Blog-Archive

Nach dem Patch – oder – Warten auf das Lich King …

Ja, manchmal ist es dann doch wieder WoW über das ich schreiben muss. Es ist schon irgendwie seltsam. Da kämpft man sich monatelang durch Azeroth und die Scherbenwelt, hat sich gerade mit dem Gefühl angefreundet, nun zu den 70ern zu gehören, den Charakteren, die nur noch in Hero-Inis und Raids ihre Bestimmung finden – also die richtig schwierigen Sachen angehen, da ist „Wrath of the Lich King“ nicht mehr fern, die neue Erweiterung, die WoW auf ein weiteres Level heben wird. Dann wird man bis 80 weiter können, dann wird man neue Instanzen und Raids entdecken können, und die Charaktere bekommen neue Fertigkeiten, die natürlich noch stärker und besser sind – woraufhin die Gegner auch wieder stärker und besser werden … ist ja klar, oder?

Aber im Moment ist das Spielgefühl von WoW irgendwie seltsam. Auf der einen Seite werden gerade einige Länder von den Untoten der Geißel angegriffen – das gibt zusätzliche Kämpfe, und vor allem einiges an Atmosphäre, weil die Geißel an allen möglichen Ecken und Punkten auftaucht – auch für niedrigstufige Charaktere wie den Paladin, den ich gerade hochspiele, um nicht immer nur Jäger zu sein. Auch tauchen an einigen Stellen seltsame neue NPCs auf … es gibt schon ein bisschen was zu sehen.

Aber auf der anderen Seite gab es vor zwei Wochen einen riesigen Patch, der das ganze Spiel sehr heftig verändert hat. Die neuen Talentbäume wurden implementiert, man kann nun Inschriftenkundiger werden – ein neuer Beruf – und die gesamte Scherbenwelt wurde ziemlich extrem vereinfacht. War es vor dem Patch noch ein ziemlich großes Unterfangen, die Raidinstanz Karazhan mit normal ausgestatteten Charakteren zu leeren, ist es inzwischen fast ein Spaziergang. Niemand passt richtig auf, alle drücken nur die Knöpfe, die sie gewohnt sind zu drücken – und die Bosse fallen wie die Fliegen. Kara mit nur einem Tank? Kein Problem … ganz ehrlich, gestern kamen wir auf die Idee, Karazhan zu fünft, statt zu zehnt zu versuchen … haben es aber dann gelassen, weil wir keine besonders gute Mischung gehabt hätten. (Machbar war Kara auch vorher schon zu fünft, allerdings nur von unglaublich gut ausgestatteten Charakteren und den passenden Charakterklassen). In den letzten Tagen war ich in zwei Instanzen, nicht, weil ich was für meinen Jäger tun wollte – ich komme, wenn die Gilde ruft. Es geht dabei wirklich nur um die Hilfe für die Kollegen. Und beide Male habe ich mich tierisch gelangweilt – ich hätte lieber weiter meinen Paladin gelevelt, denn der soll möglichst bald ein annehmbarer Heiler werden – auch wenn momentan das Vorurteil, Paladine würden keinen Schaden machen, wirklich Quatsch ist.

Normale Instanzen sind einfach keine Herausforderung mehr. Auch der Nutzen ist natürlich gerade sehr zweifelhaft – also der Nutzen von Inis, Hero-Inis, ja sogar von Raids – man weiß nämlich nicht, was das Zeug bald wert ist, das man da bekommt. Bald machen wir uns auf den Weg von der 70 auf die 80 und vermutlich werden wir alles, was normal gut ist, nach drei oder vier weiteren Stufen auswechseln, und alles was sehr gut ist, nach fünf oder sechs. Dafür lohnt sich ja irgendwie der Aufwand nicht. Also twinkt man lieber, zieht also den Zweitcharakter hoch, und lässt den Erstcharakter sinnlos in Shattrath herumstehen – allenfalls, wenn der Twink Geld braucht, ist der Main wirklich wichtig.

Mein Ziel ist es nun, dass mein Pala möglichst vor dem Add-On in den Bereich der Scherbenwelt kommt – allerdings sind das noch 16 Stufen – und vielleicht sorge ich auch noch für ein bisschen Gold, in dem ich mit dem Main ein bisschen questen gehe – was auf jeden Fall sinnvoller ist, als Inis zu besuchen. Und dann auf nach Nordend, ich bin sehr gespannt … und ich werde berichten.