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Fitnesstagebuch IX

Heute nur kurz. Nach neun Wochen gibt es nicht mehr so viel zu erzählen. Der Anfang der Woche war gut, ich habe zum ersten Mal mit normalen Liegestützen ein Intervalltraining machen können, waren dann auch nur 18 Liegestützen, aber vor ein paar Wochen ging das ja noch nicht. Ansonsten liefen Sonntag und auch der Montag gut, ein Hochintensivitätsprogramm mit den Beinen, das aber nur ging, weil ich Übungen ersetzt habe – ja, wegen der Knie, richtig. Aber auch die Wadenübungen, die ich quasi aus einer halb vergessenen Aufwärmphase für Tänzer genommen habe, wurde nach vier Minuten zur absoluten Qual – und quälen sollte ich mich ja.

Das „Aber“ war jetzt schon zu erwarten, oder? Also: Aber dann habe ich zwei Tage ausgesetzt – zum ersten Mal in diesen neun Wochen habe ich zwei Tage am Stück nicht trainiert – der Grund ist einfach, ich fühlte mich irgendwie matschig, erkältet. Also habe ich mir gedacht, gut, dann geht es Donnerstag weiter – aber auch zugegeben, Donnerstag und Freitag habe ich jeweils nur ein bisschen rumgespielt mit meinen Übungen, ich fühlte mich einfach noch nicht. Gestern habe ich dann das gute Zirkeltraining von der Vorwoche wiederholt – aber es geht mir nicht so richtig toll, ich hatte nach den sieben Durchläufen etwas Kreislaufprobleme.

Ich hatte so etwas schon die ganzen Wochen befürchtet, Training und Novemberwetter im Oktober passen auch nicht so gut zusammen. Nun gut, ich habe nicht aufgegeben, ich muss nur seit es die gemischten Trainings an fünf Tagen die Woche gibt, eingestehen, dass ich relativ an der Grenze dessen bin, was geht. Da braucht es dann nicht viel, um mich ein bisschen aus dem Training zu schießen.

Wirkung: Ja! Ich werde hier und da darauf angesprochen, dass ich abgenommen hätte, oder auch, dass ich gesünder aussehe. Und ich spüre die Konturen meines Körpers weiter konkret werden.

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Fitnesstagebuch VIII

Die achte Woche hat heute mit den Hochintensivitäts-Übungen für die Arme angefangen. Ich bin ehrlich gesagt, am Boden zerstört. Ich habe schon alle Übungen auf der Treppe gemacht, weil sie flach gar nicht gehen, aber der Schmerz war zu groß. Ja, ich habe jede Übung probiert, ich habe eine Liegestützform auch zweieinhalb Minuten durchgehalten, bei den anderen Übungen habe ich aber völlig versagt. Es ist noch zu schwer.

Es ist Samstag und diese schreckliche Trainingswoche ist vorbei. Nach der Pleite am Sonntag hatte ich mich Montag ins Beintraining gestürzt, wobei ich zwei Übungen durch andere ersetzte, um meine Knie zu schonen. Bei den Good Mornings, die quasi einfach nur Verbeugungen mit geradem Rücken sind, kam ich auf gut achtzig Wiederholungen und holte mir dabei den schlimmsten Muskelkater des gesamten inzwischen achtwöchigen Trainings – vielleicht war es auch einfach ein Muskelfaserriss, was weiß ich, es tut auf jeden Fall immer noch weh, wenn ich die Oberschenkel falsch anspanne. Ja, Oberschenkel, denn deren Muskeln werden dabei ge-, nee, überdehnt und das Ergebnis war furchtbar.

Das hat dann auch auf die beiden Trainings für Zug- und Torsoübungen durchgeschlagen. Aus dem ganz einfachen Grund, dass ich mich so miserabel fühlte, weil jede Bewegung irgendwie wehtat, dass ich diese Trainings nicht voll durchgezogen habe. Naja, immerhin habe ich gerade mein Zirkeltraining abgeschlossen und einen Durchlauf mehr geschafft, als letzte Woche. Ist ja auch was.

