Archiv für den Monat April 2015

Plastikwelt I – Überblick

Eigentlich ist das keine gute Idee, eine Blogserie anzukündigen. Aber ich wälze da eine Sache im Kopf, und das mach ich schon länger, und es ist nicht in einen einzigen Post zu packen, oder allenfalls in einen, den niemand zu Ende lesen würde, weil ja Texte von mehr als zwei Seiten Länge für Internetmenschen eh meistens eine Zumutung sind. Also heute die Grundidee:

Das Phänomen drängt sich immer mehr auf, dass wir in einer Plastikwelt leben, in der wir uns von einigen Aspekten des Lebens völlig getrennt haben. Vor allem von allen Aspekten, die – es ist ohne Pathos kaum auszudrücken – die tierische, die biologische Natur des Menschen betonen. Bei aller Begeisterung, die ich für  die Möglichkeiten des menschlichen Geistes empfinde, so kann ich trotzdem nicht glauben, dass die quasi Entkörperlichung unserer Gesellschaft eine gute Sache ist. Ohne esoterisches „Zurück zur Natur“ und Schamanismus predigen zu wollen, halte ich die Verleugnung unseres tierischen Wesens für problematisch, weil sie uns von vielen Bedürfnissen abkoppelt. Und letztlich auch von der Frage, was im Leben eigentlich zählt.

Wir sind Tiere. Wir nehmen Nahrung zu uns und scheiden sie wieder aus. Und weil wir altern und sterben, versuchen wir unsere Gene weiterzugeben und den Nachwuchs zu beschützen. Das klingt jetzt alles so distanziert, wie unsere Gesellschaft damit umgeht. Wir fressen und scheißen? Wir verrecken und haben deswegen die Neigung vorher zu ficken, damit irgendwas von uns bleibt. Über sowas redet man nicht, oder? Und vor allem nicht so derb. Schon mal gemerkt, dass es für Sex kein Verb gibt, dass nicht derb klingt (Ficken, Rammeln, ihr wisst was hier noch alles hin kann!), oder distanziert (koitieren? Echt?) – alles andere zieht den Vorhang eh zu (Liebe machen, miteinander schlafen).  Wir reden nicht über Sex, wir reden nicht übers Sterben, wir reden nicht über Ausscheidungsprozesse.

Wir lenken davon ab, dass unsere Zeit begrenzt ist und wir nach weniger als hundert Jahren wieder Staub sind. Es tut ja auch weh, ist ja klar. Aber anstatt darauf zu reagieren, anstatt daraus zu lernen und das Leben einerseits zu genießen, und andererseits daran zu arbeiten, dass andere das Leben auch genießen können, hetzen wir dem Geld hinterher und verhärten unser Herz, wenn wir sehen, wie Menschen am Wegesrand zurückbleiben. Das geht eben nur, wenn wir die Realitäten des Lebens ausblenden. Realitäten wie: Du bist sterblich, du könntest in deren Situation sein, es gibt keine zweite Chance, kein Leben nach dem Tod, irgendwann ist alles vorbei und du bist nicht mehr.

Stattdessen leben wir in einer Plastikwelt, hetzen dem Erfolg nach, dem eigenen Haus, dem tollsten Auto, dem extravagantesten Urlaub. Diese Plastikwelt ist alles, was wir haben, das suggerieren die Medien, das suggeriert die Sprache, das suggeriert die Werbung. Die Abkehr vom Natürlichen ist vermutlich nicht ohne den Kapitalismus denkbar, und vielleicht auch nicht andersherum. Die Plastikwelt macht uns so beherrschbar, wie die Religion unsere Vorfahren beherrschbar gemacht haben – und immer noch lassen sich viel zu viele von den Phantasien der Religionen befrieden. Wenn wir uns genug davon ablenken, dass wir einfach nur Tiere sind, dann bleiben wir systemkonform, dann streben wir nach der Karotte, die uns Tag für Tag vor die Nase gehalten wird, bis wir irgendwann nicht mehr können, und es dann für das Wichtige im Leben – das ja für jeden was anderes sein mag – keine Zeit mehr gibt.

