Fitnesstagebuch VII

Sonntag: Was habe ich gestern geschrieben? Fünf Minuten wollte ich schaffen, wenn schon nicht die siebeneinhalb? Holy Moly, ich habe gerade die erste Übung hinter mir, Military Press mit erhöhten Händen, und nein, ich habe die fünf Minuten nicht geschafft, es waren gerade mal vier. Dann konnte ich einfach die Military Press-Haltung gar nicht mehr halten – ich war vorher schon zwei oder dreimal aufgestanden, weil sich alles verweigerte. 34 Wiederholungen habe ich geschafft, das ist relativ okay, und ja, ich spüre die entsprechenden Muskeln. Aber siebeneinhalb Minuten? Ich merke, es ist noch ein weiter Weg zu der Null, bei der man so anfängt.

Und bei den abschließenden Trizeps-Dips dann der leichte Zusammenbruch. Mein Kreislauf hat sich kurzzeitig verabschiedet, schwindlig, leichte Übelkeit. Insgesamt habe ich 151 Wiederholungen in den Armen von vier verschiedenen Übungen. Ich glaub, ich geh jetzt wieder ins Bett.

Kleine Zwischenmeldung vom Dienstag. Erstens muss ich mich für meine Faulheit selbst geißeln. Aufgrund der Situation um mein schmerzendes Knie und weil ich gestern einen Muskelkater hatte, der so ziemlich alles überstieg, was ich bisher kannte, habe ich die Beinübungen für diese Woche gecancelt. Ich hoffe, dass ich diesen Trainingsrückstand jemals wieder aufholen werde.

Heute hingegen habe ich – trotz des immer noch durchaus vorhandenen Muskelkaters von Sonntag – das Zugtraining gemacht. Und dabei eine Neuerung: Ich habe zwischen den einzelnen Übungen, die ich im Intervalltraining gemacht habe, keine Pausen gesetzt, wie ich das sonst immer gemacht habe. Das brachte meinen Kreislauf schon wieder ein wenig an seine Grenzen, aber es ging. Ich muss mir diese Pausen langsam abgewöhnen. Ist aber noch nicht so einfach.

Donnerstag – ich fühl mich gerade, als ob ich noch nie irgendwas gemacht hätte und dann in ein hochintensives Training geworfen werde. Jetzt sind Torsoübungen ja eh nicht mein Steckenpferd, aber die hochintensiven Übungen sind definitiv schlimmer, als sie auf dem Papier aussehen. Immer nur zwanzig Sekunden Training, dann zehn Sekunden ausruhen. Vier Minuten lang bei drei Übungen, also nur zwölf Minuten, ist doch easy, oder? Nicht für mich. Nach zwei Minuten war ich bei jeder der drei Übungen so voller Muskelschmerz, dass nichts mehr ging. Nach anderthalb Minuten war klar, dass ich nicht mehr weit bei der ersten Übung komme. Gut, dachte ich, Planänderung, ich mach von jeder Übung zwei Minuten, und dann kann ich am Ende die ganze Nummer wiederholen. War auch eine hübsche Idee. Geht aber nicht. Der Weg ist, und diese Woche zeigt das brutal, noch sehr weit.

Samstag, heute, Zirkeltraining. Eigentlich zwanzig Minuten lang, aber ich habe auch das nicht durchgehalten … gut fünfzehn Minuten waren es, sechs Runden, 144 Wiederholungen. Ein bisschen frustriert gehe ich schon aus dieser ersten Woche mit dem gemischten Training. Einen Tag ausfallen gelassen, sonst fast alle Trainings gekürzt. Man kommt halt manchmal an Grenzen.

Über Hollarius

Ich bin in den Siebzigern geboren, halte mich voll Hybris für einen Künstler und meine auch noch, alle müssten lesen, was ich so meine ...

Veröffentlicht am Oktober 10, 2015 in Nicht kategorisiert und mit , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: