Vorschlag zur Güte

Wie inkonsequent man sein kann. Mein letzter Blogpost wollte eigentlich unter anderem sagen: Ich habe keinen Bock mehr auf diese blöden innerparteilichen Diskussionen und lass das einfach. Da aber durch die Unterstützung von Dave-Kay gestern mein Blog explodiert ist und ich mehr Klicks hatte, als jemals zuvor – was ja nicht dazu passt, dass ich eigentlich nur mein Herz ausgeschüttet habe und begründet, warum die Piraten für mich ein bisschen weniger wichtig werden -, will ich noch ein letztes Mal einen Vorschlag machen:

Lasst uns doch bitte zu der Chaos-Partei zurückkehren, die wir vor zwei oder drei Jahren mal waren! Eine Partei, in der programmatisch und aktivistisch alle ihren Job machen und sich nicht gegenseitig reinreden. Eine Partei, in der Mehrheitsentscheidungen hingenommen werden und weder Vorstände noch Listen noch Programmpunkte schlecht gemacht werden, nur weil man selbst anders abgestimmt hat, als die Mehrheit. Eine Partei, in der Aktionen besprochen und beurteilt werden, aber keine Hetzjagden veranstaltet werden.

Eine Partei, die genauso bunt und heterogen ist, wie die Programmpunkte, die sie vertritt. Eine Partei, die mit dem Politsprech aufräumt und sich lieber die Zunge verbrennt, als mitzuschwimmen. Eine Partei, die ihre vielen guten Ideen kompromisslos und radikal nach außen trägt. Die sich die Zeit lässt, sich weiterzuentwickeln und wieder vernünftig mit den eigenen Fehlern umgeht. Eine Partei, die Inklusion und Emanzipation für alle in Angriff nimmt. Die das mit dem Markenkern, der Plattformneutralität ernst nimmt, und sie nicht nur auf die Bereiche beschränkt, in denen es bequem ist.

Bekennen wir Farbe, sie ist orange!

Und wenn wir dann noch Twitter abstellen, dann könnte es sogar noch was werden …

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Über Hollarius

Ich bin in den Siebzigern geboren, halte mich voll Hybris für einen Künstler und meine auch noch, alle müssten lesen, was ich so meine ...

Veröffentlicht am Mai 31, 2014 in Nicht kategorisiert und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Georg v. Boroviczeny

    Ach, das geht sogar jetzt in der Partei, nur eingeschränkt auf die positiv Aktiven, auf echte AGs und auch viele Fraktionen: frau/man(n) muss nicht gleicher Meinung sein, kann/soll sich auch heiß und engagiert auseinandersetzen, dabei aber sein/ihr Gegenüber achten.
    EInem -eher geringen, aber oft recht lautstarken- Teil der Partei fehlt es an dieser Achtung; anpfeifen, notfalls mal ‘ne zeitlang ignorieren, vielleicht hilft das und verändert nicht nur uns, sondern auch die Wahrnehmung über uns positiv.

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