Mehr von der Plastikwelt bald hier.

Quick – Von politischem Mut und seiner Verschwendung

Nun, eigentlich will ich ja nicht mehr über Piraten bloggen, sondern mich auf relevantere Themen stürzen. Aber manchmal geht es eben nicht anders.

Gestern ging der Landesparteitag in meinem Heimatbundesland NRW zu Ende. Und zum ersten Mal, seit der allergrößte Teil der linken Vordenkenden aus der Partei geputscht wurde – solltet ihr euch an dieser Stelle über meine Formulierung aufregen, dann tut mir das nicht leid -, gab es sowas wie politische Risikofreudigkeit, als der LPT einen Antrag annahm, dessen handwerkliche Qualität sicherlich nicht brutal gut war, aber der ein Signal setzen könnte. Piraten laden Kinder zwischen zehn und *hüstel* 16 Jahren dazu ein, einfach auf den Landesparteitagen zu erscheinen und mit ihnen als vollwertige Piraten Politik zu machen. Hätte man jetzt einfach mal feiern können. Ich persönlich habe es gefeiert. Schöne Idee, nicht so schöne Umsetzung, aber die Idee zählt nun mal mehr und ich fühlte einen kleinen Schimmer von dem Gefühl, dass mich mal zum Eintritt in diese Partei bewegt hat.

Und dann explodierte das Netz. Und obwohl ein Parteitag das mit Zweidrittelmehrheit beschlossen hatte, schäumte das Internet hauptsächlich gegen diesen Beschluss, der auf dem LPT wohl mit Begeisterung aufgenommen wurde. Dabei gab es verschiedene Reaktionen, die letztlich ähnlich wirkten.Aus dem linken Bereich wurde einiges kritisiert, hier und da ging der Antrag nicht weit genug, oder wurde als wirkungslos bezeichnet, oder aber, und da war ich ehrlich gesagt ein bisschen viel verärgert, es wurde gefragt, ob man Kindern denn nicht ihre Kindheit gönne. Meine Fresse, ich gönne ja gerne allen alles Mögliche, aber es geht ja nicht um eine Zwangsverpflichtung von Kindern zur Politik, sondern um das Ermöglichen von Mitsprache von denen, denen wir willkürlich jedes Recht auf politische Mitsprache verweigern. Das „Jetzt müssen sich Kinder schon mit Politik beschäftigen“-Argument gab es übrigens schon mal fast genauso … Beim Frauenwahlrecht. Herzlichen Glückwunsch!

Aber viel härter war natürlich das sofortige Anspringen der Hetzer und Bedenkenträger. Die, die grundsätzlich alles, von Asylpolitik bis BGE, was mal von Parteitagen mit großer Mehrheit verabschiedet wurde, so lautstark bekämpft haben, dass sich niemand mehr getraut hat, diese guten Politikansätze offensiv zu verkaufen. Konservative, die nie zugelassen haben, dass die Piraten wirklich die Politik verkauft haben, die sie verabschiedet haben. Bedenkenträger, die nie politisch genug gedacht haben, um in einer Partei Politik zu machen und es allen anderen auch verderben müssen, weil sie keine Risiken und keine frische Ideen zulassen können. Die mäkeln nicht völlig zu Unrecht am Wortlaut herum, sehen das mögliche Signal nicht, oder nur mit Schrecken, und versuchen mit Mailfluten auf den Listen und mit dem Anrufend es Schiedsgerichtes unbedingt die Mehrheitsentscheidung des Parteitags zu zerstören, wie sie das schon mit einigen anderen Mehrheitsentscheidungen gemacht haben. Das ist normal, Demokratie ertragen sie nicht.

Ja, diese Partei ist kaputt. Und ja, jedes Fünkchen von Politik wird in dieser Partei kaputt gemacht. Und nein, Hoffnung gibt es keine mehr.

