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Quick – Gauck … #notmypresident

Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass ich vor zwei Jahren geschrieben habe, Gauck wäre ein guter Kandidat. Er war damals der bessere Kandidat, aber gut war er damals schon nicht, und was er in den letzten Jahren gesagt hat, dass erschreckt mich und erinnert an das Hashtag, dass gegen Wulff schon im Einsatz war – #notmypresident!
Eigentlich seltsam, redet Gauck doch gerne und viel von Freiheit – und ich bin Pirat, gehöre also zu der Partei, in der Freiheit einen mehr als guten Klang hat – letztlich zu der einzigen Partei, die das Wort freiheit noch ernst nimmt. Gauck war in der DDR Bürgerrechtler, das sind wir heute – wie schade nur, dass er es nicht mehr ist …
Gauck hetzt gegen Occupy – #notmypresident!
Gauck finde Vorratsdatenspeicherung knorke – #notmypresident!
Gauck setzt Links und Rechts gleich, ergo Nazirelativierer, ergo – #notmypresident!
Gauck sagt, Anerkennung der Oder-Neiße-Linie sei grobes Unrecht gewesen – #notmypresident
Gauck verteidigt den Neoliberalismus – #notmypresident!
Gauck findet Sarrazins Mut gut – #notmypresident!

Ich könnte an dieser Stelle noch eine Weile weitermachen. Von Freiheit und Bürgerrechten hat Gauck sich offenbar getrennt, wenn Menschen , die in der H4-Mühle stecken, auf die Straße gehen, greift er sie harsch an. Seine hart ans nationalistische grenzende Deutschtümelei finde ich widerlich. Und wenn wir über ein weiteres Kernthema der Piraten sprechen, der Trennung von Staat und Kirche, was für ein fatales Signal ist es, einen Pastor als Präsidenten zu haben – zumal man sich von so einem wohl kaum ein sinnvolles Wort zu Rechten von Frauen und Homosexuellen erwarten kann. Ach, was rede ich:
#NOTMYPRESIDENT

Quick – und schon von der Aktualität überholt …

… ist mein letzter kleiner Beitrag über #notmypresident. Und was soll ich sagen … der Wulff ist übrigens auch #notmypresident … zu jung, zu nichtssagend, zu langweilig …

Quick – #notmypresident

Unter diesem Twitter-Stichwort „#notmypresident“ gibt es inziwschen eine ordentliche Oposition gegen Frau von der Leyen, die ja auch gern als Zensursula im Netz bezeichnet wird – ich bin da voll einverstanden mit, find ich super, allein, ich glaube irgendwie, dass die liebe Ursula nur ein trojanisches Pferd ist.
Jetzt mal ehrlich, der erste Kandidat wird es doch irgendwie nie, der Name wurde gestreut, damit man sich ein bisschen an ihr abarbeiten kann, und wenn erstmal ungefähr zwei Millionen Leute in der Facebook-Gruppe gegen Zensursula sind, dann wird der wirkliche Kandidat präsentiert und alle werden sagen, naja, hätte schlimmer kommen können … und dann kommt es schlimmer.
Um ehrlich zu sein, ich halte eigentlich niemanden in den regierenden Parteien für dieses Amt geeignet, das liegt ja schon daran, dass sie in der CDU oder FDP sind. Und ich finde die Idee, die hier und da auftaucht, dass Joschka Fischer ein guter Präsident wäre, immer noch nicht für völlig abwegig.
Ich finde, Bundespräsident sollte immer jemand werden, der nicht mehr tagesaktuell eingebunden ist, also keiner, der aktuellen Minister oder Ministerpräsidenten – argh, ich habe gerade das akustische Bild von Jürgen Rüttgers bei der Berlinder Rede, nicht schön – es sollte jemand sein, der nie mit schwarzen Konten in Kontakt war – das schließt die halbe CDU schon aus -, dem man eine gewisse Meinungskonsistenz zutrauen würde, und der vielleicht sogar jemand ist, der moderieren kann, einigen – und vielleicht sogar jemand, der es nicht für unproblematisch hält, Kriege für Wirtschaftswege zu führen. Ich könnte mir so halbwegs einen sehr kleinen Präsidenten, also Norbert Blüm vorstellen – der hat wenigstens Humor -, eventuell auch Klaus Töpfer … die sind zwar beide nicht mehr ganz frisch, und beide sind dadurch vorbelastet, dass sie bei Ehrenwort-Helmut Minister waren, aber für CDU-Politiker sind sie recht glaubhaft. Oder vielleicht auch Heiner Geißler …
Hm, nee, zu viel Hoffnung sollte man nicht in die Glaubhaftigkeit von Frau Merkel stecken … mal schauen, was da kommt …