Zehn Dinge, die eine linke Partei sagen müsste, damit wir sie ernst nehmen können

  1. Wir koalieren nicht mit Konservativen, Neoliberalen und schon gar nicht mit Faschisten.
  2. Links ist die Zukunft. Wir fragen neue Fragen und beantworten sie nicht mit alten Antworten. Die Gesellschaft verändert sich, und nur mit linker Politik verändert sie sich zum Guten.
  3. Jeder Mensch braucht ein Einkommen, von dem sich leben lässt. Die menschenverachtende Praxis von Hartz 4 und Agenda 2010 muss abgeschafft werden.
  4. Der Kapitalismus hat gezeigt, dass er außer Destruktion nicht viele Talente hat. Selbstverständlich diskutieren wir, wie das momentane Wirtschaftssystem reformiert und letztlich überwunden werden kann.
  5. Links ist international. Wir wollen bessere Politik nicht nur für das Land, in dem wir leben, sondern für die ganze Welt.
  6. Wenn das Klima für nachfolgende Generationen noch lebenswert und überlebbar sein soll, dann müssen wir jetzt radikal umschwenken. Da darf es keine Kompromisse und keine Rücksicht geben.
  7. Wir müssen aufhören, Kinder und Jugendliche zu braven Konsumenten auszubilden, wir brauchen große Investitionen in eine echte Bildung, in der nicht Geschwindigkeit und Scheinkompetenz zählt, sondern die Fähigkeit zu kritischem und kreativen Denken, damit sie mit den Fehlern unserer Generationen erfolgreich umgehen können.
  8. Von uns geht Frieden aus. Bewaffnete Einsätze der Bundeswehr müssen die absolute Ausnahme sein, humanitäre Einsätze ohne Waffen sind unsere Pflicht. Nur wenn wieder ein Auschwitz oder Treblinka zu verhindern ist, müssen Waffen sprechen. Ansonsten darf die Bundeswehr nur Verteidigungsarmee sein.
  9. Vielfalt ist unsere Stärke. Woher ein Mensch stammt, sagt nichts über ihn aus. Wir treten dem Hass entgegen, wir treten der Angst entgegen, beteiligen uns nicht an Abschiebungen und Schikanen gegen Menschen, die bei uns Hilfe suchen. Wir wollen den Asylparagrafen im Grundgesetz wieder so umfassend gültig machen, wie er einst war.
  10. Wir haben eine besondere Verantwortung gegenüber allen, die unsere Vorfahren so barbarisch verfolgten und ermordeten. Egal ob Juden, ob Sinti oder Roma, wenn wir als deutsche Gesellschaft etwas tun können, damit die Nachfahren derer, an denen unsere Vorfahren so schreckliche Verbrechen begangen, heute weniger Leid erfahren, dann ist das unsere Pflicht.
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Über Hollarius

Ich bin in den Siebzigern geboren, halte mich voll Hybris für einen Künstler und meine auch noch, alle müssten lesen, was ich so meine ...

Veröffentlicht am Juni 10, 2017, in Nicht kategorisiert. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 8 Kommentare.

  1. nur aus interesse: was hältst du von „die urbane“? https://www.die-urbane.de/

    • Klingt sehr nett, allerdings bin ich dem HipHop nicht soo nahe und auch noch ein Landei^^

      • soweit ich das richtig verstanden habe im wahlprogramm,wollen die eben nicht nur für die städter da sein…sondern städter und und „landeier“ zusammenführen(quasie die hand reichen und einen ohne dabei linke prinzipien über bord zu werfen.) https://www.die-urbane.de/files/DieUrbane-Parteiprogramm-Fassung-19052017_2.pdf

      • Insgesamt bin ich im Moment eher nicht daran interessiert, das Experiment mit Parteien zu wiederholen, daher ist mein Text auch nur ein Denkanstoß an die Parteien, die schon hier und da Verantwortung haben. Die Urbane soll erstmal in ihrem Millieu wachsen, bevor ich mich da wirklich mit auseinandersetze 😉

      • vorallem gehts nicht vorderrangig (hinterrangig schon,weil viel subkultur) um hiphop.das scheint nur ne art aufhänger/pr zu sein

      • ok,ich sehe gerade ,bei „#Rundfunkbeiträge“ haben die sehr viel dumme geschrieben… m(

      • dummes*

    • ich stimme allen 10 punkten von dir zu.
      und ja,“die urbane“wird bei der bundestagswahl 2017 wohl keine rolle spielen.aber deine meinung zu der partei würde mich trotzdem sehr interessieren.

      mfg 🙂

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