Zur Nachrichtenlage …

Ich hab es ja echt dicke jetzt, meine Fresse. In was für einer Welt leben wir eigentlich? Nachrichtenlage? Flüchtlingsheime brennen, gleich mehrere. Und schreiben die Zeitungen von rechtem Terror? Nein, sie vermelden allenfalls verschämt.

Was noch? Ein Gericht sieht kein Problem damit, wenn Nazis in Dortmund in einer Art moderner SA-Uniform herumrennen. Richtig, für Jura muss man ja nur das Geschwätz von irgendwelchen Juraprofessoren auswendig lernen, politische und geschichtliche Bildung braucht man ebenso wenig wie Empathie und Vernunft. Klasse!

Und was noch? Ach ja, mal wieder ein Flüchtlingsschiff im Mittelmeer gesunken. Die Zeitung schreibt von einer Tragödie und von vierhundert Vermissten, der zuständige Redakteur ist wohl als Kind in den Euphemisierungstrank gefallen, das muss man entschuldigen …  EINEN SCHEIß MUSS ICH ENTSCHULDIGEN! Die sind nicht vermisst, nur weil man ihre Leichen noch nicht gefunden hat, oder sie wahrscheinlich auch nie finden wird, die sind tot! Jämmerlich ertrunken. (Nun gut, wenn wenigstens ein Deutscher immer mituntergehen würde, dann könnte man ja mal ernsthaft drüber berichten, oder?) Und es ist auch keine Tragödie! In einer Tragödie, liebe Journalisten, sterben Menschen, weil man da nichts dran ändern kann. Wenn sich die rassistische EU verbarrikadiert, ist das absolut vorsätzlich, wie da Leute zu Tode gebracht werden, und ja, dann ist das Mord. Nahezu tagtäglich morden WIR als EU-Gesellschaft Menschen, die vor Krieg und Hunger und Verfolgung fliehen. Kriegen, denen wir die Waffen liefern, Hunger, den unser System erzeugt. Aber wir sprechen von Tragödien, als ob man nichts an den Zuständen ändern könnte.

Wir können etwas an den Zuständen ändern. Wir können gegen den institutionellen Rassismus der EU-Abschottung etwas machen, wir müssen sogar, wenn wir nicht uns die Toten nicht aufs Gewissen laden wollen. Wir müssen den aufkommenden Nazis klare Kante zeigen, jedes brennende Heim ist eine Schande und das traditionell blinde rechte Auge von Polizei, Justiz und Medien darf nicht blind bleiben, weil wir sonst wieder die Leute mit den schwarzen Mänteln haben werden, die Andersdenkende in den frühen Morgenstunden abholen.

Die Bundesregierung hat heute neue Überwachungspläne vorgestellt.

Wenn wir nicht aufpassen, verlieren wir alle Menschlichkeit.

Mathematikunterricht oder Wie Kindern systematisch die Mathematik ausgetrieben wird

Früher war nicht alles besser, aber so schlecht wie es früher war, heute ist es unglaublich schlecht. Ich rede vom Mathematikunterricht. Ich beziehe mich im folgenden Blogpost auf Mathematikunterricht in Gymnasien, aber auch Gesamt- und Realschulen, ich kenn mich damit aus, weil ich Schüler durchs Abitur bringe, ja, ich bin einer dieser prekär bezahlten Nachhilfelehrer, also ganz nah dran. Ach ja, und ich bin in NRW beheimatet, und da wir in Deutschland 16 Schulsysteme haben, können meine Erfahrung und mein Bild von Schule sich beim Blick in andere Bundesländer als in Kleinigkeiten abweichend erweisen.

