkollegen um ihn rum machen. Das sieht nicht besonders eindrucksvoll aus, gewinnt aber Spiele. Und ich hörte davon, dass das von manchen vorgezogen wird.

Warum ist Taric eigentlich ein Tank? Sein W gibt ihm nicht nur zusätzliche Rüstung, es skaliert auch noch mit der Rüstung, die man ihm baut. Ist Taric voll gerüstet, dann können AD-Champions ihm recht wenig antun, und er gibt eben auch noch einige Prozent seiner Rüstung an seine Teammitglieder ab. Es macht also Sinn, viel Rüstung auf ihm zu bauen, und ebenso viel Mana, denn davon bekommt er zusätzliche Angriffskraft – aber das gehört ja nicht in den Tank-Bereich.

Taric ist, man mag das schon gemerkt haben, für mich eher so ein Ausweichchampion.  Ich habe ihn schon oft gespielt, ich habe ihn sogar schon im Jungle Gassi geführt, was wirklich gut geht, schließlich ist er mit seinem Stun eine echte Gefahr bei jedem Gank. Aber sowohl im Jungle als auch auf der Botlane macht seine Langsamkeit wenig Spaß. Und in Teamkämpfen ist sein Effekt vollkommen unsichtbar. Ja, es geht alles besser mit ihm, aber man hat nie das Gefühl, hier gerade was Tolles zu machen. Und hat man einmal alle Fähigkeiten aktiviert, dann kann man bis zum Ende des Teamkampfes auch nur noch mit Autoangriffen durch die Gegend wackeln, so hoch sind alle CDs.  So motiviert er einfach deutlich weniger als andere Champions. Und trotzdem ist er einer der Supporttanks die ich eher spiele – ja, ich schreibe heute nicht unbedingt über meine Lieblinge.

Nunu

Sprach ich gerade schon über nervige Sprachausgaben? Jo, Nunu ist auch nicht viel besser. Und ein bisschen ist fraglich, ob er überhaupt ein Tank ist. Nichts an ihm skaliert mit Rüstung, Leben oder Magieresistenz – allerdings hat Nunu mehr Leben von Anfang an, als alle anderen Champions in LoL. Also bau ich ihn mal hier ein.

Nunus Q ist das konsumieren von gegnerischen Minions oder Junglekreaturen. Nunus Yeti wird davon nicht nur satt, er heilt sich damit auch – und von den Viechern im Jungle bekommt er sogar noch kleine Buffs, was ihn eigentlich wieder zu einem brauchbaren Jungler machen sollte. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass diese Idee von Riot total aufgegangen ist. Das W des Yetireiters ist ein sehr starker Buff, und der eigentliche Grund, warum man auf die Idee kommen kann, ihn zu spielen. Er gibt sich selbst und einem ausgewählten Partner zusätzliche Angriffsgeschwindigkeit und auch die Bewegungsgeschwindigkeit wird größer. Dieser doppelte Buff ist saumächtig und man kann ihn fast durchgängig auf seinem ADC halten.

Das E ist der Schneeball, den Nunu jedem ins Gesicht wirft, der in seine Nähe kommt. Der macht ordentlich Schaden und hat einen Slow und dann ist er im Cooldown und dann kann man eigentlich nichts tun – ja, ich werte schon wieder. Dafür ist der Ulti nett. Nunu kanalisiert einen Zauber, der eine recht große Fläche vereist (mit Slow versteht sich) und am Ende des Kanalisierens eine Menge magischen Schaden raushaut. Besonders gemeine Nunus kanalisieren den Ulti, während sie in einem Gebüsch stehen, dann sehen die Gegner außerhalb die weiße Fläche nicht und merken allenfalls am Slow, dass sie gleich ne ordentliche Kelle bekommen. Schwierig zu timen, aber sehr effektvoll.

Nein, ich mag auch den Nunu nicht mehr so arg. Ja, man kann schon viel mit ihm machen, aber er ist halt auch ein Melee, und in der Laningphase ist es nicht spannend, einen Buff die ganze Zeit aufrecht zu erhalten und ansonsten nur rumzurennen und mit Schneebällen zu drohen. Und ich kann Yeti samt Reiter bauen wie ich will, wenn ich anfange die Ulti zu kanalisieren, stürzen sich alle auf mich und hauen mich einfach um. Vielleicht bin ich auch einfach nur frustriert, weil ich ihn nicht spielen kann.

Alistar

Letzteres gilt für Ali noch dreimal mehr. Den Stier kann ich nicht, ich muss sogar mal eben nachschauen, auf welcher Taste er welche Fähigkeit hat. So, fertig.

Alistars Q ist der Knock Up, der rund um ihn herum Schaden macht und eben alle nach oben haut. Wenn so ein Stier halt mal sauer ist – und Ali ist immer sauer! Sein W stürmt auf Gegner an und schleudert sie weg – hat man das richtige Timing dafür, kann man aus der Kombination von Q und W quasi die Ulti von Malphite zusammenbauen, die ja nicht als total uninteressant bewertet wird. Das E ist eine Heilung, die sogar Minions mitbetrifft, was ihn zu einem sehr ordentlichen Pusher macht. Seine Ulti macht ihn zum Tank, denn er geht, wie man im Wrestling sagt, in einen Non-Selling-Mode, er macht mehr Schaden und kriegt weniger – wer wissen will, wie das aussieht, der googelt sich einen Kapmf vom ollen Hulk Hogan und sieht sich die letzten zwei Minuten an.

Knock Back und Knock Up und beides in einer Person, das ist ja stark. Ähm, ja, kann sein, ist so gar nicht mein Champion, wird sich vielleicht mal ändern, aber im Moment kann ich ihn einfach nicht spielen.

Blitzcrank

Einer der meistgebannten Champions LoL-weit, denn Blitzcrank kann mit einem guten Griff ein Spiel drehen – auch wenn er sonst vielleicht gar nicht so der Bringer ist. Sein Q ist auch gleich der Griff, mit dem er gegnerische Champions an sich heranzieht, oder auch Minions oder Buffkreaturen im Jungle. Der ist recht gut zu timen, etwas einfacher als die ähnlichen Fähigkeiten von Nautilus und Thresh, und er geht durch Wände durch, zieht direkt an sich heran – also eine wirklich widerliche Fähigkeit.

Das W macht Blitz schneller und lässt ihn auch schneller zuschlagen, und das ist der Grund, warum er meistens in Richtung AD gespielt wird – der Grund, warum er Tank ist, ist übrigens seine Passive, die ihm einen vom Mana abhängigen Schild gibt, wenn er unter eine bestimmte Lebendigkeit fällt. Mit dem übertakteten Blitz kommt man flott herum, was ihn sympathisch macht.

Das E ist ein Knock Up – ja, fast jeder Supporter kann irgendeinen Knock Up, ist fast ein Trademark. Mit dem nächsten normalen Schlag schlägt Blitz den Gegner in die Höhe und macht mehr Schaden. Die Ulti ist ein hässlicher Blitzdings-AoE, und der hat sogar noch eine Passive, mit der er immer mal zufällige Blitze verteilt – einfach alles an Blitz ist irgendwie blitzig.

Man kann ihn nicht so oft spielen, weil er wirklich oft gebannt wird, und wenn die Gegner ein gutes Stellungsspiel haben, dann muss man sich auch wirklich anstrengen, um mit Blitz irgendwas zu reißen. Auf der anderen Seite gibt es diese Spiele, wo man den ADC in den Schatten stellt, weil man einfach mehr im Spiel bewegt.

Thresh

Der einzige nicht Melee in dieser Runde, da er mit seinen Ketten herumpeitscht und dadurch Reichweite bekommt. Nebenbei ist er der einzige Champion bisher, über den ich schreibe, ohne ihn in meinem eigenen Championpool zu haben. Deswegen halte ich mich hier auch kurz. Auch Thresh hat einen Griff, mit dem er Gegner packt, allerdings an einer Kette, weshalb er den Gegner entweder langsam an sich zieht, oder schneller sich zu dem Gegner. Daneben hat er eine Laterne, mit der er schildet, mit der er Teammitgliedern die Chance gibt, sich zu ihm zu ziehen und mit der er für Sicht in Büschen sorgen kann – alles nicht unpraktisch. Das waren Q und W, das E schlägt Gegner ein bisschen zurück, oder zieht an sich heran, auch nur ein bisschen, und sorgt dafür, dass Thresh mehr Schaden macht, wen er länger nicht mehr angegriffen hat. Der Ulti ist eine Art Zaun, die Gegner stark schädigt und verlangsamt, wenn sie durch laufen.

