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Quick – Erinnerungen für Nachgeborene X

Heute ist es ja sogar üblich, dass Supermärkte von 8 bis 22 Uhr geöffnet haben, früher, noch Anfang der Neunziger, gab es bei uns in der mittleren Provinz (es gibt viel provinziellere Gegenden als das Oberbergische), Supermärkte, die eine Mittagspause machten, die einfach von 12.30 bis 15 Uhr geschlossen hatten. Manche Sachen kann man sich wirklich kaum noch vorstellen …..

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Quick – Erinnerungen für Nachgeborene IX

Wer nach 89 aufgewachsen ist, wird es sich nicht wirklich vorstellen können. Früher war es absolut normal, dass Tiefflieger über die Landschaft donnerten, hier im Bergischen manchmal kaum höher als die Höhenzüge ringsum. An manchen Tagen kamen die „Beschützer“ – wie wir politisch-zynisch sagten – alle paar Minuten, und sorgten für bellende Hunde, weinende Kinder und Ohrenschmerzen. Sehr angenehm, dass sich die Bundeswehr solche Fliegerei nicht mehr leisten kann.

Quick – Erinnerungen für Nachgeborene VIII

Heute sind PET-Flaschen an aller Munde, nur Wasser und Alkoholika werden noch hauptsächlich in Glas verpackt. In der Rückschau scheint es noch gar nicht lange her, dass es Cola nur in Glasflaschen gab. Cola-Kisten waren dementsprechend viel schwerer und natürlich schmeckte die Cola besser – nehmt mich bloß nicht ernst. Kult waren die Knibbelbildchen, die man aus den Schraubverschlüssen der Flaschen herausknibbeln konnte. Die ersten PET-Flaschen habe ich in Saalbach-Hinterglemm, also in Österreich, gesehen und gekauft, das ist gut zwanzig Jahre her und wir waren auf einer Skifreizeit. Da gab es riesige Einwegflaschen, sehr dünn und nicht gerade formstabil. Mit Luft gefüllt konnte man sich damit hervorragend prügeln, mit Wasser gefüllt wehrte man sich auf recht drastische Weise gegen schneeballwerfende Typen aus der Nachbarschule. Coole Sache.

Quick – Erinnerungen für Nachgeborene VII

Noch was zum Fernsehen:
Früher gehörten einige Sendungen zu den festen Terminen in der Woche. Eine davon war die Hitparade im ZDF – noch bevor ich so etwas wie einen Musikgeschmack ausbilden konnte, war Musik natürlich wichtig.
Funktionierte in den ersten Jahren meiner Existenz sogar Schlager ganz gut, so war die große musikalische Revolution Anfang der 80er die Neue Deutsche Welle. Anarchistisch und sinnentleert, perfekt für junge Menschen unter zehn Jahren – und die Show, die die gemacht haben damals, die war einfach nur genial schräg. Nebenbei waren die Erwachsenen von so viel Anarchismus ziemlich überfordert – da ich prinzipiell ein eher oppositioneller Geist bin, fand ich das einen großen Vorteil. „Im Tretboot in Seenot“ … „Ich seh den Sternenhimmel“ … „Jajajajetzt wird wieder in die Hände gespuckt …“ – Ach ja …

Quick- Erinnerungen für Nachgeborene VI

Irgendwann in der Grundschule, vermutlich im Bereich der dritten oder vierten Klasse, habe ich verstanden, was Atomwaffen ungefähr machen und das es auf den beiden Seiten des damals immer aktuellen Kalten Krieges genug davon stehen, um das Leben auf der Erde auszulöschen. Ein unheimliches Gefühl.