Das, was in den Schulen gemacht wird, ist eigentlich gar keine Mathematik. Und eigentlich sollte das auch alle Mathelehrenden wissen. Eigentlich muss man hier schon danach fragen, warum die nicht alle streiken und sagen, sie arbeiten erst wieder, wenn sie Kindern Mathematik nahe bringen dürfen. Ich versteh gar nicht, warum das nicht passiert …

Aber fangen wir an, wo es anfängt. Mathematik ist kein Rechnen, Mathematik ist auch nicht irgendeine Anwendung und was Mathematik als letztes wäre, wäre das Auswendiglernen von Formeln – auch wenn die schon mal weiterhelfen können. Mathematik ist das Lösen von Problemen. Mathematik ist die Strukturierung von Räumen. Mathematik ist das Spiel mit Zahlen, das Verständnis von Mengen. Mathematik ist logisches Schließen, Beweisen, das Nutzen von vorhandenen Kenntnissen, um neue zu erwerben.

Mathematik ist ein Abenteuer, das unsere Schüler nicht erleben dürfen.

Schulmathematik heute ist – speziell natürlich auf den G8-Gymnasien – ein Stolpern durch zu viel Stoff, von dem man trotzdem nur die Hälfte mitbekommt, weil ja keine Zeit ist. Schulmathematik bedeutet heute eigentlich nur noch, dass man für die nächste Klauser eine Anzahl an Matheaufgabentypen und ihre Lösung auswendig lernt, und sie in schönster Bildungbulimie bei Klassenarbeit oder Klausur auskotzt – um alles umgehend vergessen zu haben, wenn das nächste Thema beginnt.  Schülerinnen und Schüler erzählen heute, dass sie schon wieder zwei neue Themen haben, wenn sie nur von Sinus auf Cosinus und Tangens weitergehen. Warum ist das so? Weil sie gar nicht mehr den Zusammenhang verstehen, weil das für sie einfach verschiedene Dinge sind. Dabei ist Mathematik doch ein Gebäude, das sich in den Köpfen der Schüler aufbauen sollte. Heute kommen davon nur noch ein paar Träger und hier und da mal eine Tür im Kopf an, durch die sich aber dann niemand zu gehen traut.

Ich zeichne mal ein Gegenbild. Stellen wir uns vor, Mathematikunterricht würde so geplant, dass die Probleme vorliegen, und Lernende da sanft hingeführt würden, das Problem selbst zu lösen? Jeder für sich! Nichts da mit Schnelligkeit, nur weil die Erste die Lösung kennt, muss sie die nicht gleich an die Tafel schreiben und der Rest pinnt nur ab. Jedes hat ein Recht darauf, den Satz des Pythagoras selbst zu beweisen, auch wenn das hier und da mal ein paar Wochen dauert. Lerngeschwindigkeit ist doch wirklich nur eine alberne Illusion. Kommen Lernende selbst auf eine Lösung, so haben sie wirklich etwas gelernt. Sagt das Lehrende, wie es geht, dann ist das ein auswendigzulernendes Faktum, dass spätestens drei Tage nach der Klausur in der Rundablage des Gehirns seinen Platz findet.

Mathematik ist eine eigene Welt, mit eigenen Schreibweisen und einer eigenen Sprache. Und auch an dieser Front versagt die heutige Schulmathematik total. Es wird zwar durchaus mit Fremdworten um sich geworfen, aber diese werden nicht verankert. Die starke Versprachlichung, die auch mal mit dem Auswendiglernen von Definitionen und Regeln einherging, gibt es heute nicht mehr. Aber die Versprachlichung von Mathematik ist elementar. Wenn ich etwas nicht in eigene Worte fassen kann, dann habe ich auch nicht begriffen, was ich da mache. „Begreifen“ ist doch so ein schönes Wort dafür. Ich muss mit den Händen, mit den Sinnen, mit meinen Gehirnwindungen einen festen Griff um Probleme und ihre Lösungen erlangen. Und das stärkste Werkzeug dafür ist eben die Sprache.