Irgendwie hat es bei mir nicht zu Thresh gereicht, ich mag die Mechaniken nicht so sehr, finde das E eher kompliziert, und das Timing für den Hook ist nicht unkompliziert. Thresh ist einer der stärksten Supportchampions, wenn man ihn beherrscht und wird oft bis hinauf in die LCS gesehen.

Die Support-Champions in League of Legends I

Ich spiele jetzt ungefähr ein Jahr lang LoL (League of Legends) und habe hier noch kein Wort dazu verloren, das finde ich selbst ungewöhnlich. Ich habe zwischendurch versucht, Videos dazu zu machen, aber der Aufwand ist hoch, das Ergebnis nicht sehr spannend, also lass ich das lieber.

Ich werde jetzt nicht allzu viel über die Supportrolle allgemein sagen – ich spiele oft Support, ich spiele Support in unserem nicht sehr erfolgreichen Ranked-Team, spiele aber in der SoloQ lieber auf der Midlane. Warum? Weil man Solo eher das Spiel tragen kann. Ist der ADC neben dir nicht gut, dann hilft auch der beste Support nichts. Oder zumindest nicht viel. Und natürlich ist es auch nicht so einfach, sich für Support zu begeistern:

Als Supportspieler bist du der Knecht des Teams. Du hast ales dafür zu tun, damit das Team gut aussishet, damit jeder außer dir eine Menge Kills macht, du opferst dich, damit der ADC, egal wie gut oder schlecht er ist, überlebt und den DoubleKill bekommt, und meistens gibt es dafür noch nicht mal irgendein anerkennendes Wort. Gestern noch gehabt, der ADC hat nach einer Viertelstunde 7 0 2, und bekommt ein dickes Lob. Hätte ich nicht gut gespielt, hätte er keinen Kill gehabt, aber das interessiert keinen. Auch sonst. Es fehlt Sicht, Supp, mehr Wards! Und wenn man sie verteilt, wenn man dabei allein in einen Hinterhalt rennt, weil natürlich niemand darüber nachdenkt, ob man mal eben den Supporter dabei beschützen kann: Stop feeding! Supporter sein, ist nur selten eine Freude.

So, genug gejammert, jetzt geht es um die Champions, mit denen man die Supportrolle üblicherweise und nicht ganz so üblicherweise erfüllt. Fast alle, die überhaupt „Support“ in ihrer Beschreibung stehen haben, habe ich dort gespielt, manche mit besseren, manche ohne Erfolge. Ich fang mal mit den klassischeren Supports an:

Sona

Der Support-Champion für alle, die nur selten Support spielen, da sie nur einen gezielten Spell hat, und das ist auch noch ihr Ulti – Sona ist wirklich leicht zu spielen und wird bis hinauf zu den Weltmeisterschaften gespielt. Ihr Stärken liegen in Sustain – sie kann heilen und damit den ADC uns sich länger auf der Lane halten – und Poke, denn sowohl ihr Q als auch ihre normale Attacke und damit verbunden der Powerchord mit doppeltem bis dreifachem Schaden haben ordentlich Reichweite. Daneben bufft sie ein bisschen, gibt Geschwindigkeit, was durchaus manchmal sehr praktisch ist und hat mit ihrem Ulti einen der stärksten CCs, einen Massenstun. Sonst hat sie aber nur einen schwierig einzusetzenden Slow, ist also in Sachen CC eher schwach. Dafür ist ihr Ulti in vielen Situationen ein sicherer Kill und massiv in Teamfights.

Sona ist gegen die meisten Botlane-Combos nützlich und nicht einfach zu countern. Sie hat allerdings nicht wirklich viele Lebenspunkte, fällt daher schnell um. Wird sie früh von aggressiven Supportern erwischt, ist sie oft leichte Beute. Sie ist stark gegen andere Poker, gegen langsame Botlanes. Immer noch einer meiner Lieblingschamps. Man kann übrigens auch tierischen Spaß mit ihr im ARAM haben, da sie auf viel AP auch viel Schaden macht und ihr Team enorm stärkt. Sona ist auf anderen Lanes eher unbrauchbar, alles an ihr ist darauf aus, mit anderen zusammen zu kämpfen.