Das Ende winkt inzwischen schon. In zwei Wochen habe ich die zehn Wochen hinter mir. Ich werden dann, glaub ich, zwei Wochen Trainingspause machen. Mal schauen, wie es sich anfühlt, wenn keine Muskeln schmerzen. Könnte ja auch ganz schön sein.

Fitnesstagebuch VII

Sonntag: Was habe ich gestern geschrieben? Fünf Minuten wollte ich schaffen, wenn schon nicht die siebeneinhalb? Holy Moly, ich habe gerade die erste Übung hinter mir, Military Press mit erhöhten Händen, und nein, ich habe die fünf Minuten nicht geschafft, es waren gerade mal vier. Dann konnte ich einfach die Military Press-Haltung gar nicht mehr halten – ich war vorher schon zwei oder dreimal aufgestanden, weil sich alles verweigerte. 34 Wiederholungen habe ich geschafft, das ist relativ okay, und ja, ich spüre die entsprechenden Muskeln. Aber siebeneinhalb Minuten? Ich merke, es ist noch ein weiter Weg zu der Null, bei der man so anfängt.

Und bei den abschließenden Trizeps-Dips dann der leichte Zusammenbruch. Mein Kreislauf hat sich kurzzeitig verabschiedet, schwindlig, leichte Übelkeit. Insgesamt habe ich 151 Wiederholungen in den Armen von vier verschiedenen Übungen. Ich glaub, ich geh jetzt wieder ins Bett.

Kleine Zwischenmeldung vom Dienstag. Erstens muss ich mich für meine Faulheit selbst geißeln. Aufgrund der Situation um mein schmerzendes Knie und weil ich gestern einen Muskelkater hatte, der so ziemlich alles überstieg, was ich bisher kannte, habe ich die Beinübungen für diese Woche gecancelt. Ich hoffe, dass ich diesen Trainingsrückstand jemals wieder aufholen werde.

Heute hingegen habe ich – trotz des immer noch durchaus vorhandenen Muskelkaters von Sonntag – das Zugtraining gemacht. Und dabei eine Neuerung: Ich habe zwischen den einzelnen Übungen, die ich im Intervalltraining gemacht habe, keine Pausen gesetzt, wie ich das sonst immer gemacht habe. Das brachte meinen Kreislauf schon wieder ein wenig an seine Grenzen, aber es ging. Ich muss mir diese Pausen langsam abgewöhnen. Ist aber noch nicht so einfach.

Donnerstag – ich fühl mich gerade, als ob ich noch nie irgendwas gemacht hätte und dann in ein hochintensives Training geworfen werde. Jetzt sind Torsoübungen ja eh nicht mein Steckenpferd, aber die hochintensiven Übungen sind definitiv schlimmer, als sie auf dem Papier aussehen. Immer nur zwanzig Sekunden Training, dann zehn Sekunden ausruhen. Vier Minuten lang bei drei Übungen, also nur zwölf Minuten, ist doch easy, oder? Nicht für mich. Nach zwei Minuten war ich bei jeder der drei Übungen so voller Muskelschmerz, dass nichts mehr ging. Nach anderthalb Minuten war klar, dass ich nicht mehr weit bei der ersten Übung komme. Gut, dachte ich, Planänderung, ich mach von jeder Übung zwei Minuten, und dann kann ich am Ende die ganze Nummer wiederholen. War auch eine hübsche Idee. Geht aber nicht. Der Weg ist, und diese Woche zeigt das brutal, noch sehr weit.

Samstag, heute, Zirkeltraining. Eigentlich zwanzig Minuten lang, aber ich habe auch das nicht durchgehalten … gut fünfzehn Minuten waren es, sechs Runden, 144 Wiederholungen. Ein bisschen frustriert gehe ich schon aus dieser ersten Woche mit dem gemischten Training. Einen Tag ausfallen gelassen, sonst fast alle Trainings gekürzt. Man kommt halt manchmal an Grenzen.

Fitnesstagebuch VI

Kleine Notiz von Donnerstag. Mein linkes Knie ist angeschlagen, schon seit Wochen. Immer wieder erholt es sich über die Woche bis Dienstag und dann tut‘s wieder weh. Weil eben dienstags die Beinübungen dran sind. Es nervt ein bisschen. Es ist nicht schrecklich schlimm, es war auch schon mal schlimmer, aber das ändert nichts dran, dass ich etwas frustriert bin. Als letzte Maßnahme bevor ich mich in die Hände von Medizinern gebe, die mir ja eh nur erzählen werden, dass ich erstmal abnehmen muss, werde ich jetzt die nächsten zwei Wochen dienstags nur Sachen machen, bei denen ich keine starke Kniebeugung habe. Das klingt ein bisschen nach Trainingsfaulheit, aber ich denke, gerade weil die Beine eh der Bereich sind, wo ich definitiv am leistungsfähigsten bin, kann ich da mal ein bisschen Schonung einstreuen.

So, jetzt zurück zu Zugübungen, bin mit dem heutigen Training noch nicht fertig. Bis Samstag oder so.

Der Samstag ist erreicht, ich stecke mitten in den Torsoübungen. Ich bin mit den letzten beiden Wochen nicht so recht zufrieden. Die Übungen mit dem hohen Anspruch und den wenigen Wiederholungen haben mich zwar oft aus der Puste gebracht, hier und da fühlten sich Muskeln auch sehr leer an, aber ich spüre keinen direkten Fortschritt. Was nicht heißt, dass ich die Wiederholungszahlen der Vorwoche nicht fast durchgängig verbessert habe. Aber vielleicht fehlt mir, so bescheuert das klingt, der Muskelkater.

Allerdings kommt dazu, dass die anspruchsvolleren Übungen eben auch bedeuten, dass sie schwer sauber durchzuführen sind. So habe ich öfter das Gefühl, dass irgendwas mit den Ausführungen nicht stimmt, ich bin mir dann nicht sicher, ob ich was falsch mache, und deshalb dann auch die Übung nicht anschlägt. Seltsame Gedanken, ich weiß.

Ab morgen kommen dann die gemischten Wochen, ich fang morgen mit Stufenintervallen bei Liegestützen an, und ich, hüstel, werde dann wohl mal die Stufenintervalle ein bisschen mehr so machen, wie im Buch gesagt. Ich werde es versuchen. Also nicht nur ein Mal das Stufenintervall durch machen, sondern nach Abschluss von vorne anfangen, bis siebeneinhalb Minuten um sind. Vielleicht starte ich auch erstmal mit fünf Minuten, denn das erscheint mir im Moment wie eine unglaublich lange Zeit. Man darf nicht vergessen, ich habe bei minus 100 angefangen, ich bin auch noch nicht so richtig bei Null. Außerdem gibt es dann Supersätze fürs Bein – mit der oben erwähnten Einschränkung -, Das Intervalltraining der zweiten beiden Wochen fürs Ziehen und zum Abschluss Hochintensitätssätze für den Torso. Zum richtigen Abschluss? Nein! Denn danach kommt noch ein Zirkeltraining für einen fünften Tag. Ich bin begeistert.

Ach ja, das dritte von den neuen Löchern im Gürtel ist jetzt auch schon im Gebrauch. Der Bauchumfang schmilzt also weiter. Bis nächste Woche!

Fitnesstagebuch IV

(Disclaimer: Lest erst die ersten drei Abschnitte meiner Leidensgeschichte, ich knüpfe stark an das bisher geschriebene an.)

Es ist Dienstag und ich möchte meine Übungen noch um ein paar Minuten verschieben. Also schreibe ich ein paar Worte für den samstäglichen Blogpost:

Ich weiß nicht, wer es sich vorstellen kann, aber das Leben mit drei Zentnern Gewicht und wenig Fitness schränkt halt schon ein. Im Speziellen dann, wenn man körperliche Arbeiten verrichten will oder muss. Gestern habe ich einfach mal ein Auto sauber gemacht. Das klingt nach wenig Aufwand, hätte aber vor drei Wochen noch viele Pausen und viel Ächzen gefordert, man bückt sich ungern, bewegt sich langsam und muss man Sachen tragen, heben oder ähnliches, dann geht das zwar, aber ist immer auch ein Aufwand.

Gestern habe ich die Arbeit immer noch nicht gerne gemacht – ich leide nicht unter der psychischen Krankheit gerne zu putzen – aber ohne Pausen, ohne Mühen, und fast ohne Ächzen. Ich glaube kaum, dass ich in den letzten drei Wochen ernsthaft was abgenommen habe, aber die Fitness ist, so fühlte sich das zumindest gestern an, explodiert.

Es ist Freitag, ich habe mein letztes Training auf mittlerer Intensität auf heute vorgezogen, weil morgen die Zeit knapp ist. Also kommt heute  auch schon der Blogpost. Ja, was gibt es zu sagen, während ich wegen der Beinheben keuche, die immer noch der absolute Graus sind?

Als erstes, ich ziehe es immer noch durch, ich habe zu diesem Zeitpunkt, wo noch drei Übungen von heute ausstehen, in dieser Woche schon um die vierhundert Wiederholungen diverser Übungen gemacht. Man prophezeite mir, dass nach zwei bis drei Wochen Training der Muskelkater weniger wird – lasst mich kurz überlege – nein. In den letzten knapp vier Wochen hatte ich keinen Tag ganz ohne Muskelkater.

Faszinierend sind die Steigerungen, die möglich sind. Jetzt bin ich mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich am Sonntag der Vorwoche alles gegeben hatte, doch diesen Sonntag habe ich die Zahl der Wiederholungen um 55 Prozent gesteigert. Von einer Woche zur nächsten! Ganz so stark ist es nicht bei allen Übungen, aber andererseits fällt es auch nirgends und bei einigen Übungen konnte ich auch nicht wirklich weiter steigern, weil der Plan 36 Wiederholungen als Höchstmaß vorsieht – wie, ich hätte auch noch mehr machen können? Ich verstehe das Konzept nicht. Mal im Ernst, erstens gehe ich davon aus, dass der Trainer sich bei den Zahlen was gedacht hat, und zweitens gehörte mehr Mühe als nötig eigentlich noch nie so wirklich zu den Konzepten, die ich verstand.

(Das ist jetzt ein bisschen gelogen. Kennt ihr noch diese Fitnessbänder, die mal eine Gerätemode waren? Ich habe welche hier liegen, jemand brauchte die nicht mehr. Hab ich doch gestern Abend gleich noch ein kleines zusätzliches Armtraining durchgezogen, das ich heute in den Unterarmmuskeln spüre, die ich bisher scheinbar vergessen habe.)

Mit der Motivation ist es immer noch ein Kreuz. Ich mein, mit der Motivation JETZT das Training zu beginnen, mit der Motivation JETZT die nächste Übung zu beginnen. Ich vermute aber, das wird nächste Woche ein bisschen anders, weil es dann die sogenannten Supersätze gibt, die auf der einen Seite noch höhere Intensität versprechen, aber auf der anderen Seite auch abwechslungsreicher und kürzer sind. Überhaupt ist ein Trainingswechsel ja erstmal spannend. Schließlich sehnt der Geist sich ja immer nach Abwechslung. Wie gut ich dann mit Schnellkraftübungen und sowas klar komme, ich weiß es noch nicht. Einige der Übungen erscheinen mir auch noch utopisch, ich werde wohl auch da an einigen Ecken die Sachen vereinfachen müssen, damit ich das Training überhaupt machen kann. Aber davon berichte ich dann nächste Woche.

PS meine Hosen schlackern um die Beine. Das ist doch nicht normal.