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Leserbrief zu 10 Jahre Tafel Oberberg-Süd

Wie die Überschrift es andeutet, gab es in der heutigen Lokalzeitung einen Artikel, der das zehnjährige Bestehen einer Tafel feiert. Ich habe diesen Artikel mit ein bisschen Schrecken gelesen und mir viel etwas dazu ein.

 

„Seit zehn Jahren gibt es die Tafel in Waldbröl, und die Mitwirkenden dürfen sich zu Recht auf die Schultern klopfen, denn sie helfen Menschen. Gleichzeitig sind diese zehn Jahre aber auch zehn Jahre zu viel. Zehn Jahre Tafel bedeutet zehn Jahre völliges Versagen des Sozialstaates, und somit zehn Jahre Versagen der politischen Klasse, die Armut als alternativlos darstellt.

Ein vernünftiges Auskommen ist ein soziales Grundrecht, und dieses Grundrecht als Staat zu garantieren, das sollte für Politiker, denen das Wohl der Menschen am Herzen liegt, alternativlos sein.

Zehn Jahre Tafeln sind kein Grund zu feiern. Der Tag, an dem die Tafeln nicht mehr nötig sind, wird ein Tag zum Feiern sein.“