Soraka

Auch einer der ersten Supporter, die man sich so kauft, einer der preiswertesten, und eher selten gespielt. Soraka ist für Sustain geschaffen. Sie ist der einzige Support-Champion, der Mana an die Mitspieler abgibt – und allein damit für manche ADCs schon der totale Segen. Eine Sivir zum Beispiel, bei der OOM der Zweitname ist, wenn sie nicht vernünftig mit ihrem Schild umgehen kann, wird durch Soraka deutlich stärker. Daneben hat sie einen starken Heal, der Ulti ist ein Massenheal für die gesamte Bagage und sie macht mit ihrem Sternenregen, dem Q ein bisschen Schaden. Der ist vor allem, da AoE, gut um die Lane zu pushen, man macht Schaden auf die gesamte Welle von Minions, der ADC sammelt die Lasthits ein, wunderbar.

Soraka macht sogar ein bisschen Sinn auf der Sololane. Mit ordentlich AP ist ihr Sternenregen von ordentlicher Grausamkeit und wird schnell zu einem sehr guten Farminstrument, ihr E verstummt den Gegner und es ist kaum mögliche einen Gegner aus der Lane zu werfen, die sich einfach selbst wieder hochheilt.

Aber auf der Botlane ist ihre Harmlosigkeit ihre Schwäche. Sie hat keinen CC, sie kann nur einen Gegner verstummen lassen, wenn sie nicht gerade ihrem ADC Mana gegeben hat.  Daneben fällt sie gern recht flott um und ihre passive Eigenschaft, mit der sie sich und ihre Mitspieler mit ein bisschen Magieresistenz ausstattet, ist nicht wirklich der Bringer. Nur wenige ADCs spielen gut mit ihr zusammen, die meisten ADC-Spieler bevorzugen aggressivere Supports. Ich kann sie einigermaßen spielen, meistens kommen mir aber andere Champions eher in den Sinn.

Janna

Es gibt nicht viele Supportchampions, mit denen das Spiel mehr Spaß macht – weil man mit Janna spektakulär spielen kann. Man kann mit ihr aber auch spektakulär eigene Teamkämpfe zerstören und dafür vom gesamten Team verflucht werden. Was aber niemanden von ihr abhalten sollte. Janna hat zwei unspektakuläre und zwei spektakuläre Fähigkeiten, fangen wir mit den ersten an. Das W macht Schaden und ist gleichzeitig ein Slow. Und wenn es nicht im Cooldown ist, ist man etwas schneller – also gleich drei Effekte auf einmal, guter Skill, aber der unwichtigste. Das E ist auch nicht sehr spektakulär, aber extrem wichtig. Ein Schild, das gleichzeitig auch noch ein AD Buff ist – ist das Schild auf dem Draven neben dir, macht der ordentlich zusätzlichen Schaden und hält mehr aus. Dieses Schild ist schon eines der mächtigsten ingame und ein Grund, warum Janna ziemlich stark ist.

Der Q ist dieser hübsche kleine Wirbelwind, der Gegnern Schaden macht uns sie in die Luft wirft. Oft entscheidet das Q darüber, ob ein  Gank funktioniert oder nicht. Richtig, Janna ist nicht unbedingt einfach zu spielen. Der Q macht umso mehr Schaden und wirbelt weiter, wenn man ihn sich aufladen lässt. Auch das ist einer der Punkte, die ihn nicht unbedingt einfacher machen.

Der Ulti ist ein Massenheal und er stößt gleichzeitig Gegner von sich weg, es entsteht also eine kleine runde Fläche, die absolut gegnerfrei ist – damit kann man Gegner in verschiedene Richtungen werfen. Das kann mächtig sein – ich werfe die gegnerische Jinx zu unserem Jax -, aber auch mächtig ins Auge gehen – wenn ich nämlich den gegnerischen Jax zu unserer Jinx werfe. Gut gesetzt kann man übrigens auch nur den Heal verwenden, seinen ADC zum Beispiel heilen, während er sich mit dem gegnerischen Pendant duelliert, und dabei auch mit wenigen eigenen HP noch sehr wirksam sein.

Janna ist immer wieder eine Freude, sie ist in Teamfights sehr wirksam, und damit für mich unter den vier bis fünf stärksten Support-Champions. Man kann sie auch ordentlich Solo spielen, mit Q als Waveclear und dem Schild als AD-Unterstützung, aber zu einer echten Alternative wird sie da nicht.

