Die Support-Champions in League of Legends II

Nach den klassischen Supportern, diesen Feen und guten Geistern geht es heute um die Supporttanks, und zwar um die, die fast nur auf der Botlane gespielt werden – natürlich kann man auch mit einem Taric junglen, aber die Realität ist meistens eine andere. Die Jungler und Toplaner, die sich manchmal auf die Botlane verirren um als Supports gespielt zu werden, sind jetzt noch nicht dabei, die werden erst im Bereich der Exoten aufgeführt.

Taric

„Edelsteine, Edelsteine …“ Ich fange also mit dem BlingBling-Paladin an. Taric ist ein etwas nerviger Bursche, wenn man nicht gerade ohne Ton spielt, ansonsten aber durchaus ganz brauchbar. Seine Heilung auf dem Q ist eine der schwächeren, nicht nur wegen der überschaubaren Menge an Leben, die da so bei rumkommt, sondern auch weil sie einen Cooldown hat, der nur Spielern, die in geologischen Maßstäben denken, kurz vorkommen kann. Ja, Taric bringt Sustain, aber das ist echt nicht seine größte Stärke.

Auf seinem W liegt dann schon eher eine. Das W hat eine passive und eine aktive Eigenschaft, die passive verstärkt die eigene Rüstung und strahlt auch eine solche Aura aus, die aktive sprengt den hässlichen Mineralienkranz um die Füße und macht im Umkreis Schaden, dafür fehlt nun die passive. Mit ein bisschen Fertigkeitenstärke(AP) kann man daraus recht ordentlichen Burstschaden entwickeln. Das E ist ein Stun, der noch nicht mal gezielt werden muss – und das macht ihn zu einem der einfacher zu spielenden Supporttanks. Der Stun ist Tarics große Stärke, macht ihn zu einem echten Killlaner, verstärkt Ganks unverhältnismäßig.

Tarics Ulti ist wiederum ein kleiner Burstschaden rund um ihn herum, im Prinzip wie das W schon. Dazu kommt aber eine überwältigende Ausstrahlung, die unser charimatischer Klunkerritter plötzlich bekommt, kurz, eine Aura unterstützt alles, was die Teamkollegen um ihn rum machen. Das sieht nicht besonders eindrucksvoll aus, gewinnt aber Spiele. Und ich hörte davon, dass das von manchen vorgezogen wird.

Warum ist Taric eigentlich ein Tank? Sein W gibt ihm nicht nur zusätzliche Rüstung, es skaliert auch noch mit der Rüstung, die man ihm baut. Ist Taric voll gerüstet, dann können AD-Champions ihm recht wenig antun, und er gibt eben auch noch einige Prozent seiner Rüstung an seine Teammitglieder ab. Es macht also Sinn, viel Rüstung auf ihm zu bauen, und ebenso viel Mana, denn davon bekommt er zusätzliche Angriffskraft – aber das gehört ja nicht in den Tank-Bereich.

Taric ist, man mag das schon gemerkt haben, für mich eher so ein Ausweichchampion.  Ich habe ihn schon oft gespielt, ich habe ihn sogar schon im Jungle Gassi geführt, was wirklich gut geht, schließlich ist er mit seinem Stun eine echte Gefahr bei jedem Gank. Aber sowohl im Jungle als auch auf der Botlane macht seine Langsamkeit wenig Spaß. Und in Teamkämpfen ist sein Effekt vollkommen unsichtbar. Ja, es geht alles besser mit ihm, aber man hat nie das Gefühl, hier gerade was Tolles zu machen. Und hat man einmal alle Fähigkeiten aktiviert, dann kann man bis zum Ende des Teamkampfes auch nur noch mit Autoangriffen durch die Gegend wackeln, so hoch sind alle CDs.  So motiviert er einfach deutlich weniger als andere Champions. Und trotzdem ist er einer der Supporttanks die ich eher spiele – ja, ich schreibe heute nicht unbedingt über meine Lieblinge.

Nunu

Sprach ich gerade schon über nervige Sprachausgaben? Jo, Nunu ist auch nicht viel besser. Und ein bisschen ist fraglich, ob er überhaupt ein Tank ist. Nichts an ihm skaliert mit Rüstung, Leben oder Magieresistenz – allerdings hat Nunu mehr Leben von Anfang an, als alle anderen Champions in LoL. Also bau ich ihn mal hier ein.

Nunus Q ist das konsumieren von gegnerischen Minions oder Junglekreaturen. Nunus Yeti wird davon nicht nur satt, er heilt sich damit auch – und von den Viechern im Jungle bekommt er sogar noch kleine Buffs, was ihn eigentlich wieder zu einem brauchbaren Jungler machen sollte. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass diese Idee von Riot total aufgegangen ist. Das W des Yetireiters ist ein sehr starker Buff, und der eigentliche Grund, warum man auf die Idee kommen kann, ihn zu spielen. Er gibt sich selbst und einem ausgewählten Partner zusätzliche Angriffsgeschwindigkeit und auch die Bewegungsgeschwindigkeit wird größer. Dieser doppelte Buff ist saumächtig und man kann ihn fast durchgängig auf seinem ADC halten.

Das E ist der Schneeball, den Nunu jedem ins Gesicht wirft, der in seine Nähe kommt. Der macht ordentlich Schaden und hat einen Slow und dann ist er im Cooldown und dann kann man eigentlich nichts tun – ja, ich werte schon wieder. Dafür ist der Ulti nett. Nunu kanalisiert einen Zauber, der eine recht große Fläche vereist (mit Slow versteht sich) und am Ende des Kanalisierens eine Menge magischen Schaden raushaut. Besonders gemeine Nunus kanalisieren den Ulti, während sie in einem Gebüsch stehen, dann sehen die Gegner außerhalb die weiße Fläche nicht und merken allenfalls am Slow, dass sie gleich ne ordentliche Kelle bekommen. Schwierig zu timen, aber sehr effektvoll.

Nein, ich mag auch den Nunu nicht mehr so arg. Ja, man kann schon viel mit ihm machen, aber er ist halt auch ein Melee, und in der Laningphase ist es nicht spannend, einen Buff die ganze Zeit aufrecht zu erhalten und ansonsten nur rumzurennen und mit Schneebällen zu drohen. Und ich kann Yeti samt Reiter bauen wie ich will, wenn ich anfange die Ulti zu kanalisieren, stürzen sich alle auf mich und hauen mich einfach um. Vielleicht bin ich auch einfach nur frustriert, weil ich ihn nicht spielen kann.

Alistar

Letzteres gilt für Ali noch dreimal mehr. Den Stier kann ich nicht, ich muss sogar mal eben nachschauen, auf welcher Taste er welche Fähigkeit hat. So, fertig.

Alistars Q ist der Knock Up, der rund um ihn herum Schaden macht und eben alle nach oben haut. Wenn so ein Stier halt mal sauer ist – und Ali ist immer sauer! Sein W stürmt auf Gegner an und schleudert sie weg – hat man das richtige Timing dafür, kann man aus der Kombination von Q und W quasi die Ulti von Malphite zusammenbauen, die ja nicht als total uninteressant bewertet wird. Das E ist eine Heilung, die sogar Minions mitbetrifft, was ihn zu einem sehr ordentlichen Pusher macht. Seine Ulti macht ihn zum Tank, denn er geht, wie man im Wrestling sagt, in einen Non-Selling-Mode, er macht mehr Schaden und kriegt weniger – wer wissen will, wie das aussieht, der googelt sich einen Kapmf vom ollen Hulk Hogan und sieht sich die letzten zwei Minuten an.

Knock Back und Knock Up und beides in einer Person, das ist ja stark. Ähm, ja, kann sein, ist so gar nicht mein Champion, wird sich vielleicht mal ändern, aber im Moment kann ich ihn einfach nicht spielen.

Blitzcrank

Einer der meistgebannten Champions LoL-weit, denn Blitzcrank kann mit einem guten Griff ein Spiel drehen – auch wenn er sonst vielleicht gar nicht so der Bringer ist. Sein Q ist auch gleich der Griff, mit dem er gegnerische Champions an sich heranzieht, oder auch Minions oder Buffkreaturen im Jungle. Der ist recht gut zu timen, etwas einfacher als die ähnlichen Fähigkeiten von Nautilus und Thresh, und er geht durch Wände durch, zieht direkt an sich heran – also eine wirklich widerliche Fähigkeit.

Das W macht Blitz schneller und lässt ihn auch schneller zuschlagen, und das ist der Grund, warum er meistens in Richtung AD gespielt wird – der Grund, warum er Tank ist, ist übrigens seine Passive, die ihm einen vom Mana abhängigen Schild gibt, wenn er unter eine bestimmte Lebendigkeit fällt. Mit dem übertakteten Blitz kommt man flott herum, was ihn sympathisch macht.

Das E ist ein Knock Up – ja, fast jeder Supporter kann irgendeinen Knock Up, ist fast ein Trademark. Mit dem nächsten normalen Schlag schlägt Blitz den Gegner in die Höhe und macht mehr Schaden. Die Ulti ist ein hässlicher Blitzdings-AoE, und der hat sogar noch eine Passive, mit der er immer mal zufällige Blitze verteilt – einfach alles an Blitz ist irgendwie blitzig.

Man kann ihn nicht so oft spielen, weil er wirklich oft gebannt wird, und wenn die Gegner ein gutes Stellungsspiel haben, dann muss man sich auch wirklich anstrengen, um mit Blitz irgendwas zu reißen. Auf der anderen Seite gibt es diese Spiele, wo man den ADC in den Schatten stellt, weil man einfach mehr im Spiel bewegt.

Thresh

Der einzige nicht Melee in dieser Runde, da er mit seinen Ketten herumpeitscht und dadurch Reichweite bekommt. Nebenbei ist er der einzige Champion bisher, über den ich schreibe, ohne ihn in meinem eigenen Championpool zu haben. Deswegen halte ich mich hier auch kurz. Auch Thresh hat einen Griff, mit dem er Gegner packt, allerdings an einer Kette, weshalb er den Gegner entweder langsam an sich zieht, oder schneller sich zu dem Gegner. Daneben hat er eine Laterne, mit der er schildet, mit der er Teammitgliedern die Chance gibt, sich zu ihm zu ziehen und mit der er für Sicht in Büschen sorgen kann – alles nicht unpraktisch. Das waren Q und W, das E schlägt Gegner ein bisschen zurück, oder zieht an sich heran, auch nur ein bisschen, und sorgt dafür, dass Thresh mehr Schaden macht, wen er länger nicht mehr angegriffen hat. Der Ulti ist eine Art Zaun, die Gegner stark schädigt und verlangsamt, wenn sie durch laufen.

Irgendwie hat es bei mir nicht zu Thresh gereicht, ich mag die Mechaniken nicht so sehr, finde das E eher kompliziert, und das Timing für den Hook ist nicht unkompliziert. Thresh ist einer der stärksten Supportchampions, wenn man ihn beherrscht und wird oft bis hinauf in die LCS gesehen.

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Über Hollarius

Ich bin in den Siebzigern geboren, halte mich voll Hybris für einen Künstler und meine auch noch, alle müssten lesen, was ich so meine ...

Veröffentlicht am Oktober 27, 2013 in Computerspiele und mit , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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