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Quick – Was ist an „Nafris“ denn so schlimm? – Oder: Warum Racial Profiling kacke ist!

Nein, „Nafris“ als interner polizeilicher Begriff geht nicht. Nein, es geht auch nicht, dass Menschen wegen ihres Aussehens gekesselt und in Gewahrsam genommen werden. Letzteres verstößt ganz einfach massiv gegen das Grundgesetz, und wem der Begriff „Rechtsstaat“ irgendwie wichtig ist, der sollte hier aber mal dringend die Lauscher aufsperren. Racial Profiling ist eine diskriminierende rassistische Praxis. Das kann und darf in einem Rechtsstaat, der sich auch nur irgendwie den Menschenrechten verpflichtet fühlt, nicht passieren. Unser Staat hat sich ein Grundgesetz gegeben, dass hier eindeutig ist. Das, was die Polizei am Silvesterabend 2016 in Köln abgezogen hat, verstößt vehement gegen die Artikel 1 und 3 des GG.

Der Begriff „Nafri“, der durch einen selbstentlarvenden Tweet der Polizei in die Öffentlichkeit gelangt ist, ist noch ein größeres Problem. Denn hier zeigt sich, dass die Polizei intern einen Begriff für Menschen aus einer bestimmten Ecke der Welt geprägt hat und damit arbeitet. Menschen auf diese Art in Schubladen zu stecken ist aber eben schon vom Kern her rassistisch. Will sagen: das ganze Denken hinter einem solchen Begriff ist rassistisch. Nebenbei gibt es hier auch noch eine klassische Entrechtung oder gar Entmenschlichung, denn für jeden Begriff braucht es ja einen Gegenbegriff. Und wie heißt der dann? Bürger? Oder gleich Menschen?

An eine Polizei, die auf das Grundgesetz schwört, müssen hohe Ansprüche gestellt werden. Die Aktionen vom Samstagabend könnte man prinzipiell mit Übereifer erklären, nachdem man im Vorjahr schlicht versagt hatte – denn da gab es eine echte Gefahrenlage und die vorhandene Polizei blieb untätig, obwohl es eine Menge Anzeigen gab – und Übereifer kann passieren. Aber der interne Begriff der „Nafris“ zeigt deutlich rassistisches Denken auf, und das darf nicht passieren, damit muss schnellstens aufgeräumt werden, und vor allem darf es jetzt nicht von der Politik und den Medien verharmlost und entschuldigt werden.

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