Lulu

Die Yordle unter den Champions, die für den Support gemacht wurden. Lulu hat eine kleine Fee Pixie bei sich, beide schießen lustige Funken um sich, auf ihrem Q auch noch mit längerer Reichweite und einem Sloweffekt. Dazu kommt ein Slow, der wahlweise auch befreundete Champions beschleunigt auf dem W, und ein E, der entweder als Schild funktioniert, oder aber als Schadensspell – auf jeden Fall aber schickt das E Pixie zu einem anderen Champ oder Minion – und dann schießt Pixie auch von dort aus, was, wenn es gut eingesetzt wird, für die Gegner recht überraschend sein kann.

Der Ulti macht Mitspieler größer, gibt ihnen mehr Leben und wirft nahestehende Gegner in die Luft – der nächste Knock Up also. Dieser Ulti ist sehr wirksam, wenn man einen klassischen Tank im Team hat, der dahin geht, wo es weh tut.

Der Umgang mit Lulu ist nicht wirklich intuitiv, oft ist man auch selbst verwirrt, wenn man sich fragt, wo denn gerade Pixie herumschwirrt, und daher gehört Lulu nicht in die Riege meiner meistgespielten Supporter-Champions. Sie ist eine der pokestärksten Supports, hat einen starken Schild, und ist nebenbei geradezu widerlich niedlich. Also quasi der Support, der seinen Namen auch tanzen kann.

Nami

Den Abschluss macht der neueste, der klassischen Supporter – ich habe da jetzt nur Champions reinsortiert, die man im LoL-Deutsch squishy nennt, im nächsten Teil geht es dann um Support-Tanks, dann wird es noch einen Blogpost mit den Midlane-Supports geben, also Champions, die nur im Nebenberuf Supports sind – und dann gibt es auch noch einen mit den eher exotischen Supports – Champions, die man selten auf der Botlane sieht, die aber ihre Vorteile haben. Nun also Nami. Quasi das Wasseräquivalent zur windigen Janna. Sie hat auch auf dem Q einen Knock Up, der allerdings passend als Wasserblase funktioniert. Im Early Game ein Spell, der gut ist, um Gegner sofort umzubringen – also mithilfe dieses windigen ADCs neben dir.

Der W ist ein überspringender Spell, der bis zu dreimal hin und herspringen kann zwischen befreundeten und gegnerischen Champions – letzteren macht er Aua, die eigenen Kräfte werden geheilt. In Teamfights stark, kann Kämpfe umdrehen. Das E gibt dem immer befreundeten Ziel mehr Schaden für die nächsten drei automatischen Angriffe – und damit deutlich schwächer als der durchaus ähnliche E von Janna – der schildet gleichzeitig und läuft nicht nach drei Angriffen schon wieder aus.

Der Ulti ist eine große Welle und damit wiederum ein Knock Up, der zur Vorbereitung oder zur Abwehr von Teamkämpfen genutzt werden kann.

Nami gilt als ziemlich stark und wird neben Sona als einzige auch relativ regelmäßig auf hohem Level gespielt. Mein Liebling wird sie nicht, auch wenn ich mich nicht gerade weigere, sie zu spielen. Aber meinem Stil kommt im Vergleich Janna deutlich mehr entgegen.

Kurzes Fazit:

Meine Lieblinge, meine vielgespielten Supporter unter den Klassikern sind Sona und vor allem Janna. Mit den beiden kann ich mehr erreichen, als mit den anderen Supporterchampions aus dieser Liste. Beide nutze ich gerne, wenn ich noch nicht weiß, was das gegnerische Team als Support auswählt. Gegen aggressivere Supports wie Leona, Blitzcrank oder Thresh bevorzuge ich Janna vor Sona, da letztere sehr squishy ist, gegen andere klassische Supporter, vor allem aber gegen Lanes ohne Sustain und Schilde ist Sona stärker. Beide haben Ultis, die Teamkämpfe entscheiden können, beide sind flott unterwegs – und irgendwie habe ich als Support immer das Gefühl, dass ich wie ein Erzieher im Kindergarten auf die Schar meiner Mitspieler ein bisschen aufpassen muss, da bin ich gerne schnell unterwegs.

Ein Loblied auf die Radikalität!