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Quick – #notmypresident

Unter diesem Twitter-Stichwort „#notmypresident“ gibt es inziwschen eine ordentliche Oposition gegen Frau von der Leyen, die ja auch gern als Zensursula im Netz bezeichnet wird – ich bin da voll einverstanden mit, find ich super, allein, ich glaube irgendwie, dass die liebe Ursula nur ein trojanisches Pferd ist.
Jetzt mal ehrlich, der erste Kandidat wird es doch irgendwie nie, der Name wurde gestreut, damit man sich ein bisschen an ihr abarbeiten kann, und wenn erstmal ungefähr zwei Millionen Leute in der Facebook-Gruppe gegen Zensursula sind, dann wird der wirkliche Kandidat präsentiert und alle werden sagen, naja, hätte schlimmer kommen können … und dann kommt es schlimmer.
Um ehrlich zu sein, ich halte eigentlich niemanden in den regierenden Parteien für dieses Amt geeignet, das liegt ja schon daran, dass sie in der CDU oder FDP sind. Und ich finde die Idee, die hier und da auftaucht, dass Joschka Fischer ein guter Präsident wäre, immer noch nicht für völlig abwegig.
Ich finde, Bundespräsident sollte immer jemand werden, der nicht mehr tagesaktuell eingebunden ist, also keiner, der aktuellen Minister oder Ministerpräsidenten – argh, ich habe gerade das akustische Bild von Jürgen Rüttgers bei der Berlinder Rede, nicht schön – es sollte jemand sein, der nie mit schwarzen Konten in Kontakt war – das schließt die halbe CDU schon aus -, dem man eine gewisse Meinungskonsistenz zutrauen würde, und der vielleicht sogar jemand ist, der moderieren kann, einigen – und vielleicht sogar jemand, der es nicht für unproblematisch hält, Kriege für Wirtschaftswege zu führen. Ich könnte mir so halbwegs einen sehr kleinen Präsidenten, also Norbert Blüm vorstellen – der hat wenigstens Humor -, eventuell auch Klaus Töpfer … die sind zwar beide nicht mehr ganz frisch, und beide sind dadurch vorbelastet, dass sie bei Ehrenwort-Helmut Minister waren, aber für CDU-Politiker sind sie recht glaubhaft. Oder vielleicht auch Heiner Geißler …
Hm, nee, zu viel Hoffnung sollte man nicht in die Glaubhaftigkeit von Frau Merkel stecken … mal schauen, was da kommt …

Quick – Keine Verleumdungen bitte, Herr zu Guttenberg

Der eine oder andere mag es gemerkt haben, ich bin, wie viele andere auch, dem Stoppschild im Internet feindlich gesinnt, und für mich hat sich Zensursula von der Leyen mit dem Gesetzentwurf kräftig jeglicher Ernstnahme entzogen. Wer so einen populistischen und antigrundgesetzlichen Gesetzentwurf gestaltet und sich damit auch noch als Bekämpferin der Kinderpornografie feiern lässt – Leute, die mehr davon verstehen, können sehr schön belegen, dass die wenigen Kinderpornografiehändler im Internet durch dieses blöde Stoppschild nur gewarnt werden und schnell servertechnisch umziehen können, wenn ihnen jemand auf die Spur kommt – es geht hier also eher um die Unterstützung von Kinderpornografie … aber wie gesagt, da verstehen andere Leute mehr von …
Auf jeden Fall sah ich vorgestern mit Erstaunen einen Ausschnitt aus „Zapp“ vom NDR, in dem die ganze Problematik durchaus sinnvoll erklärt wurde – kurz jeder konnte sehen, wie blödsinnig diese ganze Sache ist.
Dabei gab es auch ein kurzes Interview mit Wirtschaftsminister zu Guttenberg, und dieser gelackte CSUler zeigte gleich ganz unbekümmert, dass es ihm egal ist, wen er vor den Kopf stößt. Ohne mit der getuschten Wimper zu zucken, stellte er über achtzigtausend Unterzeichner der Petition gegen das Zensursula-Gesetz als Sympathisanten und Unterstützer der Kinderpornografie dar, na danke!
Lieber Herr zu Guttenberg, sicher haben sie die Petition nicht gelesen, in der ja ausdrücklich steht, dass jeder Kampf gegen die Kinderpornografie unterstützt wird, sicher haben sie auch kein intimeres Wissen über die technischen Probleme – hab ich auch nicht, da bin ich total ehrlich – aber haben sie noch nie von Dieter Nuhr gehört? Der Spruch war für sie!!
Welcher Spruch? Na der:
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten!

Das ist nichts weniger als eine Verleumdung aller Mitbürger, die die Petition unterschrieben haben – also auch eine Verleumdung meines einen … ich werbe sogar in diesem Blog dafür, die Petition zu zeichnen. Keine gute Erziehung in adeligen Häusern heutzutage? Also ich habe im Arbeiterhaushalt ein bisschen Erziehung mitbekommen. Ich sag nicht, dass alle Adelssprösslinge langen inzestuösen Ahnentafeln entstammen, ich versteh davon nämlich nichts. So viel Erziehung sollte schon sein …