Wie wäre es also, wenn wir über das eigene Problemlösen in den Lernenden das Verständnis wecken würden, um dann sanft und ohne direkten Zwang die Problemlösungen der Lernenden in den Kontext der Wissenschaft zu führen? Zuerst müssen sie verstehen, warum man x und x² nicht addieren kann, und wie man damit umgeht, und dann kann man es „faktorisieren“ nennen und am Ende gerne auch in eine pq-Formel stecken, denn irgendwann ist das nur noch Handwerk und warum sollte man sich da mehr Arbeit machen, als nötig, Mathematikerinnen sind doch bekanntlich faul oder?

Achso, und Definitionen sind etwas Schickes. Etwas definieren können, ist eine der Grundkenntnisse für einen Naturwissenschaftler. Aber wer kann heute noch beim Erwerb eines Abiturs eine Kugel als Menge von Punkten mit einem gleichen Abstand zum Mittelpunkt definieren? Oder auch nur einen Vektor als gerichtete Strecke? Dabei sind kurze und knackige Definitionen äußerst sexy und machen nicht nur Spaß an Mathematik, sondern auch gleich noch an Sprache.

Mal ganz abgesehen davon, dass das System Mathematikunterricht einfach schlecht ist, wieso schaffen es die Lehrenden denn nicht, das zu ändern? Oder wenigstens etwas weniger Schlechtes draus zu machen? Das hat vermutlich mit der Lehrerausbildung zu tun, die zumindest in weiten Teilen eben auch überhaupt nicht funktioniert. Was ist die Idee? Mathematiklehrende sollen richtig gute Mathematiker sein, das mit der Didaktik machen wir allerhöchstens nebenbei. Mit Schulmathematik haben angehende Lehrende bis zum Abschluss ihres Studiums quasi nichts zu tun. Sie schweben mathematisch auf eine Wolke, die mit einer Primzahl gekennzeichnet ist, und dann kommen sie in die Schule … und dann sitzen da pubertierende 13jährige, deren einzige emotionale Bindung zu Zahlen dann spürbar ist, wenn sie ihre Pickel auf der Nase zählen. Entschuldigt, liebe 13jährige, das war jetzt ein bisschen gemein, aber es soll ja nur die Tatsache illustrieren, dass wir Raumfahrtingenieure ausbilden, um Menschen beizubringen, wie man Schrauben festdreht.

Wir investieren wahrhaftig in die Fachkenntnis von Mathelehrenden, nicht in deren Liebe zur Mathematik oder zu den Lernenden. Noch schlimmer, wir lassen sie von Professoren Mathematik lernen, die in den Grundlagevorlesungen aus den Büchern ihrer Doktorväter wörtlich vorlesen. Und dann erwarten wir, dass die Menschen, die selbst nie guten Mathematikunterricht erlebt haben, dann plötzlich selbst gut unterrichten. So dumm kann eine Gesellschaft halt sein.

Mathematik braucht kein Mensch, also wenn man sie unterrichtet, wie das heute passiert. Einen guten Teil dessen, was man in der Schule lernt, braucht man ja eh nie wieder. Das wissen auch alle Schüler und Schülerinnen, und sie hauen es den Lehrenden auch völlig zu Recht ständig um die Ohren. Weil man von Seiten des Schulsystems wirklich die blödsinnige Idee hatte, Mathematik wie alle anderen Fächer in den Katechismus der BWL einzupassen. Es geht um Nutzen, um die Frage, wofür ich was brauche? Nein, noch viel mehr: was braucht die Wirtschaft an Kenntnissen bei ihren Schulabsolventen?  Wenn sich das Schulsystem aber nur nach den quasireligiösen Regeln eines unmenschlichen Wirtschaftssystems richtet, kann da natürlich auch keine Bildung bei rumkommen.

Mathematik ist ein Wunder, ein noch größeres Wunder ist es, dass unser so sehr beschränkter Verstand, relativ weit in die Mathematik eindringen kann. Aber so lange Mathematik nicht um der Mathematik willen erlernt wird, so lange es nicht um die Fähigkeit des Problemlösens, sondern nur um das Abspulen von vorgefertigten Prozessen geht, so lange wird Mathematik den gesellschaftlichen Status haben, den sie heute unverdientermaßen einnimmt.